Staatsanwalt fordert lebenslänglich für Waffenhändler Bout

Strafmaß soll am 5. April verkündet werden

New York - Der russische Waffenhändler Viktor Bout soll nach Forderungen der Staatsanwaltschaft lebenslang in Haft. Bout sei "ein Geschäftsmann der gefährlichsten Art", erklärte die Anklage laut Gerichtsdokumenten am Freitag in New York. Der als "Händler des Todes" bekanntgewordene Bout war im November vergangenen Jahres bereits wegen illegalen Waffenhandels schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß soll am 5. April verkündet werden. Der Termin für die Verkündung des Strafmaßes war zuvor mehrmals verschoben worden.

Der Angeklagte unterhielt seit den 90er Jahren eine ganze Flotte von Transportflugzeugen, mit denen er Waffen, meist aus sowjetischen Beständen, in Krisengebiete in aller Welt lieferte.

Bout war im Jahr 2008 in Thailand festgenommen und zwei Jahre später an die USA ausgeliefert worden. US-Agenten, die sich als Mitglieder der kolumbianischen FARC-Guerilla ausgaben, hatten ihn in Bangkok in ein fiktives Waffengeschäft verwickelt und unter anderem Raketen zum Abschuss von US-Flugzeugen verlangt. (APA, 31.3.2012)

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