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vergrößern 500x329In der Anti-Doping-Agentur sind Gernot Schaar (li.) und Geschäftsführer Andreas Schwab passé.
Wien - "Meine Funktionsperiode läuft bis August 2012. Und die habe ich vor zu erfüllen. Dafür werde ich kämpfen", sagt Gernot Schaar dem Standard. Der Leiter der Rechtskommission der Nada wurde am Freitag während eines Vortrags in Salzburg von seiner Amtsenthebung informiert. Ein Zuhörer im Plenum war so freundlich. Er las das vor, was es zu Mittag schon auf alle Online-News-Seiten geschafft hatte.
Nada-Geschäftsführer Andreas Schwab hatte in einer kurzen Aussendung bekanntgegeben, sein Dienstverhältnis einvernehmlich aufzulösen. Gleichzeitig mit diesem Schritt teilte der Steirer mit, dass die Mitglieder der Rechtskommission "enthoben werden, um weiteren Schaden für die Nada Austria und die Rechtskommission im Zusammenhang mit dem Fall Christian Hoffmann zu vermeiden". Schaar wurde von diesem Schritt vorab nicht informiert. "Schwab kann die Rechtskommission nur aus einem gewichtigen Grund ihres Amtes entheben. Den muss er uns erst einmal sagen. Wenn haltlose und diffamierende Anschuldigungen ausreichen, uns zu entheben, dann weiß man, wie es um unsere Rechtsstaatlichkeit bestellt ist", sagte der Rechtsanwalt.
Wie berichtet, hat sich nach dem Skandal um eine möglicherweise illegal mitgeschnittene Dopingverhandlung Sportminister Norbert Darabos (SP) der Sache angenommen. Ex-Langläufer Christian Hoffmann, wegen Dopings für sechs Jahre gesperrt, hatte ein abgeschriebenes Tonprotokoll von Teilen seiner Verhandlung am 5. Dezember des Vorjahres Medien zur Verfügung gestellt. Einige veröffentlichten daraus Zitate, die die fünf Mitglieder der Rechtskommission in ein verheerendes Licht rückten. Auch der Standard ist im Besitz des Dokuments. Stimmen die Mitschriften, gaben die vier anwesenden Herren sexistische Aussagen zum Besten, die Urteilsfindung wird von inkompetenten und unprofessionellen Äußerungen begleitet.
"Das Protokoll ist nicht authentisch", sagt Schaar. "Ich bin Anhänger von jovialen Ausdrücken. Aber ich weiß, dass ich gewisse Formulierungen niemals verwenden würde." Hoffmanns Anwalt Hans-Moritz Pott will den ganzen Tonmitschnitt vorerst nicht veröffentlichen. Schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein, müsste dieser aber vorgelegt werden. Darabos verlangte vom Nada-Kuratorium bis Freitag einen Bericht. Die Aktionen, die Schwab just an diesem Freitag setzte, goutierte der Minister ausdrücklich. "Einen personellen Neustart bei der Nada halte ich im Interesse des Kampfes gegen Doping für den richtigen Schritt. Unabhängig von der Frage, ob die Tonbandaufzeichnung rechtmäßig zustande gekommen sei", habe die Diskussion der Glaubwürdigkeit der Nada geschadet. Über die Authentizität des Protokolls verliert Darabos kein Wort.
In der Krone hatte Darabos die Dopingverhandlung der Läuferin Susanne Pumper vor der Nada-Rechtskommission, die noch am Donnerstag stattfand, als "sehr bedenklich" bezeichnet. "Die Rechtskommission ist nicht weisungsgebunden. Auch nicht dem Minister", sagt Schaar. "Wir durften in der Krone lesen, dass wir es besser sein hätten lassen sollen. Uns hat er nie etwas gesagt. Anscheinend wird unsere Unabhängigkeit vom Minister nicht ernst genommen."In den nächsten sechs Tagen soll eine Generalversammlung mit dem noch vorhandenen Rest der Nationalen Anti-Doping-Agentur einberufen werden, um den Nachfolgemodus zu regeln. Die vor Olympia geplanten Dopingtests sollen wie geplant stattfinden, gab das Sportministerium bekannt. (David Krutzler, DER STANDARD, 31.3./1.4.2012)
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es ist interessant den Grundtenor der hier herrscht mitzubekommen.
am ehesten fällt mir dazu ein Aussage von Bern Schuster der damals Real-Trainer war in einer Pressekonferenz ein: »Ich hätte auch gerne einen so privilegierten Job, alles kritisieren zu dürfen, ohne von irgendetwas eine Ahnung zu haben!"
Nur dass sich die Österreicher mal wieder einzigartig doof anstellen!
Doping ist zu 90 Prozent Politik!!! Sportler von grossen Nationen werden da geschützt und gehegt!!
Ich bin der Meinung die meisten Sportler die sich im Dopingsumpf verlieren, sind mit Sicherheit genausoviel Opfer wie Täter.
Opfer und keine Sünder ertappt.
