Staatsanwalt fordert lebenslänglich für Waffenhändler Bout

31. März 2012, 10:06

Strafmaß soll am 5. April verkündet werden

New York - Der russische Waffenhändler Viktor Bout soll nach Forderungen der Staatsanwaltschaft lebenslang in Haft. Bout sei "ein Geschäftsmann der gefährlichsten Art", erklärte die Anklage laut Gerichtsdokumenten am Freitag in New York. Der als "Händler des Todes" bekanntgewordene Bout war im November vergangenen Jahres bereits wegen illegalen Waffenhandels schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß soll am 5. April verkündet werden. Der Termin für die Verkündung des Strafmaßes war zuvor mehrmals verschoben worden.

Der Angeklagte unterhielt seit den 90er Jahren eine ganze Flotte von Transportflugzeugen, mit denen er Waffen, meist aus sowjetischen Beständen, in Krisengebiete in aller Welt lieferte.

Bout war im Jahr 2008 in Thailand festgenommen und zwei Jahre später an die USA ausgeliefert worden. US-Agenten, die sich als Mitglieder der kolumbianischen FARC-Guerilla ausgaben, hatten ihn in Bangkok in ein fiktives Waffengeschäft verwickelt und unter anderem Raketen zum Abschuss von US-Flugzeugen verlangt. (APA, 31.3.2012)

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US-Agenten, die sich als Mitglieder der kolumbianischen FARC-Guerilla ausgaben, hatten ihn in Bangkok in ein fiktives Waffengeschäft verwickelt und unter anderem Raketen zum Abschuss von US-Flugzeugen verlangt.

Es wundert mich, das Bout darauf hereingefallen ist.
Entweder ist das erlogen oder der amerikanische Geheimdienst ist nicht auf dem neuestem Stand.

bin ja dafür, dass solche leute eingesperrt werden, aber die USA als ankläger sind doch etwas unglaubwürdig.

In diesem Fall aber nicht.

gegen ihn ist unser Graf Lobby ein Waisenknabe.

wie geht es eigentlich Alfons?

If we don't end war, war will end us (h.g.wells)

Mr. Bout hat nur für Chancengleichheit gesorgt.

BTW lässiger Schnauz

Klingt mehr nach Geschäftsstörungsklage ...

Die USA,

wollen sich das Milliardengeschäft halt nicht vermiesen lassen. Das sollte eine Warnung an alle andere Waffenhändler, dass die USA diesen Geschäftszweig nicht teilen will ;)

mmm..

don't steal, the government hates competition

Passt hier recht gut...auch wenn er vielleicht ein paar Jahre Gefängnis ausfassen wird, aber kaum lebenslang...

http://www.youtube.com/watch?v=UTK8torOylM

genialer Film und Szene - Wirds aber nicht spielen -

Film und Realität stimmen nicht immer überein. Im Leben gibt es nicht immer ein "Happy-End" wie im Film.

Orlov

Und der Böse ist wieder einmal sympathischer als der Kopfgeldjäger! ;)

"Waffen in Krisengebiete in aller Welt lieferte"

Wie bitte, die USA stoppt Waffenlieferungen in politische Krisengebiete? Syrien, Libyen, Israel, usf?

Waffenhändler Bout

wird vom weltgrößten Waffenhändler verurteilt.

empfehle den Film "Lord of War"

und der Artikel erübrigt sich ....

"Staatsanwalt fordert lebenslänglich für Waffenhändler Bout"

Was ist eigentlich der Grund dafür, daß Bout so an die Kandare genommen wird? - Ich meine, schließlich ist Waffenhandel und Waffenverkauf an Krisengebiete in der Welt sowas wie "Staatsräson" in Amerika.

Ist es, weil man seinen Waffenhandel als "unlauteren Wettbewerb" sieht, oder weil er an die "falschen" - als die nicht-amerikafreundlichen Länder - Waffen geliefert hat?

weil er keine Lizenz hat

Sie oder ich dürfen auch kein Casino betreiben und 100e andere Dinge mehr.

Gut geschrieben Ihre Durchlauchtheit!

Gesetzeslage

mich würde mal die G-lage interessieren.

in Ö wäre es bspw nur starfbar, wenn man als österr. staatsbürger (oder als ausländer in österreich) feindliche kräfte beliefert, wenn Ö im krieg mit jenen ist.

gut, es ist schwer länder zu finden, mit denen die USA nicht im krieg sind. aber warum ist das waffenliefern für einen ausländer im ausland strafbar?

das würde ja bedeuten, dass tatsächlich nur die USA waffen verkaufen dürfen.

Rein rechtlich gesehen wurde But von den USA entführt.

Er wurde in Thailand verhaftet, weil die DEA der thailändischen Polizei erzählt hat, But würde mit Drogen handeln. Es wurden keine Drogen gefunden, But blieb aber wegen Drucks der US-Behörden in Haft, obwohl er in Thailand kein Gesetz gebrochen hat.

Dann wurde ein Auslieferungsverfahren beantragt mit dem Vorwurf, But würde terroristische Organisationen Ausrüsten. Nur galt FARC in Thailand nicht als solche.

But war nicht nur den Heiligen, die in den USA für den Waffenhandel zuständig sind, ein Dorn im Auge sondern auch einigen Politikern. Sobald er dort mehr Feinde als Verbündete hatte, musste er weg. Und das wurde nach der guten, alten "die Gesetze und Regeln anderer Länder sind uns scheiß egal" Methode der USA durchgeführt.

Sie oder ich dürften nicht einmal ein einziges Sturngewehr

verkaufen - nicht mal an den papbst. Von Minen etc. ganz zu schweigen.

agent: mr. bout, kann man mit diesen raketen auch us flugzeuge abschiessen?
bout: keine ahnung. aber russische sicher!
agent: und us flugzeuge?
bout: kann sein, aber mit sicherheit chinesische!
agent: und us flugzeuge?
bout: möglich, aber eurofighter 100pro!
agent: und us flugzeuge?
...
..
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Politischer Gefangener ! wie Chodorkowski , K.H. Schreiber.......

Alle zurecht...könnten aber viel mehr sein. Auch Waffen Hersteller lebenslang einsperren.

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