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Damaskus - Die syrische Führung betrachtet die gegen sie unternommenen Umsturzversuche als gescheitert. "Die Schlacht, den Staat in Syrien zu stürzen, ist ein für alle Mal vorbei", sagte Außenamts-Sprecher Jihad Makdessi nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana vom Samstag am Vorabend im syrischen Fernsehen. Inzwischen habe der Kampf um die Wiederherstellung der Stabilität und den Aufbau eines neuen Syrien begonnen.
Armee sorge für "zivilen Frieden"
Die Armee mache nichts anderes, als "sich zu verteidigen" und die Bevölkerung zu beschützen, sagte der Sprecher. Sobald die Sicherheit und der "zivile Frieden" wieder hergestellt seien, würden sich die Truppen aus den Wohnvierteln zurückziehen.
Die syrische Führung um Präsident Bashar al-Assad lässt seit mehr als einem Jahr eine Protestbewegung brutal unterdrücken. Dabei kamen nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten seither mehr als 9.000 Menschen ums Leben. Damaskus rechtfertigt das Vorgehen mit dem Kampf gegen "Terroristen".
UNO-Beobachter
Die Vereinten Nationen bereiten Diplomatenangaben zufolge bereits eine Beobachtermission zur Überwachung des angestrebten Waffenstillstands in Syrien vor. Es gebe erste Planungen für eine Gruppe von rund 250 Beobachtern, sagte ein UNO-Diplomat am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Eine Zustimmung der syrischen Führung unter Staatschef Bashar al-Assad stehe aber noch aus.
Erst Frieden, dann Beobachtermission
In Syrien hält die Gewalt zwischen Regierungstruppen und oppositionellen Kämpfern trotz eines von Assad akzeptierten Friedensplans des Sondergesandten von Vereinten Nation und Arabischer Liga, Kofi Annan, weiterhin an. Ein anderer UNO-Diplomat zeigte sich hinsichtlich einer baldigen Einsetzung einer Beobachtermission daher skeptisch. "Wir brauchen erst einen Frieden, den wir sichern können", sagte er gegenüber der AFP.
Annan hatte Assad zuvor zu einer sofortigen Umsetzung seines Friedensplans aufgefordert und die anhaltende Gewalt in Syrien kritisiert. Sein Plan sieht unter anderem den Rückzug der Regierungstruppen aus Protesthochburgen, den Zugang für Helfer zu Kampfzonen und die Freilassung von Gefangenen vor. Täglich soll es überdies eine zweistündige Waffenpause geben. Auch eine mögliche Beobachtermission war Thema in Gesprächen zwischen Annan und Assad. (APA, 31.3.2012)
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'Nach Gesprächen in Damaskus, Moskau und Peking will Annan nach Angaben seines Sprechers jetzt mit dem Iran und Saudi-Arabien verhandeln. Teheran gilt als enger Verbündeter des syrischen Regimes. Die saudische Führung dagegen will die syrischen Rebellen mit Waffen versorgen. Annan werde "in Kürze Teheran und Riad besuchen, um deren Regierungen von der Notwendigkeit einer einheitlichen internationalen Front hinter seinem (Sechs-Punkte-) Plan für Syrien zu überzeugen", kündigte der Sprecher Ahmad Fawzi nach UN-Angaben an.
Die Rebellen erklärten sich bereit, die Kämpfe einzustellen, sobald die Truppen Assads sich aus den Oppositionshochburgen zurückzögen.'
http://www.n-tv.de/politik/S... 20246.html
Nanu? Ein einseitiger Waffenstillstand?
Wird von den Assad-Soldaten verlangt, sich von den Rebellen "hinrichten" zu lassen?
Dümmer geht es nicht mehr. Ein Waffenstillstand ist nur ein Waffenstillstand wenn sich BEIDE SEITEN daran halten.
'Laut UN-Friedensplan soll die Armee aus den Wohnvierteln abziehen. Doch Syriens Regierung argumentiert, es müssten erst "Frieden und Sicherheit" einkehren.'
'Damit verstößt Assad gegen den von ihm zugestimmten Friedensplan des UN-Sondergesandten Kofi Annan. Annan hatte Assad zu einer sofortigen Umsetzung seines Sechs-Punkte-Plan aufgefordert. Das Militär müsse demnach Panzer, schwere Waffen und Soldaten aus den Städten abziehen. Erst dann würde die Opposition nachziehen.'
http://www.zeit.de/politik/a... iedensplan
Soviel ich weiß hat die Opposition dem Annan-Plan nicht zugestimmt. Von Assad die Umsetzung des Planes zu fordern obwohl die Aufständischen nicht kooperieren empfinde ich als heuchlerisch.
Als Zeit-Leser seit 33 Jahren weiß ich, dass auch dieses ausgezeichnete Blatt nicht immer richtig liegt, man braucht sich nur die Kommentare zu Afghanistan anschauen.
Hallo STANDARD!
Diese Behauptung ist UNWAHR! Diejenigen (wenigen), die friedlich gegen Assad protestieren wollen, können dies tun und tun dies auch ungehindert - siehe Videos.
Anders verhält es sich aber mit den bewaffneten Banden, welche hauptsächlich aus NATO-Söldnern, aber auch Al-Quaida-Terroristen und einigen Deserteuren der syrischen Armee bestehen.
Würde man diese bewaffneten Gewalttäter als "Protestbewegung" hinstellen und würde man das militärische Vorgehen gegen diese Söldner, Terroristen und Deserteure als "Unterdrückung einer Protestbewegung" bezeichnen, würde dies eine EXTREMEN WAHRHEITSVERDREHUNG gleich kommen!
