Bach, Improvisation und Tanzbares

30. März 2012, 18:43

Musikalsche Alternativen zu Salzburg

Wer nicht zur edlen Runde der österlichen Salzburger Kartenbesitzer zählt oder sich für "Carmen" einfach nicht interessiert, der hat hierzulande um Ostern herum viele schmucke Alternativen vor sich. So er in Wien verweilt, kann er sich beim Osterklang-Festival etwa Bachs Johannes-Passion im Theater an der Wien mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment (mit Sänger Ian Bostridge) gönnen oder Gambist Jordi Savall in der Minoritenkirche belauschen.

Qualität natürlich auch außerhalb von Wien: Da wäre das vielschichtige Kremser Festival "Imago Dei" mit schönem Hang zu Weltmusik und improvisierender Avantgarde. Man hört Musiker wie Saxofonist Renald Deppe, Komponist/Pianist Hannes Löschel und Sänger Phil Minton, aber auch das Ensemble Ludus Gravis, das Stücke von Gubaidulina und Ustwolskaja präsentiert.

Das Grazer Festival Psalm wiederum wirft unter dem Motto "Jenseits vom Zaun" einen Blick hinter die reale Welt und zeigt, wie das Christentum mit "archaischen" Glaubensformen korrespondiert. Den Auftakt stellt das Programm Joik und Jodel am Palmsonntag dar, das samische Joiks alpenländischen Jodlern gegenüberstellt.

Das Osterfestival Tirol (bis 8. 4.) schließlich widmet sich mehrspartenartig dem Thema "Freiheit" und bringt am 31. März  die Wiener Compagnie Liquid Loft. Am Karfreitag dann Bach-Werke mit Frans Brüggen und seinem Barockorchester. Auch Musik aus der Zeit Monteverdis wird präsentiert; das Festival schließt dann aber tänzerisch mit Sideways Rain. (tos,   DER STANDARD, 31.3./1.4.2012)

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