Erste Bank erhöht voestalpine-Kursziel auf 30 Euro

29. Oktober 2003, 11:08
1 Posting

Weiter "Hold" - Gewinnprognose 2003/04 wegen Verkauf der VA-Tech-Anteile auf 3,44 Euro angehoben

Wien - Kein signifikantes Aufwärtspotenzial sehen Analysten der Erste Bank bei voestalpine-Aktien innerhalb der nächsten Monate. Folglich empfiehlt das Institut weiterhin "Hold", hebt aber gleichzeitig das Kursziel auf 30 von bisher 28 Euro an. Für das laufende Geschäftsjahr wurde auch die Gewinnprognose auf 3,44 von 2,93 Euro je Aktie angehoben. Aus dem Verkauf der VA Tech-Anteile werden im ersten Quartal rund 20 Mio. Euro zufließen, begründet die Erste Bank-Analystin Brigitte Kellerer-Wendelin die Prognoserevision.

Während 2003/04 sowohl Absatz als auch Ergebnis ansteigen werden, geht die Erste Bank für das Geschäftsjahr 2004/05 von einem fallenden Ergebnis aus und reduziert die Gewinnschätzung auf 2,02 nach 2,32 Euro je Aktie. Verantwortlich dafür sei vor allem die Annahme, dass der Stahlpreis Ende 2003 seinen Höchstpreis erreichen und sich anschließend der Trend umkehren wird. Generell ist durch die Überholung eines Hochofens und der Inbetriebnahme einer Feuer-Verzinkerei mit zusätzlichen Kosten zu rechnen, heißt es in der Analyse weiter.

Voll-Privatisierung wäre postitiv für Aktienentwicklung

"Akquisitionen und Investitionen haben ihre Spuren beim Verschuldungsgrad hinterlassen", schreibt Kellerer-Wendelin weiter. Dieser belaufe sich laut eigenen Berechnungen auf 39 Prozent, bis zum Geschäftsjahr 2005/06 sei mit einem weiteren Ansteigen zu rechnen.

Eine Voll-Privatisierung der voestalpine über die Börse würde hingegen einen positiven Einfluss auf die weitere Aktienpreisentwicklung haben, heißt es. Da der Ausblick für das Geschäftsjahr 2004/05 aber zurückhaltend ist, glaubt die Analystin nicht, dass es noch im laufenden Geschäftsjahr zu einer Privatisierung kommen wird, wenngleich die letzten Kursanstiege eine rasche Privatisierung profitabel erscheinen lassen.

voestalpines Marktposition und die Entwicklungsstrategie machen den Stahlkonzern für strategische Investoren und Mitbewerber interessant, derzeit seien jedoch keine Anzeichen auf einen Verkauf des ÖIAG-Anteils an strategische Investoren auszumachen. Im Vergleich zur Konkurrenz notieren voestalpine mit einem Abschlag, der sich durch die Investitionen der Zukunft aber in eine Überbewertung umwandeln wird, so die Aktienexpertin weiter.(APA)

Share if you care.