Wechsel von Beckham zu Real fixiert

18. Juni 2003, 15:38
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Rund 35 Millionen Euro als Ablösesumme - Englischer Teamkapitän soll Vertrag über vier Jahre erhalten - Barcelona-Boss Laporta verlor Tauziehen

Madrid/Manchester - Der englische Fußball-Superstar David Beckham wechselt von Manchester United zu Real Madrid. Dies wurde am Dienstagabend sowohl vom englischen Meister als auch vom spanischen Rekordchampion bestätigt. Der 28-jährige englische Teamkapitän soll einen Vierjahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr unterschreiben und am 2. Juli offiziell präsentiert werden.

Beckham höchst erfreut

David Beckham zeigte sich erfreut über den geglückten Transfer: "Ich hätte es irgendwann einmal bereut, wenn ich nicht zu einem so großen Klub wie Real Madrid gegangen wäre. Das ist eine Riesenchance für mich und eine aufregende Erfahrung für meine Familie." Angesichts der vielen Jahre bei ManU blickt natürlich auch Beckham mit Wehmut zurück: "Ich werde diese Zeit immer in guter Erinnerung behalten. Manchester United, Old Trafford, die brillanten Fans und die Spieler, die ich als Teil meiner Familie ansehe."

Derzeit auf PR-Reise in Asien

Nach Angaben von ManU soll der Vertrag im Juli endgültig abgeschlossen werden, auch Beckham sei sich mit Real bereits einig. Der Mittelfeldspieler, dessen Vertrag in Manchester noch bis 2005 gelaufen wäre, flog noch am Dienstag zu PR-Zwecken nach Asien und wird einen Tag vor seiner Präsentation zu medizinischen Tests in Madrid erwartet.

35 Millionen Euro Ablöse

Die Ablösesumme wurde von Manchester United mit 35 Millionen Euro beziffert. 7,5 Mio. Euro werden mit Vertragsabschluss fällig, 17,5 Mio. Euro müssen die Madrilenen in den kommenden vier Jahren an United überweisen. In diesem Zeitraum werden pro Jahr auch 1,25 Mio. Euro fällig, sollte Real jedes Mal die Qualifikation für die Champions League schaffen. Zusätzlich kassiert ManU 1,25 Mio. Euro pro Viertelfinal-Teilnahme des weißen Balletts in den nächsten vier Jahren.

Sir Alex Ferguson wünscht alles Gute

ManU-Manager Sir Alex Ferguson, der laut englischen und spanischen Medienberichten zuletzt auf Beckham nicht mehr gut zu sprechen gewesen war, wünschte seinem ehemaligen Schützling für die Zukunft alle Gute. "David war ein integraler Bestandteil jener Mannschaft, die im vergangenen Jahrzehnt große Erfolge eingefahren hat. Ich danke ihm für alles, was er für den Klub geleistet hat", erklärte der Schotte auf der Internet-Seite des Vereins.

85 Tore für ManU

Beckham gewann mit ManU sechs Mal den englischen Meistertitel sowie 1999 im denkwürdigen Finale von Barcelona gegen Bayern München die Champions League und wenige Monate später den Weltcup. Der Freistoß- und Flankenspezialist absolvierte insgesamt 394 Pflichtspiele für die "Red Devils" und erzielte dabei 85 Tore. Im englischen Team brachte es der mittlerweile zum Kapitän aufgestiegene 28-Jährige auf 60 Einsätze bei elf Treffern.

Mode-Ikone

Doch es waren nicht nur die sportlichen Erfolge, sondern auch sein Äußeres, das Beckham zum bestbezahlten Fußballer der Welt aufstiegen ließ. Der nunmehrige Real-Spieler sorgte mit seiner Heirat mit Ex-Spice Girl Victoria, mit der er zwei Söhne (Brooklyn, Romeo) hat, für Aufsehen und avancierte fortan als "Spice Boy" mit extravagantem Outfit und ständig wechselten Frisuren zur Mode-Ikone weit über die Grenzen der britischen Insel hinaus.

Barca-Präsident verbittert

Durch den Transfer von Beckham zum Erzrivalen dürfte nun der erst am Sonntag gewählte Barcelona-Präsident Joan Laporta in Argumentationsnotstand geraten. "Wir müssen das zur Kenntnis nehmen", nahm der neue Boss der Katalanen die Abfuhr des Engländers Zähne knirschend zur Kenntnis. Laporta hatte den katalonischen Fans bei seiner Wahl eine Verpflichtung des Superstars versprochen und damit einen überlegenen Triumph eingefahren.(APA)

  • Unterwegs in Sachen Promo: David Beckham mit Gemahlin Spice am Flughafen Tokio,...

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  • ...die japanische Masse balgt sich um die besten Plätze.

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  • David Beckham, Roberto Carlos, Zinedine Zidane, Luis Figo, Ronaldo und Raul. Das ist keine Weltauswahl, das ist die Mannschaft von Real Madrid.

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