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Eishockey ist nicht unbedingt eine zärtliche Sportart. Der Watschentanz ist freilich nicht die Regel. Und schon gar nicht der Grund für das einschlägige Verbot am Karfreitag.
Klagenfurt - Der Karfreitag ist für Christen einer der bedeutendsten Tage im Kirchenjahr. Katholiken dürfen kein Fleisch essen, für Menschen evangelischen Bekenntnisses gilt er als gesetzlicher Feiertag. In Kärnten ist am Karfreitag sogar ein Veranstaltungsverbot gesetzlich verankert - über das der Österreichische Eishockeyverband (ÖEHV) gestolpert ist.
Laut § 8 des Kärntner Veranstaltungsgesetzes sind öffentliche Veranstaltungen, zu denen explizit auch sportliche Wettkämpfe zählen, am Karfreitag und am 24. Dezember untersagt. Bei Zuwiderhandeln droht eine Verwaltungsstrafe von 7260 Euro. Davon wusste der ÖEHV eigenen Angaben nach nichts, als er für den 6. April, also den Karfreitag, in Villach ein Spiel der Euro Hockey Challenge terminisiert hat, in dem das österreichische Nationalteam gegen Weißrussland antreten soll.
Match wird durchgeführt
Verbandspräsident Dieter Kalt hat angekündigt, das Match trotz Verbots auf jeden Fall stattfinden zu lassen. Ansonsten riskiere Österreich, aus dem Bewerb zu fallen. Vom Leiter der Infrastrukturabteilung des Landes, Albert Kreiner, hieß es dazu, dass es bei 28.000 Veranstaltungen im Jahr wohl nicht zu viel verlangt sei, wenn an diesen wichtigen Feiertagen Zeit für Besinnung bleibe. Ähnlich sieht das auch Jakob Ibounig, Ordinariatskanzler der Diözese Gurk: "Der Glaube ist nicht nur für die Privatsphäre gedacht, sondern darf sich ruhig auch in der Öffentlichkeit manifestieren. Das gehört zur kulturellen Identität unseres Landes."
"Längst überholt geglaubte Zustände", nennt das Niko Alm von der Initiative gegen Kirchenprivilegien. Zudem werde mit zweierlei Maß gemessen: Während das Eishockey-Spiel verboten ist, kämen der Villacher Ostermarkt oder die Vollmondnacht im Casino Velden straflos davon, kritisiert Alm und liefert als Erklärung nach, dass die römisch-katholische Kirche an den Casinos Austria nachweislich beteiligt sei.
Law & Order-Politik in Villach
Ausnahmen will die zuständige Behörde, die Stadt Villach, jedenfalls nicht machen. Bürgermeister Helmut Manzenreiter (SPÖ): "Wir handeln gesetzeskonform." Als letzte Möglichkeit zieht der ÖEHV in Betracht, das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen. Eine Verschiebung sei wegen der Flüge der Weißrussen nicht möglich, geprüft wird daher auch eine Verlegung nach Zell am See oder Graz.
Das in Kärnten seit 15 Jahren geltende Veranstaltungsverbot ist das strengste österreichweit. In den anderen Bundesländern sind nur solche Veranstaltungen untersagt, die "dem Charakter und der Bedeutung dieser Tage" nicht entsprechen oder "religiöse Gefühle der Bevölkerung verletzen. In Deutschland und in den meisten Kantonen der Schweiz ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag, an dem das - nicht unumstrittene - Tanzverbot gilt, das nicht nur Tanz-, sondern auch öffentliche Veranstaltungen untersagt. (Jutta Kalian, DER STANDARD, 30.3.2012)
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ganz falsch. glaube ist privatsache, und darf niemandem aufgezwungen werden, auch keine seltsamen rituale.
glaub kann gar nicht privat bleiben: glaube motiviert zu gewissen verhaltensweisen und die werden früher oder später öffentlichkeitswirksam weil diese verhaltensweisen hat der gläubige ja nicht nur zu hause in den eigenen 4 wänden sonder überall
ob das ihnen jetzt passt oder nicht
wo ich natürlich ganz bei ihnen bin: es darf keinerlei zwänge geben was ich hier auch nicht erkennen kann
Menschen werden aufgrund eines kath. Festes gezwungen nicht zu einem Eishockey Spiel zu gehen. Ich als Atheist werde also gezwungen mich in meiner Freizeitgestaltung einer Religion unterzuordnen die eben Privatsache ist. Wenn Katholiken nicht hingehen wollen - ok dann sollen sie bitte zuhause bleiben und Fisch essen ... aber das darf mich in meinen Möglichkeiten ja nicht einschränken ... was kommt als nächstes ... das gesetz das man am Freitag nur Fisch im Restaurant bekommt ... es könnten ja die rel. gefühle einiger verletzt werden wenn ich mit dem Kotlett daneben sitz ...
