EU plant drakonische Strafen für Hacker

29. März 2012, 14:45
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    Der Gesetzesentwurf

Neue Richtlinie: Mindestens zwei Jahre Freiheitsentzug für "schwere" Angriffe - Auch Besitz von Tools soll strafbar werden

Manchmal hat es auch für geübte Beobachter netzpolitischer Entwicklungen den Anschein, als würden gesetzliche Verschärfungen derzeit im Minutentakt beschlossen. Während in vielen Ländern, nicht zuletzt in Österreich, noch über die Vorratsdatenspeicherung gestritten wird, werden an anderen Fronten schon die Repressalien der nächsten Generation beschlossen. So berichtet die Pressestelle des EU-Parlaments von einem aktuellen Gesetzesentwurf, der dazu geneigt ist, in der Online-Community für Aufregung zu sorgen.

Harte Strafen

Sind darin doch drakonische Strafen für Hacker und Hackerinnen vorgesehen. In nicht näher definierten "schweren Fällen" sollen künftig Haftstrafen zwischen zwei und fünf Jahren verhängt werden.  Ein kommerzielles Interesse sei für die Strafbarkeit ausdrücklich nicht zwingend notwendig. Dafür beschreibt man einige für das Strafmaß erschwerende Umstände, dazu gehören etwa Botnetz-Angriffe oder die Benutzung von Verschleierungstechniken wie IP Spoofing. Bei Angriffen auf kritische IT-System soll es zudem noch möglich sein, über das Höchstmaß von fünf Jahren hinauszugehen.

Auch Aktivistenkollektive wie Anonymous könnten künftig unter diesen Paragrafen fallen, heißt es dazu aus dem Büro der deutschen Europaabgeordneten Monika Hohlmeier (CSU), Berichterstatterin des Europaparlaments für die Richtlinie zu Angriffen auf Informationssysteme. Ausgenommen von dem Gesetz sollen lediglich "leichte Fälle" sein, in denen keinerlei Schaden entsteht - um "jugendlich-unüberlegte Hacker nicht zu kriminalisieren".

"Wir haben es zunehmend mit schwer kriminellen Angriffen zu tun, die mitunter sogar im Rahmen des organisierten Verbrechens durchgeführt werden", zeigt sich Hohlmeier in einem Blog-Eintrag überzeugt. Und weiter: "Der Innenausschuss hat sich für eine konsequente EU-weite Bestrafung solcher kriminellen Angriffe ausgesprochen."

Auch Hackertools im Visier

Hitzige Diskussionen garantiert auch ein weiterer Punkt der Vorlage: So soll schon der alleinige Besitz von Hackertools zum Straftatbestand werden. Entsprechende Programme gehören allerdings zur Standardausrüstung von Sicherheitsexperten. Bleibt abzuwarten, ob man hier tatsächlich einen gesamten Berufsstand kriminalisieren will.

Beschluss bis Sommer geplant

Der Gesetzesentwurf wurde bereits vom Innenausschuss des EU-Parlaments abgesegnet, und das mit überwältigender Mehrheit: 50 Parlamentarier stimmten zu - bei drei Enthaltungen und einer Gegenstimme. Damit ist die Richtlinie freilich noch nicht beschlossene Sache, derzeit strebe man an, bis zum Sommer die nötige Einigung zwischen EU-Rat und EU-Parlament herzustellen, umreißt Hohlmeier den Zeitrahmen. (apo, derStandard.at, 29.3.2012)

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einer der Duzfreunde von FJS..

war Ernst Albrecht, Ursulas Vater. Uebrigens ist UVL Sozialmedizinerin. Man koennte sie gut auch als Eugenikerin unterbringen.

"So soll schon der alleinige Besitz von Hackertools zum Straftatbestand werden. Entsprechende Programme gehören allerdings zur Standardausrüstung von Sicherheitsexperten. Bleibt abzuwarten, ob man hier tatsächlich einen gesamten Berufsstand kriminalisieren will."

Zumindest Frau Hohlmeier macht ihrem Namen alle Ehre und outet sich als Schwester im Geiste der ehemaligen Internet-Ausdruckerin Zensursula von der Leyen.

Das hat man davon, wenn Böcke (und Ziegen) zu Gärtnern gemacht werden. Ich bin ja nur mal gespannt, wann ich wegen des SSH-Clients auf meinem Rechner verknackt werden...