Systematisches Doping ist absolut sicher vor Kontrollen. Erwischt wird man fast immer aus Nichtwissen (Im Dschungel der zulässigen Medikamente kann sich schon mal ein Hausarzt verlaufen), Pech (Knauss) oder weil man sich einen Joint reinzieht (Goldberger, Ulrich).
marion jones ist das beste beispiel für ein opfer!
zuerst zwang man sie, sich von ihrem mann zu trennen (offensichtlich um sie besser vermarkten zu können), dann hat man sie geopfert. als ob das nicht schon genug gewesen währe, hat man sie auch gleich noch restlos vernichtet. die usa hatten ihren prominenten dopingfall und die anderen sportler (lance armstrong, carl lewis .... ) konnten im geschützten bereich fröhlich weiter dopen.
würde jemand vom marion jones sammeln, ich würde etwas spenden.
dass noch nie marathon-spitzenläufer wegen doping überführt wurden, obwohl hier auch schon sehr viel geld im spiel ist, die selben manager und sportärzte und berater fuhrwerken. ob das vielleicht damit zusammenhängt, dass die von der UNO finanzierte WADA sich nicht mit schwarzafrikanischen ländern anlegen will und deshalb lieber sportler in industrieländern verfolgt? es ist schon auffällig, dass die häufigsten doping-ermittlungen in sportarten (rad, ski-nordisch) vorkommen in denen fast ausschließlich europäer und amerikaner vorne sind.
die haben wahrscheinlich was anderes als Radfahrer.
EPO z.B. hilft bei den Radfahrern, da sind die Muskeln der begrenzende Faktor.
Bei den Langstreckenläufern ist eher das Knochengerüst mit Sehnen etc. das Problem.
Irgendwas ist jedenfalls bei den Marathonläufern im Gange wenn man sich die Leistungsexplosion 2011 anschaut.
Da hat es ja neue Weltrekorde und Streckenrekorde wie am Fließband gegeben. (Berlin, Boston, Rotterdam, Frankfurt, Dubai,....)
Wissen S, das Problem ist, dass so eine Dopingprobe binnen weniger Stunden in einem Labor landen muss und es so ein Labor in Afrika nirgendwo gibt. Man müsste also die Dopingprobe eines afrikanischen Sportlers tiefgekühlt mit Blaulicht zum nächsten Flughafen bringen, wo sie ein Flieger sofort nach Europa bringt und dort wieder mit Blaulicht... Dazwischen könnte viel geschehen und was, wenn das Trainingslager nicht in Nähe eines Flughafens ist? Dopingkontrollen in Afrika oder auch auf Jamaika? Unmöglich!
des Dopingsystems. Warum werden in Österreich Radfahrer häufiger "erwischt" als Skifahrer? Skifahren ist in Österreich wichtig (Tourismus), daher dürfen die Helden 6 Wochen nach einer OP aussehen wie Bodybuilder und ein DDR Trainer im Leistungszentrum seine Bergerfahrung breitttreten.
Dafür werden Schachspielerinnen auf Hobbyniveau schikaniert ... Die Brut gehört ersatzlos abgeschafft, dem Profisport die Förderungen entzogen. Wenn echte Profis dopen wollen, geht mich das genauso viel an, wie wenn sich Madonna vorm Konzert was reinzieht, wenn mir die Musik gefällt, ists mir wurscht.
So heisst die österreichische Hobbyschachspielerin, die eine 2-jährige "Doping"sperre bekommen hat. Ihre tragisch-lächerliche Geschichte bitte selber nachgoogeln!
IMHO ist der "Kampf gegen das Doping" genauso ein lächerliches und zutiefst verlogenes Ablenkungsmanöver des IOC von seiner eigenen zutiefst korrupten Geldgier wie das weiland der Tanz um das goldene Kalb des "Amateurstatus" (Karli Schranz und Avery Brundage lassen grüßen!) war.
Anscheinend braucht das IOC immer so eine Bühne, (früher Amateurstatus, heute Doping), wo man die eigene puristische Reinheit des Sports zelebrieren kann und sich komfortabelst Feindbilder aufbauen lassen ("Dopingsünder") und dann mit großem Trara diese reine Tugend verteidigt wird (Kampf dem Doping
als Ex-Schachspieler ...
Wobei ich ziemlich sicher bin, dass bei einem durchschnittlichen Hobbyschachturnier die Nada viele erwischen würde, bei der Anzahl alter Leut, ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwer irgendwelche Medikamente nimmt, die auf irgendeiner Liste stehen, schon hoch.
Nur hat es halt mit Doping nix zu tun. Warum (Pseudo-)Ephedrin (was bei mir im Winter gegen Schnupfen hilft, mich aber sicher nicht im Sommer am Radl über die Berge schiebt) als Dopingmittel gilt bzw. galt (Regeln ändern sich jährlich), bleibt mir schleierhaft, out of competition ist das Zeug nicht leistungsfördernd.
Hauptsache die Raucher und Trankler - die 10.000e pro Jahr töten - bleiben unverfolgt.
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