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Die Flinte ins Korn werfen, den Bogen nicht überspannen und geduldig aufs Reh warten.
Linz - Beinahe lautlos verlässt der Carbonpfeil den dichten Busch hoch oben im Reichraminger Hintergebirge. Gut 280 km/h, ein Ziel. 20 Meter entfernt steht ein Reh. Der Pfeil trifft punktgenau im Vitalbereich auf den Körper. Tödlich für jeden getroffenen Waldbewohner, wenn auch kurz und schmerzlos. Der Pfeil durchstößt den Körper, die rasiermesserscharfe Jagdbogenspitze kappt lebenswichtige Arterien, die Lunge fällt zusammen. " Es geht sehr schnell", erzählt Rupert Wagner, während er den Pfeil aus dem Schaumstoffreh zieht. Auf das lebende Pendant darf in Österreich nämlich nicht geschossen werden, das Gesetz verbietet die Jagd mit Pfeil und Bogen.
Für Wagner, Mitglied der "Bowhunter Federation Austria" (BFA), völlig unverständlich: "Die Jagd mit Pfeil und Bogen hat den Menschen Jahrtausende ernährt und zählt zu den ältesten Jagdtraditionen. Der Ötzi wurde nicht mit einem Steyr Mannlicher gefunden, sondern mit Pfeil und Bogen. Viele europäische Staaten - etwa Frankreich, Finnland, Dänemark und Ungarn - haben die Jagd mit Pfeil und Bogen wieder legalisiert. Sach- und fachgerecht ausgeübt, entspricht diese Jagdmethode jedenfalls auch den heutigen Anforderungen an eine weid- und tierschutzgerechte Jagd."
Kein Vergleich mit Indianerspielen
Ein Blick auf die Ausrüstung offenbart tatsächlich, dass die Bogenjagd nichts mit Indianerspielen zwischen Nadelgehölz zu tun hat. Der sogenannte Compoundbogen ist ein Hightechgerät und besteht aus hochwertigen Materialien wie Aluminium, Carbon oder Glasfasern. "Die Spannkraft wird in Pfund angegeben und liegt umgerechnet bei Jagdbögen zwischen 30 bis 40 Kilogramm", erläutert der Bogenexperte.
Ordentlich Kraft ist also notwendig, um den Bogen zu spannen. Beim Standard -Test gelingt dies nur sehr bedingt. Fast unmöglich scheint es für Ungeübte zu sein, die Sehne entsprechend nach hinten zu ziehen. Die Spannung ist im ganzen Körper zu spüren - nur nicht am Bogen. "Ruhig halten und durch das Peepsight schauen", appelliert Wagner.
"Peep, was?" Wagner: "Auf der Sehne sitzt ein sogenanntes Peepsight, durch das beim Zielen geschaut wird und das mit den Zielstacheln im Visier eine Art Kimme und Korn bildet." Doch an Durchschauen und Zielen ist sowieso noch nicht zu denken. Der Arm zittert, der Bogen wackelt, als wolle man dem Rehbock freundlich zu winken.
Kleidung in Camouflage, Gesichtsschutz in Tarnfarbe
Im Ernstfall wäre die Bogenjagd aber schon viel früher kläglich gescheitert. Ohne Tarnen und Täuschen gibt es kein Weidmannsheil. Wagner: "Mit einem grünen Rock ist es nicht getan." Ein Blick auf den Bogenjäger genügt, um überzeugt zu sein. Kleidung in Camouflage, Gesichtsschutz in Tarnfarbe.
Das Jagdgewand wird nur mit Soda gewaschen, körpereigene Gerüche mit einem speziellen Spray übertüncht. "Es ist eine faire Jagd. Das Tier hat die besseren Karten. Oft muss man stundenlang regungslos verharren - und hoffen, dass das Wild in Schussdistanz zieht. Beim geringsten Laut ist das Wild weg", schildert der Bogenjäger. Aufgrund der geringen Distanz und der geringen Erfolgsquote ist der Bogen als Wildererwaffe daher ungeeignet.
