Volumenmascaras im Test: Keine einzige "sehr gut"

Probandinnen bewerteten das Volumen der Wimpern nach dem Tuschen meist als gut oder durchschnittlich

Wien- Volumenmascaras versprechen mehr Fülle für die Wimpern. In einer vom Magazin "Konsument" veröffentlichten Untersuchung der deutschen Stiftung Warentest mit 200 Probandinnen und drei Profitesterinnen löste kein einziges Produkt dieses Versprechen "sehr gut" ein. Immerhin jede zweite Wimperntusche erhielt aber das Prädikat "gut". An der Wasserfestigkeit der so ausgelobten Erzeugnisse gab es nichts zu bekritteln, und auch die Untersuchung auf Schadstoffe lieferte erfreuliche Ergebnisse.

Sieger im preislichen Mittelfeld

Die meisten kosmetischen Pluspunkte erhielt die nicht wasserfeste Maybelline Jade The Colossal Volum'Express Mascara, die mit 95 Cent pro Milliliter preislich im Mittelfeld liegt (Gesamtpreis ca. 10,20 Euro). Ebenso gut, aber teurer (1,94 Euro pro Milliliter) ist L'Oreal Volume Million Lashes. Artdeco Perfect Volume Mascara Waterproof ist die beste wasserfeste Wimperntusche im Test und mit 1,08 Euro pro Milliliter zugleich die günstigste ihrer Kategorie. Für das teuerste gute wasserfeste Produkt, Helena Rubinstein Lash Queen Mascara Waterproof, ist mehr als das Vierfache zu bezahlen. Die günstigste Mascara im gesamten Test schnitt durchschnittlich ab - die nicht wasserfeste Lash Mania Ultra Volume Mascara von Essence um 0,28 Euro pro Milliliter mit einem Gesamtpreis von 2,80 Euro.

Bei den wasserfesten Produkten erhielten alle ein "gut" oder "durchschnittlich", bei den acht getesteten nicht wasserfesten Wimperntuschen waren zwei "weniger zufriedenstellend" dabei (LashBomb Mascara von p2 und Max BoldCurves Extreme Volume & Lift Mascara von Rimmel). Bei jener von p2 gab das Bürstchen zu viel Farbe ab und verklebte die Wimpern. Laut Anbieter wurde der Abstreifer aber inzwischen geändert. Beim Produkt von Rimmel bemängelten einige Anwenderinnen zu viel Farbe auf dem Bürstchen. Beim Konservierungsmittel-Belastungstest wurden zudem nicht alle Keime den Anforderungen entsprechend abgetötet.

Viele Produkte nicht in Folie eingeschweißt

Ein allgemeiner Kritikpunkt der Tester bezog sich auf die Originalitätssicherung, die teilweise auch bei den gut bewerteten Wimperntuschen fehlte. Dabei handelt es sich meist um eine Folie, in die der Behälter eingeschweißt ist. Eine geschlossene Folie garantiert, dass die Käuferin die Erstbenützerin und das Produkt nicht schon von anderen Kundinnen ausprobiert worden ist. Denn Bakterien auf den Wimpern können übertragen werden und Bindehautentzündungen verursachen. Wer daher auf der sicheren Seite bleiben will, borgt seine Wimperntusche ­weder her, noch leiht er sich eine aus. (APA/red, 29.3.2012)

Nähere Informationen

Details in der April-Ausgabe des "Konsument" oder unter www.konsument.at

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