63 Festnahmen bei Anti-Mafia-Operation

Ermittlungen gegen 250 Personen - Sieben mafiöse Organisationen im Visier der Fahnder

Rom - Im Rahmen einer großangelegten Anti-Mafia-Operation in der süditalienischen Region Kalabrien sind am Freitag 63 Personen festgenommen worden. Ermittlungen laufen gegen 250 Personen. Sie werden für mehrere Morde in den Jahren 1999 bis 2004 verantwortlich gemacht, als eine Fehde unter rivalisierenden Clans der 'Ndrangheta, der Mafia in Kalabrien, im Gange war. Sie war wegen Fragen um die Kontrolle illegaler Geschäfte ausgebrochen.

Die Razzia richtete sich gegen sieben 'Ndrangheta-Clans, die auf illegale Weise millionenschwere öffentliche Bauaufträge erhalten hatten. Die Mafiosi wurden in Kalabrien und in Norditalien festgenommen. 500 Polizisten und Carabinieri waren bei der Razzia im Einsatz. Im Rahmen der Operation wurden auch Immobilien im Wert von 15 Millionen Euro beschlagnahmt.

Die kalabrische 'Ndrangheta gilt in Ermittlerkreisen als die derzeit schlagkräftigste der großen italienischen Mafia-Organisation. Die drei anderen Mafiagruppen sind die Camorra in Neapel, die Cosa Nostra aus Sizilien und die kleinere Sacra Corona Unita aus Apulien. (APA, 30.03.2012)

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