Start des Jewish Film Festival in Berlin

16. Juni 2003, 15:03
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18 Filme aus acht Ländern am Programm

Berlin - Das Jewish Film Festival Berlin ist am Sonntagabend in Anwesenheit von Regisseur Volker Schlöndorff im Berliner Filmhaus eröffnet worden. Bis zum 25. Juni stehen dabei 18 Filme aus acht Ländern auf dem Programm. Ein großer Teil davon sind Deutschlandpremieren.

"War der King koscher?"

Elvis Presley, Zarah Leander, Marlene Dietrich und Adolf Hitler spielen eine Rolle bei dem Festival. "War der King koscher?" Dieser Frage versucht der kanadische Regisseur Max Wallace in seinem Film "Schmelvis - Searching For The King's Jewish Roots" über Starkult, Judentum und religiöse Ideen auf den Grund zu gehen. Dabei geht er von der Behauptung aus, dass Presleys Ururgroßmutter jüdisch gewesen sein soll.

Neufassung von "Die große jiddische Liebe" mit Zarah Leander und der Dietrich

Der Titel von Diane Nerwens Kurzfilm "Die große jiddische Liebe" (USA 2002) bezieht sich auf das Ufa-Melodram von 1942, "Die große Liebe". Dieser Film war einer der größten Kassenerfolge und der wohl berühmteste Film von Zarah Leander. Nerwens "Neufassung" entwickelt eine Liebesgeschichte zwischen Zarah Leander und Marlene Dietrich, wobei die Szenen der beiden Diven aus alten Ufa- und Hollywood- Produktionen stammen und die Dialoge jiddischen Filmen der 30er und 40er Jahre entnommen sind.

Israel:"Women Talk About Adolf Hitler"<7b>

Der israelische Film "Women Talk About Adolf Hitler" (2003) ist eine Parodie auf die Welle von "Talking-Heads"-Dokumentarfilmen und zeigte eine Reihe von Frauen, die über Hitler sprechen. Der Film "The Hebrew Hammer" (USA 2002) von Jonathan Kesselman ist zwischen Actionfilm, Slapstick und Comedy angesiedelt und präsentiert, wie das Festival betont, "eine bisher in der Filmgeschichte unbekannte Figur: den starken jüdischen Action-Helden mit Sex-Appeal". (APA/dpa)

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