Grab von Hitlers Eltern wird aufgelassen

  • Der Platz, wo Alois und Klara Hitler beerdigt sind, kann neu vergeben werden.
    foto: robert newald

    Der Platz, wo Alois und Klara Hitler beerdigt sind, kann neu vergeben werden.

Druck von Bürgern, Netzwerk und Mauthausen Komitee

Linz - Das Grab der Eltern von Adolf Hitler auf dem Friedhof Leonding (Bezirk Linz-Land) ist aufgelassen worden. Pfarrer Kurt Pittertschatscher bestätigte eine Meldung des oberösterreichischen Life Radio. Die Nutzungsberechtigte habe dieser Tage der Auflassung zugestimmt.

Der Grabstein wurde weggenommen, die Ruhestätte könne neu verwendet werden, so Pittertschatscher. Exhumiert worden sei nichts.

Pilgerstätte rechtsextremer Kreise

Viele Leondinger, das Netzwerk gegen Faschismus und das Mauthausen Komitee hätten Druck gemacht, berichtete das Radio. Denn das Grab der Hitler-Eltern sei Pilgerstätte rechtsextremer Kreise gewesen, wurde Robert Eiter vom Netzwerk gegen Faschismus zitiert.

Die Pfarre werde genau darauf achten, was passiere, damit nicht eine neue Pilgerstätte entstehe, so Eiter. (APA, 29.3.2012)

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es ist interessant...

dass es zig jahre niemanden störte, dass diese grab dort war. nun in zeiten der krisen und gutmenschen ist es üblich von den wirklichen problemen abzulenken und so ein grosses wetter über ein einfaches grab zu machen. dieses grab sollte man in ruhe lassen!!

dieses grab hätte man in ruhe lassen sollen

und es nicht als rechtsradikale pilgerstätte missbrauchen sollen.

Man sollte auf den Grabstein

aufpassen - der dürfte etwas wert sein!

Wieso erst jetzt?

auch nach dem tod: eltern haften für ihre kinder...

Hoffentlich

ist die Pfarre so gescheit, dort kein neues Grab zu errichten, sondern ein hübsches, gut eingemauertes Gedenkkreuz für sämtliche unschuldigen Opfer staatlicher Gewalt im 20. Jahrhundert (politisch Verfolgte, Soldaten, zivile Kollateralkriegsopfer) hinzustellen. Das können irgendwelche Pilger dann auch gerne weiterhin pflegen und mit Blumen behübschen, zum allgemeinen Nutzen.

Auf dem Grab der Eltern??

und, was können die Eltern für den Adi als massenmörder?

ist das nicht symptombekämpfung?

was ist wenn sich die deppen einfallen lassen zu mauthausen zu pilgern? reiss ma dann mauthausen ab?

äpfel - birnen

bitte das wort "demokratie" nicht falsch verstehen!
es kommt bitte darauf an, welche inhalte wir in unserer gesellschaft dulden wollen.
wir sollen gräueltaten GEDENKEN, damit sowas nie wieder passiert; und nicht à la neonazis diesen wahnsinn der nazizeit HULDIGEN.

naja, wenn das Symptom was juckendes, eiterndes ist, dann kann man ja parallel zu den Ursachen auch das Symptom bekämpfen. Solange man die Ursache nicht aus den Augen lässt.
Und dass das die Leondinger juckt, kann ich verstehen, es liegt prominet, man muss immer wieder vorbei, und wenn man eigentlich nur die lieben toten Verwandten betrauern möchte und dabei seine Ruhe haben will, dann kanns schon sein, dass das stört, wenn man dabei immer wieder frische Neonaziaktivitäten sieht. Stell dir vor, das wäre das Grab neben deiner Mutter...
MMn ist es Sache der Leondinger, wie sie damit umgehen, nicht unsere. Und die haben sich schon entschieden, scheinbar.

Und morgen auf dem Historychannel: Hitlers Grabgärtner

Der Nutzungsberechtigte

will die Grabgebühr nicht mehr bezahlen.
Alles OK!

