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Wien - Die teilstaatliche Telekom Austria (TA) hat weitere rechtliche Schritte gegen ehemalige führende Mitarbeiter gesetzt, denen Malversationen vorgeworfen werden. Man habe sich als Privatbeteiligter den Strafverfahren gegen einen ehemaligen Marketingmanager der Telekom Austria AG angeschlossen, dem Untreue in Höhe von 585.600 Euro vorgeworfen werde, sowie gegen einen ehemaligen Immobilienmanager, der über Jahre hinweg das Unternehmen um 1,35 Mio. Euro geschädigt haben soll, teilte der Konzern in einer Aussendung am Donnerstag mit.
"Wir sind auf die Malversationen im Rahmen einer internen Revision auf Anordnung von TA-Chef Hannes Ametsreiter gekommen", sagte Konzernsprecher Alexander Kleedorfer am Donnerstag. Die Telekom habe die Sachverhaltsdarstellungen in den beiden Causen an die Staatsanwaltschaft übermittelt, erläuterte der Sprecher. Für die beiden Ex-Manager gilt die Unschuldsvermutung.
Im Oktober des Vorjahres ist eine Rechnung vom 20. Juni 2007 über den Betrag von 585.600 Euro an die Werbeagentur Euro RSCG publik geworden, für die unter anderem der damalige Festnetz-Marketingchef die Zustimmung gab. Das Geld soll für eine "strategische Konzeption des Sponsoring-Auftritts der Telekom Austria im Rahmen der EURO 2008" bestimmt gewesen sein.
In der heurigen Bilanzpressekonferenz im Februar kündigte Ametsreiter an, für die Telekom insgesamt 20 Mio. Euro aus diversen Korruptionsaffären holen zu wollen. "Das Unternehmen wird auch weiterhin Rückforderungen gegenüber den Verursachern und Nutznießern unberechtigter Zahlungen stellen und sich den Verfahren der Strafbehörden anschließen", hieß es in der heutigen Aussendung. (APA,29.3.2012)
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