"Genetische Daten: woher, wohin, wozu?"

18. Juni 2003, 11:10
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BürgerInnenkonferenz bietet Möglichkeit, zwei Tage lang ExpertInnen zu befragen

Wien - Die BürgerInnenkonferenz "Genetische Daten: woher, wohin, wozu?" geht ihrem Höhepunkt entgegen. Am 20. und 21. Juni werden zwölf Auserwählte - Laien aus ganz Österreich - Fragen an Experten aus Wissenschaft und Politik stellen und mit ihnen diskutieren. Die Befragungstage sind öffentlich zugänglich und finden im RadioKulturhaus in Wien statt. Am Freitag dauert die Veranstaltung von 10.00 bis 17.00 Uhr und am Samstag von 10.00 bis 13.30 Uhr.

Die zwölf Diskutanten - die weder Wissenschafter noch Mitarbeiter von Gentechnikfirmen sein dürfen - wurden im März aus über 100 Bewerbern aus ganz Österreich vom Beirat der BürgerInnenkonferenz ausgewählt. In Informationsveranstaltungen und Workshops haben Experten die Laien dann mit der Materie der Gentechnik vertraut gemacht. Am 20. und 21. Juni werden die Zwölf dann anwesende Experten mit ihren Fragen konfrontieren.

Gemeinsame Stellungnahme

Im Gegensatz zu sonst üblichen Podiumsdiskussionen wird dabei das Bürgerpaneel im Mittelpunkt stehen und nicht die Experten. Diese kommen dabei aus den verschiedensten Lagern, Befürworter der Gentechnik sind ebenso vertreten wie Kritiker. Eingeladen sind etwa Johannes Huber, Vorsitzender der "Bioethikkommission der österreichischen Bundesregierung", Birgit Primig-Eisner von der alternativen "Ethikkommission FÜR die Bundesregierung" (vertritt etwa Behindertenverbände), weiteres Mediziner, Genetiker, Juristen und Behördenvertreter sowie Datenschutzfachleute.

Nach den zweitägigen Befragungen und Diskussionen werden die zwölf Bürger eine Stellungnahme zum Thema "genetische Daten" formulieren und diese dann dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung übermitteln. Für den 23. Juni um 9.00 Uhr ist eine Pressekonferenz zu den Ergebnissen der BürgerInnenkonferenz geplant. (APA)

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