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vergrößern 500x394Frage: Wie groß ist die Explosionsgefahr auf der Plattform?
Antwort: Experten von Total, dem Betreiber der betroffenen Plattform, und der britischen Regierung halten es für unwahrscheinlich, dass es zu einer Explosion kommt. Zwar brannte am Donnerstag nach wie vor eine Fackel auf der Förderplattform - allerdings befindet sich die Flamme etwa 90 Meter über dem Meer. Auf der Nordsee weht fast immer Wind, der das Gas derzeit von der Flamme wegweht, die Windrichtung soll sich in den kommenden Tagen nicht ändern. Auch Jurrin Westerhof, Energiesprecher von Greenpeace Österreich, hält eine Explosion für unwahrscheinlich. Sollte es doch zu einer kommen und die Bohrinsel zerstört werden, würde das das Abdichten des Lecks erheblich erschweren.
Frage: Warum brennt auf der Plattform immer noch eine Flamme?
Antwort: Über die Fackel wird Gas verbrannt, das sich in der Anlage gesammelt hat. Es sei ein "essentieller Bestandteil des Sicherheitssystems", dass die Flamme weiterbrennt, meint Total. Auch Herbert Hofstätter, Experte für Öl- und Gasförderung an der Montanuni Leoben, hält die brennende Fackel für sehr wichtig - sie würde die Explosionsgefahr eher verringern als vergrößern, weil sich sonst immer mehr Gas in der Bohrinsel sammeln könnte, was die Explosionsgefahr deutlich erhöhen würde.
Frage: Wie reagiert Total und wie kann das Leck geschlossen werden?
Antwort: Am Donnerstag erreichten drei Löschschiffe den Rand der Sperrzone. Eines der Schiffe ist mit einem Unterwasser-Roboter ausgestattet, um den Meeresgrund um die Plattform zu erkunden. Schiffe dürfen sich wegen der Explosionsgefahr der Plattform derzeit nur auf 3,7 Kilometer nähern, Flugzeuge müssen 4,8 Kilometer Abstand halten. Wie das Leck gestopft werden soll, ist unklar. Es gibt es zwei Möglichkeiten: Erstens kann es von oben mit speziellem Schlamm geschlossen werden. Andererseits könnte das lecke Rohr angebohrt und das Gas so umgeleitet werden. Das würde allerdings Monate dauern.
Frage: In manchen Medien war die Rede von "Giftgas", das austritt. Um was für ein Gas handelt es sich?
Antwort: Total hat die genaue chemische Zusammensetzung bisher nicht veröffentlicht. Es handelt sich aber um normales Erdgas, das zum Großteil aus Methan besteht. Je nach Lagerstätte kommen noch bestimmte Mengen Ethan, Propan oder Butan dazu, sowie Verunreinigungen etwa durch Schwefelwasserstoff.
Frage: Besteht Gefahr für die Umwelt?
Antwort: Westerhof hält die Gefahr für gering. Das Gas steigt rasch in die Atmosphäre auf, Fische und Meerestiere sind also dadurch nicht gefährdet. Zwar ist Methan ein Treibhausgas, die austretenden Mengen sind aber laut Hofstätter vergleichsweise sehr gering - auch wenn nicht bekannt ist, um wie viel genau es sich handelt. Der Film auf der Wasseroberfläche ist Gaskondensat, also die schweren Bestandteile des Gases, die entsorgt werden sollten.
Frage: Wo liegt das Leck?
Antwort: Zwar ist das Meer dort, wo die Plattform steht, nur 90 Meter tief - die Gasvorräte liegen aber etwa 5000 Meter unter dem Meeresboden. Total vermutet, dass das Gas durch ein Leck in etwa 4000 Metern Tiefe austritt - aus einer Leitung, die bereits vor einem Jahr stillgelegt worden war.
Frage: Wie kam es zu dem Unfall?
Antwort: Das war am Donnerstag noch unklar. Die Leitungen könnten schlicht verrostet sein, sagte ein deutscher Geologe der Süddeutschen Zeitung. Sie könnten dann dem außergewöhnlich hohen Druck des Gasfeldes (etwa 1100 Bar) nicht mehr standgehalten habe.
Frage: Werden Unfälle in der Gas- und Ölförderung häufiger?