1.) ich finde generell die auflassung von gräbern aus ethischer sicht problematisch. da gefällt mir der zugang z.b. des judentums dazu besser.

2.) in diesem konkreten fall kommt noch sippenhaftung hinzu.

naja, in Österreich ist das Auflassen von Gräbern schon lange, sehr lange Tradition, das ist generell eine Sache von Bergvölkern, weil man dem Friedhöfen einfach nicht so viel Platz einräumen konnte. Daher hat ja jeder alter Friedhof, der was auf sich hält, ein Beinhaus. Das Auflassen von Gräbern ist also generell was kulturbedingtes und passiert mit den allermeisten Gräbern in Österreich.
(Und ja, ich finde die jüdische Variante auch netter, ist aber eine irrelevante Frage im aktuellen Fall, Hitlers Eltern waren schließlich Katholiken)

Demzufolge seh ich das als "Privatsache" der Leondinger, ich versteh, dass die nicht jeden Sonntag nach der Messe die frischen Blumen und Kerzerln auf dem Grab sehen wollen.

unverständlich

Das ist doch ein historisches Mahnmal. Es ist Teil unserer Geschichte. Und die war nicht immer rosig.
Besser wäre es, dort eine Webcam zu installieren, dann würde sich das Pilgern dorthin von selbst aufhören oder die Stapo hätte wenigstens schöne Fotos von den Neonazis.

Was

ist daran ein historisches Mahnmal ? Zwei einfache Leute, die so wenig dafür können, dass ihr Sohn missraten ist, wie die allermeisten Eltern anderer missratener Kinder auch.
Warum sollten die beiden posthum noch damit bestraft werden, dass der Ruf ihres missratenen Kindes auf sie rückübertragen wird?

ein Mahnmal wäre es, wenn man einen erklärenden Text etc.. hinzufügen würde.
Und ich war auch schon an dem Grab, man ist ja neugierig, und ich bin aber weit entfernt, auch nur im Mindesten ein Neonazi zu sein.

Das Problem ist wohl, dass das Grab sehr prominent liegt, und es für die Leondinger sicher nicht lustig war, immer wieder beim Besuch ihrer Lieben am Friedhof mit den frischen Kränzen usw konfrontiert zu werden. Wenn ich um meine Oma trauere, mag ich auch nicht jedesmal mit Nazis konfrontiert werden, direkt oder indirekt.

Sippenhaftung??

Obwohl ich durchaus verstehe, dass man keine "Pilgerstätte" für Neonazis sein will!!

und was kommt nun als nächstes???

keine negerküsse, negerbrot, mohr im hemd.
grabschändung bzw auflassung eines grabes, dass hundert jahre schon dort war.
udn, und, und!
also die moral dieses landes lässt wirklich zu wünschen übrig.
gut, wenn in 38 jahren die rohstoffe nicht mehr vorhanden sind. sodass wir alle untergehen!! ein dummes volk!!!

Darst du überhaupt frei herumlaufen? Und falls ja: Für wen arbeitest du?

jeden Tag werden Gräber aufgelassen, die erst 30 Jahre alt sind. Das ist in gebirgigen Regionen so üblich und bei uns daher seit Jahrhunderten Tradition.
Und wenn die Leondinger nicht jedes Mal, wenn sie ihre Lieben am Friedhof besuchen, mit Neonazis konfrontiert werden wollen, kann ich das verstehen.

Ich frage mich, über wie viele Ecken durchschnittlich ein (Nord-)Österreicher mit ihm verwandt ist. (Fünften Grades? Zehnten Grades?) In manchen Dörfern ist ja praktisch jeder miteinander verwandt.

ist nicht in ganz Europa jeder mit jedem über 10 Ecken verwandt??

Ja, aber es gibt sicher genauere Zahlen auf einzelne Regionen (wie Mitteleuropa oder Österreich) bezogen. Ich kann mir vorstellen, wie unangenehm überrascht die meisten wären, wenn sie herausfinden würden, wie eng verwandt sie eigentlich mit dem ehemaligen Führer sind.

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