Neidvoller Blick in die USA
Erfolgserlebnisse werden bogenjagenden Österreichern, die alle eine herkömmliche Jagdprüfung abgelegt haben, nur jenseits der Landesgrenzen zuteil. Aus den heimischen Wäldern wird daher vor allem neidvoll nach Amerika geblickt: Dort ist die Bogenjagd mit rund drei Millionen Pfeil-Jägern ein Volkssport.
Beim oberösterreichischen Landesjagdverband bleibt man dennoch dabei: " Bogenjagd ist eine lautlose Jagdart, die mitunter die Wilderei aus Jux und Tollerei fördert", winkt Landesjägermeister Sepp Brandmayr ab. (Markus Rohrhofer, DER STANDARD, 31.3./1.4.2012)
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sicherlich nicht so (wobei ich ihnen sicherlich auch des öfteren missstände aufzeige), aber die stellen sich auch nicht in den wald und schießen aus spaß auf lebewesen!
und zu behaupten, dass sei dann auch noch tierschutzgerecht...dazu fehlt mir jedes verständnis!!!
für mich sind tiere oft viel mehr wert als einzelne mensch...jäger!
Aber ich finde es feig, wenn Menschen die Jagd verteufeln, sich jedoch im Supermarkt billiges Fleisch kaufen. Die Bedingungen unter denen diese Tiere sterben müssen ist um ein Vielfaches schlimmer als die Jagd mit ihren Folgen für die Tiere. Hinzu kommt, dass die Wildtiere frei leben dürfen. Das ist tierschutzgerechter. Dem kann man übrigens auch das Schicksal jener Wildtiere gegenüberstellen, die von Raubtieren getötet werden (und mit der Anwesenheit dieser leben müssen) oder die verhungern weil es zuviele sind. Ist das irgendwie besser???
ich kenne einige jäger, die ihr ganzes haus voll mit tierleichen schmücken...im jahr ein paar mal auf jagdurlaub nach russland, ungarn, slovenien oder sonst wo hinfahren...ist das normal, frag ich sie??? außerdem wird das fleisch der wildtiere nur selten gegessen...die jäger sind nur auf ihre trophäen scharf!!! und auf ihre vorherige frage noch mal zurück zu kommen...ja, ein jäger ist für mich ein mörder!!!
im tarnanzug einen auf rambo machen. is ja auch zu lustig, die tiere schiessen naemlich nicht zurueck.
"tierschutzgerechte Jagd" ist wie "bomben fuer den frieden"- ein paradoxum.
man sollte diese feiglinge sich gegenseitig jagen lassen, wie in "hunger games". damit sie auch mal die andere seite einer jagd erleben duerfen.
"artengerecht", versteht sich.
Aber ich verstehe Menschen, die Tiere oder tierische Produkte essen sowas von gar nicht, wenn sie die Jagd im allgemeinen kritisieren. Schon mal gesehen, wie es an einem Schlachthof zugeht? Wie wäre es wenn sich Fleischfresser mal gegenseitig auffressen - so wie in irgendwelchen Zombiefilmen. Damit sie auch mal die andere Seite des Fleischkonsums erleben!
nicht freischalten unseres postings.
nochmal: wir als sportschützen sind massiv GEGEN die einführung der bogenjagd, da die tiere nicht sofort sterben sondern noch 50 bis 100 meter weiterlaufen (bei guten treffern) und bei schlechten treffern nur verwundet werden.
beim gewehr töten "notfalls" auch schlechtere treffer wegen der übermäßig hohen energie der kugel.
mfg, ihr bürgerüberwachungsservice
entgegen der weitverbreiteten Meinung tötet auch ein guter Büchsenschuss nicht immer sofort, Fluchtstrecken an die 100m Meter hat jeder Jäger auch beim ideal platzierten Büchsenschuss schon erlebt. Hingegen ist aber ein "Streifschuss" mit dem Bogen für gesundes Wild nahezu kein Problem (wie eine reine Schnittwunde), andererseits zieht ein Streifschuss einer Büchse durch die massive oberflächliche Gewebezerstörung weitaus schlimmere Folgen nach sich!
