SP bemängelt Absinken der Aufklärungsquote

16. Juni 2003, 14:02
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Statistik sei geschönt

Wien - Als "Debakel für Innenminister Ernst Strassers Sicherheitspolitik" bezeichnete SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni den Kriminalitätsbericht 2002 die Aufklärungsquote, die schon ein Jahr zuvor erschreckend niedrig gewesen sei, jetzt aber noch einmal bundesweit um knapp ein Prozent auf 40,8 Prozent gesunken sei. Die "geschönte Kriminalstatistik" sei ein Alarmzeichen, meinte Erich Haider, Vorsitzender der SP in Oberösterreich. Gisela Wurm, SP-Abgeordnete aus Tirol, sprach von "Sicherheit auf dem Abstellgleis".

Parnigoni: Anstieg der Massendelikte eklatant

Als "besonders eklatant" bezeichnete Parnigoni den Anstieg bei den Massendelikten. In Wien seien etwa die Taten in öffentlichen Verkehrsmitteln um 142 Prozent gestiegen. "Hier rächt sich, dass durch Strassers so genannte Reformen die Prävention nicht mehr gegeben ist und die Täter offensichtlich immer ungenierter vorgehen können", kritisierte der SP-Sicherheitssprecher.

Die Statistik spreche nicht für die derzeitige Sicherheitspolitik, reagierte Wurm auf die Präsentation des Berichts. Es würden nur mehr vier von zehn Fällen aufgeklärt. Ein Kriminalbeamter habe mindestens 15 Diebstahlsakte täglich zu bearbeiten. (APA)

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