Wie die Exekutive die iPhone-Sperre in zwei Minuten knacken kann

Software XRY ermöglicht Exekutivorgangen Zugriff auf iPhones von Verdächtigen

Eine Standard-Sicherheitsmaßnahme, die viele iPhone-Besitzer nutzen, ist die vierstellige Passcode-Eingabe für die Bildschirmsperre. Damit sollten die gespeicherten User-Informationen theoretisch abgesichert sein. Einem "Forbes"-Bericht zufolge können Exekutivorgane die Code-Abfrage am iPhone aber umgehen. Zwei Minuten reichen aus, um Zugang zum gesamten privaten Datenmaterial auf den Geräten zu bekommen. 

Kunden wie Polizei und Militär

Im Gegensatz zu bisherigen Schädlingen in iOS, mit denen ebenfalls der Code umgangen werden konnte, nutzt die Exekutive ein spezielles Programm von Micro Systemation. Das schwedische Unternehmen verkauft seinen Kunden wie Polizei und Militär Tools, die ihnen Zugang zu Geräten von verdächtigen Personen ermöglichen. 

Software XRY

Die Software nennt sich XRY und kann die aus Zahlen bestehende Passwortsicherung von iOS und Android knacken, die Daten an den PC schicken und vertrauliche Informationen wie GPS-Ortsdaten, Kontakte und Nachrichten auslesen. Dabei nutzt XRY keine "Hintertür-Schwachstellen", sondern sucht nach Sicherheitslücken in der Software des Apple-Smartphones. Laut BGR ist die Software nicht immer erfolgreich. Wer den unberechtigten Zugriff erschweren möchte, kann beispielsweise die Zahlenkombination verlängern.

Das Video, das dazu von Micro Systemation auf Youtube hochgeladen worden war, wurde inzwischen entfernt. (ez, derStandard.at, 30.3.2012)

Share if you care