ADHS wird zu häufig diagnostiziert

30. März 2012, 12:22
  • Da der ADHS-Prototyp männlich ist, werden insbesondere bei Buben deutlich mehr Fehldiagnosen gestellt.
    foto: reuters/ali jarekji

    Da der ADHS-Prototyp männlich ist, werden insbesondere bei Buben deutlich mehr Fehldiagnosen gestellt.

Die Diagnose ADHS wurde in den vergangenen Jahrzehnten schon fast inflationär gestellt - Viele Mediziner halten sich nicht an die Diagnosekriterien, zeigt eine Befragung

Bochum - Was Experten und die Öffentlichkeit schon lange vermuten, belegen Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Basel erstmals mit repräsentativen Daten: ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, wird zu häufig diagnostiziert. Psychotherapeuten und Psychiater für Kinder und Jugendliche fällen ihr Urteil offensichtlich eher anhand von Faustregeln statt sich eng an die gültigen Diagnosekriterien zu halten.

Insbesondere bei Buben werden deutlich mehr Fehldiagnosen gestellt. Dabei spielt es auch eine Rolle, ob der Mediziner männlich oder weiblich ist, teilt die Ruhr-Universität Bochum einer Aussendung mit. Die Studienergebnisse wurden im amerikanischen "Journal of Consulting and Clinical Psychology" sowie in der deutschen Fachzeitschrift "Psychotherapeut" veröffentlicht.

Mehr Fehldiagnosen bei Buben

Befragt haben die Forscher knapp 500 Kinder- und Jugendpsychotherapeuten und -psychiater bundesweit. Sie erhielten je eine von vier unterschiedlichen Fallgeschichten, sollten eine Diagnose stellen und eine Therapie vorschlagen. In drei der vier Fälle lag anhand der geschilderten Symptome und Umstände kein ADHS vor, nur ein Fall war mit Hilfe der geltenden Leitlinien und Kriterien eindeutig als ADHS diagnostizierbar. Die vier verschiedenen Fallgeschichten wurden jeweils mit Buben und Mädchen vorgelegt, daher mussten die Befragten Mediziner insgesamt acht verschiedene Fälle beurteilen. Daraus ergab sich bei je zwei gleichen Fallgeschichten ein deutlicher Unterschied: Leon hat ADHS, Lea nicht.

Entscheidungen nach dem "Prototyp"

Viele Kinder- und Jugendpsychotherapeuten und -psychiater stützen sich bei der Diagnose eher auf Faustregeln und entscheiden nach prototypischen Symptomen. Der Prototyp ist männlich und zeigt Symptome von motorischer Unruhe, mangelnder Konzentration oder Impulsivität. Die Nennung dieser Symptome löst bei den Diagnostikern in Abhängigkeit vom Geschlecht unterschiedliche Diagnosen aus. Treten diese Symptome bei einem Jungen auf bekommt er die Diagnose ADHS, die identischen Symptome bei einem Mädchen führen jedoch zu keiner ADHS-Diagnose. Es spielt aber auch eine Rolle, wer die Diagnose stellt: Mann oder Frau. Männliche Therapeuten diagnostizierten signifikant häufiger ein ADHS als weibliche.

Inflationäre Diagnosen

Fast schon inflationär hieß es in den vergangenen Jahrzehnten bei den "Zappelphilipps" und schwierigen Kindern: Diagnose ADHS. Zwischen 1989 und 2001 stieg die Anzahl in der klinischen Praxis um 381 Prozent. Die Ausgaben für ADHS-Medikamente haben sich in einem vergleichbaren Zeitraum von 1993 bis 2003 verneunfacht - beispielsweise für das leistungssteigernde Methylphenidat.