Hohlmeier.....Monika......

das ist doch FJS's Toechterlein. Wer so alles behauptet das Voik zu vertreten. Tstsst....

Ansonsten: wovor machen die sich eigentlich alle in die Hosen. Vermutlich schwer Dreck am Stecken.

Jeder PC ist ein Hackertool

jeder Virus ist ein Hackertool

haste einen Virus eingefangen, gehste sitzen.

und sag nicht, dein Name sei Hase.

Besitz von Hackertools

Telnet und Internet Explorer reichen schon aus um mitunter kräftigen Schaden anzurichten. Wenn deren Besitz strafbar wird, wird's lustig - dann können wir jeden PC Besitzer einsperren.

Aber das ist ja offensichtlich das Ziel, seit ein paar Tagen stehen ja alle Österreicher unter Generalverdacht...

Endlich bekommen wir korrupte Politiker in den Knast

Einfach auf deren Rechner reinhacken und "kriminelle" Software installieren. - Danach eine kleine Anzeige und schon sind wir sie los :-D

Gar net so schlecht, die Idee

Klingt nach einem neuen Job für AnonAustria und die Kollegen im restlichen Europa...

Alle Politker korrupte Verbrecher Ausnahmen müssen nachgewiesen werden

Die größten Verbrecher sind ganz klar unsere gewählten Politker. Egal ob EU oder National, alle arbeiten gegen das eigene Volk um ihre Macht abzusichern. Die EU Parlamentarier sind da jedoch ganz vorne dabei. Es gehört sofort ein EU Sender her, der täglich aus dem EU Parlament berichetet, und alle Abstimmungen nachzusehen sind, welcher EU Parlamentarier bei welchem Gesetz wie ab gestimmt hat, so das dann zumindest derinformierte Bürger sieht wofür "sein" Abgeordneter steht! Dann kann man zumindest sein Wahlverhalten danach richten. Vielleicht ist so auch die Korruption etwas besser zu verhindern, da er sich wirklich dem Bürger verantworten muss oder zumindest etwas mehr!

Meiner Meinung nach soll diese neue Richtlinie dazu dienen, rechtliche Mittel gegen so ziemlich jeden EDV-Techniker in der Hand zu haben. Es obliegt danach den Behörden zu entscheiden, wem sie "illegales Hacking" vorwerfen wollen. Beweise brauchen sie danach kaum noch zu finden, denn wer hat keine Software auf seinem Rechner, die sich nicht auch missbräuchlich verwenden ließe? 'telnet' anyone? Welcher Richter würde das als "Tool" ablehnen?

Keanu Reeves als Neo soll in "The Matrix" ja auch wegen Hackens verhaftet werden.

schon mal bemerkt

dass das ablaufdatum von neo's personalausweis (zu sehen im ersten teil beim durchblättern seiner akten) der 11. september 2001 war?
ps.: der film wurde 1999 gedreht ;)

schon mal bemerkt

nur so nebenbei - beim matrix-schauen kann man das nicht "bemerkt" haben, die bilder die im netz kursieren wurden 180 grad gedreht und ps-bearbeitet damit man das erkennen kann.

ja aufgrund dessen hab ichs dann bemerkt, weil ichs wo gelesen hab. hab es dann selbst überprüft. dvd rein in den coumpouter, dort hingespult, screenshot gemacht, umgedreht das bild und reingezoomt. und gestaunt dass es stimmt :)

Natürlich

Damit wurden die Al-Quaida-Schläfer in den USA aktiviert, dass es Zeit wird, mit dem Kurs für den Pilotenschein anzufangen.

Beweisen kann ich es zwar nicht, aber ich weiss ganz genau, dass es stimmt.

Es wird nicht mehr lange dauern ...

... bis entweder der Computer selbst abgeschafft wird, weil der ja doch auch als Tool gilt/oder gelten könnte .. (ist eben nur eine Frage der Auslegung ... oder?)

... oder man sich beim Provider mit seinem von ihm erhaltenen Passwort einloggen muss, für welches man bei Verlust mit einer Geld- bzw. Haftstrafe rechnen muss, weil man für dieses dann verantwortlich zeichnen müsste. Somit kann der Staat dann genau nachverfolgen, was du auf deinem rechner machst, wie oft ... mit wem, über was du sprichst ... na einfach alles....