Antwort: Ja, meint Greenpeace. Das liege daran, dass die leicht erschließbaren Gas- und Ölvorkommen immer seltener werden und die Förderer gezwungen wären, schwer erschließbare Quellen anzuzapfen.Der aktuelle Fall zeige, dass die Konzerne auf Unfälle nicht vorbereitet sind. Die Nordsee gilt als relativ einfaches Fördergebiet: Wenn ein Zwischenfall schon hier solche Schwierigkeiten verursache, wie soll er erst in der Arktis unter Kontrolle gebracht werden? Zudem sind dort aufgrund der Kälte jene Mikroorganismen weniger aktiv, die Öl im Wasser abbauen. (tob, DER STANDARD, 30.3.2012)
Zahlungen zwischen 5,4 und 21 Milliarden Dollar erwartet
Konzern rechnet mit Kosten von 7,8 Milliarden Dollar
Wiederaufnahme der Gasförderung noch dieses Jahr
"Kulluk" hat mehr als eine halbe Million Liter Diesel und andere Ölprodukte geladen - Umweltschützer fordern Shell auf, Ölbohrpläne in der Arktis aufzugeben
Zehntausende Kläger warten noch auf Geld
Für Verschmutzung durch Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko
Expertenteam auf Plattform eingetroffen - "Keine direkte Verschmutzung des Meeres"
Zehn Jahre nach Prestige-Untergang startet nun Prozess - 250.000 Seevögel sind verendet - Staatsanwaltschaft fordert für den Hauptangeklagten zwölf Jahre Haft
Laut Regierungsbehörde bisher kein Öl an die Oberfläche gelangt
Schwere Umweltschäden durch lecke Pipelines: Ölkonzern bestätigt schlechte Wartung
Experten-Team soll Schadstelle untersuchen
Prüfung der Möglichkeit eines "well kills"
Britische Behörden: Gutachten zu Gefahren der Mission vorgelegt - Konzern will Leck zunächst mit Bohrschlamm verstopfen
Laut Total-Sprecher von selbst erloschen
Konzern Total verliert täglich eine Million Pfund an Einnahmen - Entlastungsbohrungen angedacht - Gaskondensat auf der Meeresoberfläche
Unterwasserroboter und vier Schiffe in der Nähe der havarierten Gasplattform - Leck in 4.000 Meter Tiefe geortet
Mehr unabhängige Kontrollen und Ausdehnung der Haftung gefordert
Anklagebehörde will zudem gerichtliche Suspendierung aller Aktivitäten des Konzerns im ganzen Land durchsetzen
Flamme kann nicht ferngesteuert werden und soll in den nächsten Stunden von selbst erlöschen
Informationen über das Ausmaß sollen verschleiert und die Beseitigung des Ölteppichs zu spät begonnen worden sein
EIN KRUG GEHT SO LANGE ZUM BRUNNEN, BIS ER BRICHT
BP
Fukushima
Ölplattform......
....die Liste lässt sich fortsetzen
Werden nicht so lange die Gefahren ignoriert BIS es zu einem Ausbruch kommt?
Das ist sicher ein Thema:
Sicherheitsvorschriften können von öffentlicher Seite nicht (leicht) erlassen werden bzw. wer bestimmt deren Inhalte (im öffentlichen Gewässer), überwacht deren Vorschriften, wie wird deren Nichteinhaltung sanktioniert?
Sicherheitsvorschriften kosten Geld. ... Unternehmen (gerade Börsennotierte) möchten Gewinne schreiben...
Immer werden Sicherheitsmängel, Systemslücken als Ursache angeführt.
Dann werden wir weiter mit der Sicherheit (der Menschheit) weiter spielen BIS es wieder einen Störfall gibt.
gibt es da - für die sich dann keiner mehr verantwortlich fühlt?
Das erinnert mich an die Atomkraft, nur ein paar Potenzen kleiner.
Die Rechnung zahlt irgendwann die Gesellschaft, die Gewinne sind längst eingestreift.
gebaut und wenn was ausserprogrammässiges passiert, weiss keiner, wie es weitergehen soll.
Da werden Menschenleben gefährdet, die Umwelt vergiftet und alle Verantwortlichen schauen ratlos zu.
Wie ist das, wenn man einen kleinen Gewerbebetrieb eröffnen will? Da gibts hunderte Auflagen, es machen dir alle Behörden das Leben schwer!
Und bei Bohrinseln, AKW gibts sowas nicht??
eine neue Agrar- und Ernährungspolitik Jetzt
Demonstration Freitag 30. März 2012
10h vor dem Lebensministerium (Stubenring 1, 1012 Wien)
12h vor dem Parlament
Initiatoren:
Global 2000, attac, Grüne Bäuerinnen und Bauern, Greenpeace, IG-Milch, ÖBV, UBV FIAN
Verantwortung übernehmen, nettes Event mit netten Leuten und politischer Message.
auf zahlreiches erscheinen, hofft euer artista
see you there
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