Wenig Beachtung in der Forschung

Nimmt man nur diese Zahlen, so ergibt sich ein erhebliches Forschungsdefizit. "Dem großen öffentlichen Interesse steht eine bemerkenswert geringe Basis an empirischen Studien zu diesem Thema gegenüber", sagen die Studienautorinnen Silvia Schneider und Karin Bruchmüller. Gab es in den 1970er und 1980er Jahren einen gewissen Aufschwung in der Untersuchung von Häufigkeit und Ursachen von Fehldiagnosen, beachtet die Forschung dies seitdem kaum noch. Die aktuelle Studie zeigt: Um eine falsche Diagnose bei ADHS und eine vorschnelle Behandlung zu verhindern, ist es entscheidend, sich nicht auf seine Intuition zu verlassen, sondern sich klar an den festgelegten Kriterien zu orientieren. Das gelingt am besten mit Hilfe von standardisierten Befragungsinstrumenten, zum Beispiel diagnostischen Interviews. (red, derStandard.at, 30.3.2012)

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... eher anhand von Faustregeln als sich an Diagnosekriterien zu halten.

Interressant. psychologische Diagnostik nach den Zufallsprinzip. willkürliche formulierte, mitunter auch gelangweilte, Deutungshoheit also, die erst einmal in Diagnose und Therapie gegossen, apodiktischen Charakter hat und Kind/Person gesellschaftl. und sozial ein Leben lang "begleitet." Ein Martyrium mitunter ausgelöst von gestressten (unreifen?) Eltern oder Institutionen. Eine individuelle (nicht genormte) Entwicklung umgehend = P.Störg. = Erkrankung, und wird auf der Basis von Authentizitätsverleugnung somit unmöglich gemacht.

überdurchschnittlicher anteil an 'ritalin-eltern'

sind weiblich alleinerzieherinnen die ihre kinder nicht packen, wthf

Dieses "Wissen" haben Sie woher?

Hauptsache Godesberg

zitiert wikipedia und esowatch.
...und dazwischen schwindlige Pharmastudien, deren Fokus statistisch so verblenet ist, dass sie kein normal sterblicher mehr lesen will und Größenverhältnisse so dargestellt werden, als würde immer gleich die Welt untergehen - haarsträubend.

Ich weiss nicht wirklich was mir unheimlicher ist - der bewusst realitätsentfremdete evidence based Kontrollwahn oder der ganze Eso HokusPokus.

Na zumindest geben sie zu, Studien nicht zu verstehen...

Fast hätte ich das mit konkreter Kritik verwechselt!

Was haben Sie gegen wikipedia und esowatch?

Grade bei diesem Thema muss man höllisch aufpassen, dass man nicht ungefiltert Argumente von Scientology übernimmt. Da würden sich einige doch arg erschrecken, dass man ihre Aussagen 1:1 beim KVPM findet.

Dazu mal dieser Link, wenn Sie mal Zeit haben:
http://www.ingo-heinemann.de/Ritalin.htm

oh mein Gott

Sie sollten sich wirklich nicht allzu viel von diesem Zeug im Netz reinziehen, das ist ja wirklich ziemlich paranoid.
Sie scheinen echt zuviel Zeit zu haben, um auf irgendwelchen schwindigen Seiten herumzusurfen und den Untergang herbeizusehnen. Gehen Sie raus Mann, pflücken sie mal ein paar Blumen zur Abwechslung und vergessen Sie die Vogelgrippe, ADHS und die HPV-Stämme, die Sie in sich tragen. Und sagen Sie ihrem Arbeitgeber, er soll die Gehirnwäsche rückgängig machen.

Jep. Ignoranz ist auch eine Lebenseinstellung.

Auch ein Weg mit so etwas umzugehen.

SC freut sich über Schafe wie Sie.

Dass die "Schafe" nicht auf "esowatch.com" "hören", liegt daran, dass diese Schmähkritik-Seite höchst unwissenschaftlich und fanatisch-mystischer Materialismus ist. Außerdem müssen sich die Betreiber jetzt wegen der Dauerbeleidigung vor einem deutschen Gericht verantworten, siehe "eselwatch.com" und "esowatch.de". Noch dazu haben die Betreiber keine Probleme auf einem anonymen Kinderp_rn_grafiehoster zu hosten.