Ändert nichts daran, dass ich eine Abneigung gegenüber Leuten habe, die als Hobby Viecher abknallen, egal mit was. Wenn ich mir dann auch noch ansehe, was für Ungustln wie Platter, Pröll oder Mensdorff-Pouilly dieser Tätigkeit nachgehen, sehe ich mich noch mehr bestätigt.
Ohne die Jagd an sich zu bewerten - das Argument GEGEN die Bogenjagd ist genau ihre Schwierigkeit, auch wen nsie die Jagd "sportlicher" macht.
Da die Gesetzgebung verlangt dass die Tötung von Tieren ohne dem Zufügen von "ungerechtfertigtem" Leid passieren muss ist jede Jagdwaffe die es dem Jäger erschwert einen sofort tödlichen Schuss zu setzen abzulehnen.
natürlich ist es für den Büchsenjäger einfacher auf große Distanzen zu schiessen, jedoch sind dann Fehlschüsse genauso wie bei der Bogenjagd mit steigender Entfernung wahrscheinlicher. Heute werden viele Büchsenjäger durch immer modernere Waffen, Optiken und Munition zu unwaidmännischen Weitschüssen verleitet!
wäre so sicher schwieriger - käme dem Jäger-Image
zugute.
Degenerierte Waidmänner wie der Mensdorf Pfui hätten bald keine Lust mehr am Jagen. (Ist ja für jene bestimmte Leute nur eine reine Anlehnung an einer "postfeudalen" Gebarung - da nehme ich den Herrn Platter nicht aus)
Wer gegen die Jagd propagiert setzt sich automatisch für Tierfabriken ein!
Die Jagd ist eine weltweite Nahrungmittelsindustrie welche höherwertigeres und gesünderes Fleisch auf den Teller bringt als irgend eine Massenproduktion.
Wie schon weiter unten angemerkt, sie drucken da ein haltloses G'schichterl.
Der Übergang von Jäger/Sammler-Gesellschaften zu sesshaften Viehzucht/Landwirtschaft-Betreibenden begann vor rund 17.000 Jahren und ist schon laaange fast weltweit vollzogen. Außer bei, im Vergleich zur Weltbevölkerung, winzigen Naturvölkern im Amazonasbecken, auf Neuguinea u.ä. wird nirgendwo mehr vorrangig zum Nahrungserwerb gejagt. Von der Jagd als "weltweiter Nahrungsmittelindustrie" zu phantasieren zeugt schon von gewaltiger Realitätsverweigerung.
Schon mal Bilder/Filme von an den Hinterbeinen aufgehängten Rindern gesehen, die - wegen nicht richtig erfolgter Betäubung - hilflos herumzappeln und die dann einfach noch bei Bewußtsein zerteilt werden? Was in großen SChlachthöfen Alltag ist, werden sie bei der Jagd nicht finden. Aber: Wildfleisch ist zu teuer, also sind wir gegen die Jagd und Fleisch aus der Massenhaltung/-schlachtung fressen wir jeden Tag also reden wir nicht drüber !?!???
als sportbogenschütze kann ich nur davon abraten, mit pfeil und bogen zu jagen. das tier ist nicht, wie bei einer kugel die einen großen "overkill" faktor hat, sofort tot, sondern läuft noch mindestens 50 bis 100 meter (bei sehr gutem treffer) oder bleibt überhaupt am leben (bei nicht ganz so gutem treffer).
das ist pure tierquälerei und sollte nicht erlaubt werden.
wers nicht glaubt, bitte auf YOUTUBE nach LUMENOK SHOTS suchen, erstes video. einfach nur brutal.
mfg, ihr bürgerüberwachungsservice
Es macht keinen Unterschied, ob Wilderei oder Jagd aus Jux und Tollerei.
Es sind die selben niederen Motive des Jägers. Ein Begriff, der eigentlich nicht mehr passt, eigentlich müsste es heißen "Killer", "Mörder" was auch immer. Die Jagd diente der Nahrungsbeschaffung; die heutige "Jagd" dient nur mehr dem Lustgewinn, irgendwetwas wehrloses abzuballern.
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