1) wie oft waren sie in letzter zeit überhaupt bei einem eishockeymatch?
2) sie werden zu gar nichts gezwungen es wird ihnen etwas verboten!
3) wenn sie am karfreitag eishockey sehen wollen dann können sie das soviel sie wollen in graz in salzburg ja sogar in lienz, im TV, im ausland etc.
4) wieso bitte dürfen sie in ihren möglichkeiten nicht eingeschränkt werden? jeder von uns wird durch gesetze in seinen möglichkeiten eingeschränkt! ausgerechnet sie nicht
5) wir leben glücklicherweise in einer demokratie: wieso machens nicht ein volksbegehren gegen das karfreitagseishockeyverbot in kärnten?
2) Da haben sie recht ich habe mich falsch ausgedrückt
3) Darum geht es doch nicht. Es geht darum das es in einem modernen aufgeklärten europäischen Staat gesetze gibt die sich aus religiösen Vorgaben ableiten lassen.
4) Wie gesagt : Die Einschränkung der Möglichkeiten ist nicht das Problem. Das Problem ist der Ursprung dieser. Und hier wird ein Gesetz von Gottes Gnaden erlassen. So eine Art Mini - Sharia. Nur anstatt dessen das Frauen Kopftücher tragen müssen, gibts halt ein Veranstaltungsverbot.
5) Absolut. Nur denke ich das das werben um eine einfache gesetzesänderung der schnellere und zielführendere Weg ist.
zu 4) das gesetz ist nicht von gottes gnaden sondern vom kärntner landtag und jederzeit abänderbar sobald sich eine mehrheit findet
wie ist das mit den atheisten eigentlich am sonntag und den gesetzlichen feiertagen: gehen die da arbeiten oder konsumieren die "notgedrungen" einen "ach so bösen" weil religiös motivierten freien tag?
der punkt ist: wir leben in einer vielfältigen welt mit christen (aller möglichen bekenntnisse) moslems, konfessionslosen, und und und....
ein bissi toleranz von allen seiten kann uns nur gut tun und an 2 tagen in jahr darfs in kärnten kein öffentliches eishockeymatch geben an 363 tagen aber schon was bitte ist daran so schlimm?
und so unrichtig, wie es überhaupt nur geht....
die durch feiertage entstehenden kosten werden ja weder von der kirche noch vom arbeitgeber aus eigener tasche bezahlt, sondern vom arbeitnehmer selbst erarbeitet.
das "privileg" eines arbeitsfreien tages war vielleicht im 19. jh eines, aber inzwischen haben manche schon begriffen, dass wir keine sklaven mehr sind und zumindest über ein mindestmaß an selbtbestimmung verfügen!
ad 3) warum soll man dagegen nicht ankämpfen dürfen
ad Wochenende Frei) mach mal halblang, die 5 Tage wochen haben die Gewerkschaften erkämpft und nicht die Kirche. Es geht da eher um Erholungszeiten und Work-life-balance.
Vormiraus können wir das Wochenende auf mi-Do legen, es sollte aus praktischen gründen halt für die mehrheit der Berufe gleich sein.
wir leben in einer vielfälitgen welt und das ist gut so, also warum fühlen sich christen in einem säkularen staat gestört, wenn ein Hockeymatch stattfindet.
Geht mir nicht ein.
Und nein ... der Sonntag ist nicht böse ... Aber es ist mir persönlich egal ob ich Montag / Dienstag frei habe oder Samstag / Sonntag. Ich schätz halt die 5 Tage Arbeitswoche ... Also von mir aus kann man das Wochenende auch verschieben ...
Das ist falsch verstandene Toleranz. Diese kann ich dann auch von den Christen einfordern : "Macht euch eh nix aus wenn es am Karfreitag ein Eishockeyspiel gibt oder ... seits doch so tolerant".
Kein frommer Christ wird gezwungen zum Match in die Disco oder sonst wohin zu gehen wo er am Karfreitag nicht sein will.