Ja. Sie sind auch so ein Schaf.

Schauen wir mal in die Tipps von Eselwatch: http://www.eselwatch.com/index.php... title=Tips

"Weisen Sie in Forendiskussionen immer ... darauf hin, dass ... auf Servern gehostet wird, die auch anonyme Pädophilen-Webseiten weltweit verbreiten. Die Esowatch-Betreiber sind in dieser Hinsicht mit Pädophilen auf eine Stufe zu stellen. Das Argument: "Wer Esowatch gut findet, findet ja möglicherweise auch Pädophile gut."

Das haben sie ja schon einmal ganz gut gemacht. Jetzt gucken wir mal, wie es wirklich aussieht:
http://www.izgmf.de/scripts/f... p?id=43950

Wer sind denn nun die Guten und wer die Verleumder? Das sollten Sie mit diesen Informationen beantworten können.

Hier können Sie mal gucken, was so alles gemeinsam gehostet wird:
http://www.yougetsignal.com/tools/web... eb-server/

Die IP von Eselwatch: 109.235.249.88

Die IP von Esowatch: 95.0.239.23

Sie können nun selbst feststellen, dass der Autor von Eselwatch offensichtlich lügt und mit einer Verleumdung punkten will. Das wird noch peinlicher, wenn man sich ansieht, mit was für Seiten sein Angebot gemeinsam gehostet wird.

Ich wiederhole: eine tolle Quelle haben Sie da!

1. Was haben Sie konkret an dem esowatch-Artikel über die Ritalinkritik auszusetzen: http://www.esowatch.com/ge/index.... linkritik? Können Sie benennen, was an dem Text "höchst unwissenschaftlich" und "fanatisch-mystisch" ist?

2. Könnten Sie mal bitte sagen, wann und wo sich die Betreiber "vor einem deutschen Gericht verantworten" müssen? Ich leite das dann weiter - den Termin wollen die bestimmt nicht verpassen.

3. Esowatch wird im Gegensatz zu Eselwatch nicht gemeinsam mit zweifelhaften Angeboten gehostet. Das können Sie ja mal recherchieren. Viel Vergnügen!

4. Der Betreiber von Eselwatch hat kein Problem damit, die Kinder fälschlich Verdächtiger körperlich zu bedrohen.

Tolle Quelle haben Sie da, mich wundert nichts mehr.

Der anonyme "esowatch.com"-Hoster

Hoster:
Ankara - Ankara - Turk Telekomunikasyon Anonim Sirketi, IP: 95.0.239.23
Interessant auch wer sich sonst unter dieser IP-Adresse tummelt, wahrscheinlich derselbe Managed Server:
http://whois.domaintools.com/95.0.239.23
Der Betreiber ist ja laut verfügbaren Informationen privater Programmierer.
Domain:
Und, die Domain ist anonym in Hong Kong registriert.

Fakt ist, dass "esowatch.com"-Schmähkritik betreibt, beleidigt, die Fakten verdreht, und sich deshalb auf anonyme Registrierung und Hoster zurückzieht.
Erst zu nehmen deshalb gar nicht, sondern als Sumpfblüte einzuordnen.

Grüsse

Sie schreiben: "Fakt ist, dass "esowatch.com"-Schmähkritik betreibt, beleidigt, die Fakten verdreht..."

Ich würde mal sagen, Sie sind derjenige der Schmähkritik betreibt, beleidigt und Fakten verdreht, indem Sie ohne Überprüfung behaupten, dass esowatch.com zusammen mit Kinderpornographie gehostet wird. Das ist nachweislich falsch. Unter der gleichen IP-Adresse finden sich nur weitere Skeptikerseiten.

Im Gegensatz dazu wird die Seite, von der Sie den Tipp bekommen haben, esowatch.com auf diese Weise zu verleumden, zusammen mit reichlich kruden Sexseiten gemeinsam gehostet.