Ich kenne jedenfalls kein Land, in dem man - legal - mit Sturmgewehren, Raketenwerfern, usw. "protestieren" darf!
als aussen stehender ist es immer leicht über jemanden
seiner freiheit zu urteilen tut mir leid wenn man nicht eine diktatur haut nah erlebt hat dann kann man hier nicht mit reden dann weist du auch nicht was es bedeuten frei zu sein weil etwas was man nicht vermisst
verliert an wichtigkeit.ich habe viel in der ddr erlebt und gesehen und obwohl es in der ddr nicht so schlimm war wie syrien aber ich kannte menschen die sich den tot gewünscht haten weil sie keine freiheit
hatten und ich findes einfach nur rücksichtslos so über die syrer zu reden als ob sie kein recht auf freiheit haben es ist auch nicht in ordnung weil viele menschen haben ihre kinder,eltern,geschwister oder alles verloren. und man soll eine diktatur für gut heissen?
Syrien war bereits vor den protesten ein faschistischer staat, in dem die opposition unterdrückt wurde. Das regime eines faschistischen staates ist per se verbrecherisch, da es den einzig legitimen souverän, nämlich der bevölkerung daran hindert, sein recht auf selbstregierung auszuüben.
Soweit es assad und seine clique betrifft, darf man zuversichtlich hoffen, dass die bald den weg alles gaddafischen gehen. Leider werden seine österreichischen sympathisanten ihm nicht heroisch beistehen, um sein schicksal zu teilen.
Das klingt fürs erste interessant, aber ich kann es mir schwer vorstellen, wenn ich das auf uns umlege.
Wenn ich mich selber regiere, muss ich mich dazu bewaffnen um meine Regierungsgewalt laufend mit Kugeln durchzusetzen?
Dass eine Bevölkerung eine Regierung stürzen kann, soll ja schon vorgekommen sein. aber dass es sich anschließend selbst regiert, das wäre ein Versuch, den ich lieber aus der Ferne beobachten würde.
Eine Selbstregierung ohne Regierung, darum wollen sie das Experiment in Syrien ansetzen, weit weg und Araber...
Dass selbstregierung nicht den verzicht auf institutionen bedeutet, ist kalr. Wie diese institutionen beschaffen sein sollen, mittels deres sich die bevölkerung selbst regiert, ist seit der antike gegenstand der diskussion. Einer diskussion, die an ungebildeten figuren wie dir und deinen grün-strichlern offensichtlich vollkommen vorüber gegangen ist.
Ich finde ja auch, dass Österreich zwischen 1934 und 1938 ein widerlicher faschistischer Staat war - trotzdem kann ich für die Befreiung vom Austrofaschismus im Jahr 1938 keinerlei Sympathie aufbringen.
Die syrische Opposition kann sich nicht auf eine gemeinsame Linie einigen. Wie will die dann eine demokratische Regierung zustandebringen? Noch dazu in einem syrischen Staat, in dem dann auch die heutigen Assad-Freunde eingebunden werden müssen?
Zu Ihrem letzten Satz: wenn es für Sie die Ehre verlangt an der Seite jener zu kämfen, die man als die Guten (oder zumindest als kleineres Übel) ansieht, dann wäre es doch nur konsequent mit gutem Beispiel voran zu schreiten.
Es gibt nun mal kein naturgesetz, dessentwegen einander alle lieb haben müssten, die brutale unterdrückung wollen. Daher können auf beiden seiten eines konflikts solche kräfte stehen.
Ich akzeptiere selbstverständlich, dass das in syrien ein problem ist.
Was ich nicht akzeptiere, ist der versuch, assads regime schön zu reden und alle berichte als 'westliche greuelpropaganda' abzutun. Dahinter verbirgt sich bei vielen postern einfach sympathie für die nationale+sozialistische ideologie der baath-aprtei. Insbesondere bei denen, die dann auf der anderen seite von gewaltherrschaft des kapitalismus reden.
Mein ehrgefühl gebietet nicht, sich selbst zu opfern. Ich wünschte aber, jenes mancher poster täte es.
Lt. Ihrer Definition wäre auch die österreichisch-ungarische Monarchie ein "Verbrecherregime" gewesen.
Ich sage: Demokratische Reformen kann und wird es nur MIT Assad geben und niemals mit der islamistischen Meute, welche nach der Macht strebt.
Was nach einer vorgeblichen "westlichen Demokratisierung" kommt sieht man ja in Ländern wie Libyen oder dem Irak.
Und wenn man irgendwelche zweifel an der widerlichkeit dieses systems hat, braucht man nur 'die letzten tage der menschheit' lesen.
Leider hat man das in frankreich entwickelte und bei ludwig dem xvi erfolrecih erprobte verfahren zum umgan mit monarchen hierzulande nicht angewandt.
Ich bin ja auch zurückhaltend, was die "Revolution" betrifft (besonders was die vom Westen promotete ausländische Opposition betrifft sowie die freie Armee sowie die Ziellosigkeit der Protestbewegung) , aber zu leugnen, dass es besonders zu Beginn massenweise heimtückische Sniperangriffe auf Demonstranten gab, ist unverständlich.
Nachdem die freie Armee auftauchte, gingen diese zurück - weil das Militär jetzt mit der Zurückeroberung der "befreiten Zonen" beschäftigt war.
Ich "leugne" nicht die Sniperangriffe, aber ich sage, es ist nicht erwiesen, wer wirklich dahintersteckt.
Ob Terror-Schwadronen diese Sniperangriffe ausführten, um es Assad in die Schuhe zu schieben (Propaganda ist alles in diesem Konflikt) oder ob es wirklich Assad-Leute waren.
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