Nur der Rest wird von den intoleranten Christen gewzungen eben genau diese Dinge sein zu lassen ... und wenn man dann sagt "Wieso eigentlich" kommt man mit "Sei doch tolerant"
in 8 von 9 bundesländern ist eishockey am karfreitag kein thema ich glaube nicht das zb im benachbarten salzburg die religiösen gefühle von wem auch immer verletzt verletzt werden wenn am karfreitag eishockey gespielt wird
und dieses gesetz haben nicht "die angeblich so intoleranten christen" gemacht sondern der kärntner landtag und sobald es einer gruppe wichtig gunug ist und sie aktiv wird und eine mehrheit findet ist dieses gesetz auch weg
also eishockeyfan sind sie ja keiner, sind sie eigentlich kärntner?
Der nicht gläubige muss sich der Religion unterordnen. Egal ob er will oder nicht. Es reicht nicht das die Gläubigen ungestört in die Kirche gehen können (wo ich sie nie stören würde) - nein man muss den nicht gläubigen auch noch das Recht nehmen zu veranstaltungen zu gehen ...
Es ist der Ansatz zum christlichen Gottestaat. Und das das Gesetz nicht sonderlich alt ist sollte man sich dann fragen : Kommt da noch mehr ?
aber machen wir doch weiter : Anstatt dieses Gesetz aufzuheben erlassen wir ein neues (aus toleranz) - Den Regeln des Ramadan ist folge zu leisten. ausnahmslos für alle gültig ... Na kommts langsam warum gesetze die religiös motiviert sind eine schlecht idee sind ?`
ich fasse zusammen:
ein atheist (der natürlich am sonntag frei macht) sich nicht die bohne für eishockey interessiert und nicht in kärnten wohnt regt sich drüber auf dass es am karfreitag in kärnten kein eishockeymatch coram publico geben darf --- gehts noch?
lassens mich mal raten: als jugendlicher "mussten" sie sicher weihnachts- u. osterferien machen warum verklagens nicht die kirche die ihnen was aufgezwungen und sie damit sicher sehr geschädigt hat
religiös motivierte gesetze und taten sind nicht grundsätzlich schlecht
nochmal wenns ihnen so wichtig ist: bürgerintiative starten und das gesetz abschaffen, wer will kann dann endlich auch in kärnten 24/7 365x im jahr eishockey schaun das sichert ihnen einen platz in der geschichte
Weder Oster noch Weihnachtsferien sind religös motivierte Ferien sondern für die Kinder (und deren lernerfolg) wichtig.
Es gibt auch noch sommerferien und Semesterferien.
Auch hnier gilt wieder, man könnte die Osterferien immer 2 Wochen im April machen (wäre eh sinnvoller) und vormiraus auch 2 Wochen im Jänner, damit es nicht mit Weihnachten zusammenfällt.
und man kann sogar - wie ich - ein Christ sein und sich trotzdem dagegen wehren, dass der Staat gesetze erlässt, die eindeutig religös motiviert sind, wie zB ein veranstaltungsverbot.
Und wie genau definierst du "bashing", Redw... und ich beschweren sich, dass es diesen Anachronismus noch gibt. Nicht mehr und nicht weniger.
Weihnachten ist ein Familienfest, ohne rel. Bedeutung ... hat was folkloristisches (also für mich). Nicht das ich etwas gegen Geschenke habe ... aber na ja die religiöse Beeutung fehlt einfach und hat in der Familie immer gefehlt bzw hat es nie gegeben.
Ostern das selbe ... mit dem Unterschied das ich die Fleischweihe irgendwann extrem lustig fand ... hatte was kanibalistisches ... Jesus stirbt und dann gibts geweihtes Fleisch und Eier ...
Aber wie gesagt : Wenn jemand dran glaubt, und es ihm wichtig ist ... ich halte ihn nicht auf, lache ihn nicht aus und halte mich (zumindest in seiner gegenwart) mit meiner Meinung zu dem Thema zurück ...
2 Tage frei, welche sind mir relativ egal. (aus termintechnischen Gründen bietet sich Samstag / Sonntag an ... haben zb. auch die VAE eingesehen und ihr Wochende auf Freitag / Samstag verlegt)
3) Es geht nicht um Eishockey, es geht darum das ein religiös motiviertes Gesetz, allen Menschen (also auch den nicht religiösen und den andersgläubigen) vorschreibt wie sie ihr leben zu leben haben. Ich weiss es ist schwer verständlich das das primat der Kirche im 21. Jahrhundert nicht als selbstverständlich angesehen wird aber irgendwann verstehen sie das auch.