Sie haben mit ihrem Verhalten genau erklärt, warum die esowatch-Leute anonym bleiben wollen. Der Eselwatch-Betreiber lügt mit offenem Visier und Sie verbreiten diese Verleumdungen. Glückwunsch!

Schon schwer, wenn "esowatch.com" unter den Füßen wegbricht. Bedauernswert für ihre Weltanschauung dort abholende, aber es war zu erwarten.

Schmähkritik: jeder normale kann das esowatch.com-Gedöns als solches einordnen. Mit fundierter Kritik hat das dort nichts zu tun.
Dass Sie einen als "Schaf" bezeichnen, wenn man eine andere fundierte Erfahrung und Meinung hat, passt voll zu dieser Art der Schmähkritik und Beleidigung.

Es ist gut, dass der irrationale Aufschrei der sich in der Anonymität wähnenden "esowatch.com"-Genossen sich nun an "esowatch.de" und "eselwatch.com" abarbeiten kann.

Die Ritalin-Kritik ist leer - und zu erwarten ist sowieso nur der alberne Stuss der "esowatch.com"-Genossen.

Fakt ist, dass Sie sich beide Seiten angesehen haben und eselwatch offenbar für seriöser halten als esowatch.
Fakt ist außerdem, dass Sie ungeprüft Verleumdungen von Eselwatch verbreiten.
Fakt ist weiterhin, dass Sie nicht mal in der Lage sind, einen offensichtlichen Fehlgriff einzugestehen.

Das alles sagt viel über Sie aus.

Sehr viel Mühe, von der Schmähkritik der "esowatch.com"-Seite abzulenken.

Innerhalb dieses mystisch-materialistisch fanatischen Betreibens können Sie nicht mehr vorstellen, dass die "Schafe" - genauso eine Schmähung - sich genauso eine fundierte Meinung bilden.

Diese Gesinnungsgenossen will niemand mehr hören, da fast nur negativ, meistens persönlich beleidigt, Fakten verdreht, andere Art der Weltsicht als unmöglich/falsch/krank/"schafbedingt"/etc. abwertet, gar nicht bereit Fakten außerhalb dieses Weltbildes wahrzunehmen ist.

Es ist anerkennenswert, dass Sie ohne Erfahrung z.B. mit ADHS, sich eine Meinung bilden, allerdings ein persönliches Scheitern, dass Sie nicht die Ansicht und Erfahrung anderer anerkennen können und sofort beleidigen.

Fakt ist, dass Sie hier verleumden. Das kann jeder nachlesen. Sie sollten das auch geschafft haben. Sie behaupten wahrheitswidrig, dass esowatch zusammen mit Kinderpornographie gehostet wird.

Ihre Reaktion ist nicht etwa ein Eingestehen dieses offensichtlichen Fehlgriffs, sondern eine dummdreiste Verteidigung.

Und Sie haben auch immer noch nicht erklärt, wo in dem esowatch-Artikel über die Ritalinkritik Fakten verdreht werden, geschmäht oder gelogen wird.

Es geht um den Hoster, nicht die IP-Adresse.
Bedeutender Unterschied.

Mediaon verbietet das Hosting von solchen Seiten.

Gut zu wissen von einem anonymen Hoster...

Dass der Hoster ein Anonymitätshoster ist, das ist der Unterschied.

Ihnen ist klar, dass Eselwatch beim gleichen Hoster liegt wie esowatch?

Ich finde es auch legitim anonym bleiben zu wollen. Die beste Begründung hat der Betreiber von eselwatch (bzw. Promedwatch) selbst geliefert, als er den Kindern eines fälschlich verdächtigten Esowatchlers gedroht hat. Dazu haben Sie sich übrigens auch noch nicht geäußert.

Das Gesetzt verbietet Schmähkritik, so wie es die "esowatch.com"-Genossen betreiben.

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