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Karl May war Thema des "Club 2", die Sendung zum Nachsehen: tvthek.orf.at
Ein Club 2 über Karl May? Ist das klug? Klingt etwas "overdone", selbst für den 100. Todestag des großen Fantasten. Gibt es überhaupt noch irgendwen, der jünger als 35 Jahre ist, und sich als Kind noch von Winnetou, Kara Ben Nemsi oder gar von Dr. Sternau, Held des frühen Lieferungsromans Waldröschen, entführen ließ? Bestimmt nicht viele. Gerade diese Frage, ob und wie Karl May für jüngere Leser abseits einer kulturwissenschaftlichen Beschäftigung interessant sein könnte, blieb auch ausgeblendet.
Ob ein Ich-Erzähler, der sich Old Shatterhand nennt und sich mit dem edelsten Exponenten eines aussterbenden Volkes verblutsbrüdert, einer Jugend in der Zeit nach Indiana Jones und Star Wars überhaupt noch Gewinnbringendes sagen kann? Autor Michael Köhlmeier und Philosoph Konrad Paul Liessmann und die anderen Kara-Ben-Nemsi-Kenner in den Club-Fauteuils erkannten die Bedeutung von Mays "ungeheurer Behauptung der Authentizität".
Mays Fantasiebegabung mag von seiner frühkindlichen Blindheit und den vielen Ungerechtigkeiten, die ihm widerfahren sind, provoziert gewesen sein. Mit der Konstruktion einer exotischen Fremde, in der der deutsche Kleinbürger der Held blieb, träumte er sich weg in eine Welt, in der alle seine Wünsche erfüllt wurden. Viele Leser folgten ihm.
Eigentlich fehlt ein TV-Format, in dem Themen aus Literatur und Kulturwissenschaften regelmäßig und ausführlich diskutiert werden. (Man müsste dann wohl eine Höchstquote für Liessmann-Auftritte festlegen.) Gäbe es so etwas, könnte sich der Club 2 auch besser (gesellschafts-)politischen Brennpunkten widmen. Die sollten seine Kernkompetenz bleiben. (Alois Pumhösel, DER STANDARD, 30.3.2012)
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Also warum dann ein Zauberlehrling in einer mittelalterlichen Burg - in der auch noch die schwarze Pädagogik der "public schools" fröhliche Urständ feiert - SO viel moderner sein soll als Karl May, da muß mir jemand erst einmal erklären.
Die Potter-Bände sind nun wirklich nicht im 21. Jhdt angesiedelt, geistig eher im 19.
Wo ist also der genaue Unterschied? Und wieso soll dann der eine modern sein und der andere nicht?
machen muss, dann verfasst's bitte entsprechende kommentierte Ausgaben!
Die z.B. auf die damaligen Vorstellungen, sowie Mays Einstellung und sein persönliches Leben erläutern. Und natürlich auf die Reiseromane und -berichte, derer er sich u.a. bedient hat.
Dann ist May auch heute noch so "jugendgeeignet" wie die letzten 100 Jahre.
er hat mehr als 100 Millionen Menschen zum Lesen gebracht und damit seinen Beitrag zur Bekämpfung des galoppierend um sich greifenden Analphabetismus geleistet. Allein dafür gebührt ihm schon der posthume Literaturnobelpreis, schätz ich amal.
Ich vergesse ja immer mehr, aber Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah werd ich noch am Sterbebett runterratschen können-wozu auch immer. May muss schon was gehabt haben, wenn man sich als Zehnjährige 70 Bücher reingezogen hat und unendlich viele schöne Stunden damit verbracht hat ;-)
War ebenfalls als Kind von May begeistert.
Der Grund warum ich ihn als Erwachsener nicht mehr lesen kann, ist:
Briten sind fast immer Spinner
Franzosen sind fast immer verschlagen
Deutsche sind immer edelmütig
Indianer sind ebenfalls edel aber auch ein bißchen schlicht (sofern sie nicht Schurken sind)
Amerikaner sind eher kulturlos und
Farbige sind gutmütig aber sehr einfältig.
"...einer Jugend in der Zeit nach Indiana Jones und Star Wars..."
Naja, zumindest Star Wars ist ja inzwischen auch schon sowas von 70ern und letztes Jahrhundert...;)
Ernsthaft: Karl May hat sich zweifellos seinen Platz in der Weltliteratur erkämpft, und insofern finde ich eine Betrachtung zu einen Jubiläum schon gerechtfertigt. Und den Club 2 nur auf gesellschaftspolitische Brennpunkte zu verengen würde IMO den Konzept der Sendung auch etwas entgegenlaufen. Er beschäftigt sich ohnedies oft genug damit. Aber immer? Es sollte auch Sendungen mit einen etwas breiteren Spektrum geben IMO.
JA! Und da bin ich im Bekanntenkreis nicht alleine!
Also als Kind hat er mir eindeutig besser gefallen . Und mir kann Keiner erzählen dass ein Mensch mit derart einfachem Schreibstil die Eigenheiten und die Begriffe der dortigen Kultur - in diesem Fall China - ohne einem Lexikon kannte . Mir kommen diese Erzählungen also eher wie Reizwortgeschichten vor - Sehr konstruiert und einfach gestrickt erzählt auch noch . Die heutige Jugend verpasst also nichts (Und Liessmann ist sowieso der Grösste . Ich würde gerne so reden können wie eine Mischung aus Liessmann und Roland Düringer)
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