4) Rel. motivierte gesetze sind immer schlecht. Nennen sie mir eines das für alle Menschen gleich positiv ist. Es wird immer diskriminiert werden. Liegt in der Natur der Sache.
und dass Ö auf dem weg zum gottestaat ist könnens der jettitant erzählen diese gesetz (gegen dass sie jederzeit frei sind angehen zu können und das halte ich persönlich auch für gut so!) ist eines der letzten überbleibsel das auf die katholische konfessionalisierung österreichs hinweist abgesehen davon sind wir doch so säkular und multireligiös wie noch nie ein ein jeder kann nach seiner art selig werden (und auch das halte ich für gut so)
und auch ihre familie konnte sich der religiösen tradition noch nicht ganz entziehen sonst wär nämlich weihnachten total ignoriert worden
Das ist reine soziale Motivation damit das Leben in einer Gemeinschaft möglich wird (genauso wie nicht stehlen, des nächsten Gut begehren etc). wenn man nach rel. motivierten regeln sucht dann sollte man in Levitikus nachlesen ... und nicht in Exodus.
und es ist keines der letzen Überbleibsel denn es ist nicht 17xx entsanden sondern 1998.
Der Tradition nicht ... der rel. Komponente schon. Aber ohne dem religiösen Hintergrund bleibt von Wheinachten genau das ... ein Familienfest.
die 10 gebote die für einige unserer gesetze grundlage oder inspiration sind, sind wie auch immer sie es drehen und wenden etwas religöses und damit haben unsere gesetze religiösen ursprung obs ihnen jetzt passt oder nicht
Da stimmen wir überein ? und wieso hat man es nicht gleich aufgehoben ?
Und die 10 Gebote sind keine Grundlage für heutige Gesetze. Sind sind die schriftliche Fassung von Jahrtausende alten sozialen verhaltensnormen die durch die androhung von göttlichen Strafen noch mehr Nachdruck als nur den sozialen bekommen haben.
Oder glauben sie wirklich das man sich bis Moses vom Berg herunterkam gegenseitig lustig den Schädl eingeschlagen hat und als er dann aufgetaucht ist hat man gesagt "Na ... da hat er recht ... das sollten wir wirklich nicht mehr machen ... und du deine frau lass ich ab sofort auch in ruhe und schlaf nicht mehr mit ihr"
Glauben sie das ? Wirklich ?
wahrscheinlich werden etliche schwarze abgeordnete kirchlichen ideen "nicht ganz fern stehen" und im zuge der koalitionsraison hat der partner (waren das damals die blauen oder roten?) nolens volens zugestimmt... man weis ja wie sowas läuft
ich bin schon davon überzeugt: unsere heutigen gesetze haben (in manchen ihrer grundzüge) mit den 10 geboten sicher was zu tun, sind eine weiterentwicklung, verfeinerung, spezialisierung dieser historiker oder juristen oder rechtshistoriker könnten uns da einiges erläutern
und was den moses mit seinen tafeln betrifft das lässt sich schwer sagen: schädl einschlagen etc. gabs sicher vorher und auch nachher - es ist einfach eine enwicklungsetappe
Kärnten ist ja an sich nicht besonders religiös geprägt (im Vergleich zu Tirol, aber auch anderen ländlich geprägten Bundesländern)! Wie andernorts der Fußball, ist Eishockey in Kärnten eine Art Ersatzreligion: würde man fragen, auf was man eher verzichten würde, Kirche oder Eishockey, es sähe nicht gut für die Kirche aus! Anderseits hat - möglicherweise wegen des relativ hohen Protestantenanteils aber auch wegen der katholisch geprägten slowenischen tradition - Ostern in dem Land schon einen extrem hohen Stellenwert (wenn es auch sehr profan zelebriert wird: Osterjausn und Osterhaufn hatzn!)!
Interessant auf jeden Fall!
würde uns allen gut tun, denke ich...
Auch wenn dieses Gesetz nicht mehr zeitgemäß ist, sollte jeder darüber nachdenken, ob es Sinn macht, sich rund um die Uhr unterhalten zu müssen.
Alles geht immer schneller und trotzdem hat keiner Zeit. Alles 24 Stunden Tag, 7 Tage in der Woche: ständig erreichbar sein, ständig Unterhaltung suchen, ständig konsumieren -> da bleibt vieles auf der Strecke...
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