... warum auf die Idee noch keiner gekommen ist? Obwohl sich doch schon fast alles aus "George Orwell - 1984 " bewahrheitet hat.

Habst ihr alle aan Klescha ????

Nana, ganz anders

Jeder, der einen Computer besitzt, kriegt einen Polizisten zur Seite gestellt, der ihm auf die Finger und über die Schulter schaut.
Damit erledigt man das Thema Arbeitslose nämlich auch gleich mit. Und mit den Blockwarten hats damals ja auch funktioniert...

no.... da fürchtet sich anscheinend wer....

ob das nicht etwas mit ACTA zu tun hat?? oder nicht??

Monika Hohlmeier, der Name ist Programm - schneidet den Hackern die Finger ab, so lautet das Motto der CSU - die leben tatsächlich noch im Mittelalter - wer schon einmal in Bayern war, weiss das...

inkonsequent wie immer, die EU

es gehört schlichtweg ALLES verboten, mit dem man anderen irgendwie schaden zufügen könnte.

angefangen vom küchenmesser über autos bis hin zum geld.

bleibt dann halt leider nix mehr übrig, das nicht irgendwie gegen andere nachteilig gebraucht werden könnte.

macht nix, sitz ma halt wieder wie zur steinzeit in unseren höhlen. nur das wir diesesmal kein feuer entfachen dürfen um uns zu wärmen od um zu kochen, so eine fackel wär ja auch eine waffe...

so, ironie off und ernst an:

ERSATZLOSE ABSCHAFFUNG DER EU-KOMMISSION!

die EU ist nämlich ein bisserl mehr als diese nicht-gewählten diktatoren die so einen ähnlichen titel tragen wie apparatschicks aus der UdSSR!

die einzige gefährdung der eu-bürger kommt von dort!

29 Seiten Kommentare. Da sieht man, was Standard-Leser interesiert.

Rechtliche Basis

Es hat hier mal wer gefragt auf welcher rechtlichen Basis die EU hier handelt:

Art. 83 (1) TFEU:
"Article 83
(ex Article 31 TEU)
1. The European Parliament and the Council may, by means of directives adopted in accordance with the ordinary legislative procedure, establish minimum rules concerning the definition of criminal offences and sanctions in the areas of particularly serious crime with a cross-border dimension resulting from the nature or impact of such offences or from a special need to combat them on a common basis.
..."

"... These areas of crime are the following: terrorism, trafficking in human beings and sexual exploitation of women and children, illicit drug trafficking, illicit arms trafficking, money laundering, corruption, counterfeiting of means of payment, computer crime and organised crime.
On the basis of developments in crime, the Council may adopt a decision identifying other areas of crime that meet the criteria specified in this paragraph. It shall act unanimously after obtaining the consent of the European Parliament."

ein offensichtlich kaputtes gesetz

das sich an der stelle eindeutig selbst widerspricht, wo unter "...areas of particularly serious crime..."
absurderweise "computer crime" angeführt wird.

computer crime fällt zwar sicher unter "..or from a special need to combat them on a common basis" - ABER das ausdrücklich geforderte "area of particularly serious crime" ist zweifelsfrei NICHT gegeben.

was gilt in so einem fall? der text oder das beispiel, das dem text widerspricht?

Das ist kein Gesetz, es ist Primärgesetzgebung, also nicht mit einem Gesetz auf nationaler Ebene vergleichbar sondern mit einer Verfassung, da es ja um Kompetenzen der Institutionen geht. Dementsprechend kann dieser TFEU auch nicht wie ein Gesetz geändert werden sondern benötigt eine Änderung der EU Verträge.

Es sollte darauf hingewiesen werden, dass das EU Parlament in diesen Belangen gleichwertige Mitspracherechte besitzt ("ordinary legislative procedure"). Dh, es ist fuer Wähler feststellbar welche Parteien wie abstimmen und man kann dies auch bei den nächsten Wahlen in die Entscheidung an der Urne miteinfließen lassen.

Naja, ernsthafter als Falschparken oder Hundekacke nicht einpackerln ist es schon, wenn Kreditkartendaten oder Betriebsgeheimnisse gestohlen werden.

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Posting 1 bis 25 von 1516

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