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Die Chancen, dass sich der Befriedungsplan von Kofi Annan in Syrien durchsetzen lässt, sind gering. Dieser Plan sieht den Konflikt als eindimensional, mit einer Ebene und einem Hauptakteur – dem Regime –, das Handlung A ausführen muss, damit Zustand B eintritt. Dieses Bild ist naiv und falsch. Es ist ein Konflikt, der sich längst auf mehreren Ebenen abspielt. Selbst wenn das Regime – was nicht zu erwarten ist – das vom Plan vorgesehene Programm glatt abspulen würde, wären da auch noch andere Player, die dafür gewonnen werden müssten.
Wenn sich das Regime, wie versprochen, aus umkämpften Räumen zurückzieht, würden diese sofort von den kämpfenden Rebellen beansprucht – ganz egal, wie die zivilen Kräfte auf dem Boden das sehen würden. Bei den Rebellen hat man es mit unterschiedlich disziplinierten Gruppen mit sehr unterschiedlichen Motivationen zu tun – vom Wunsch, ein Stadtviertel und seine Bewohner vor dem Regime zu schützen, bis zum aktiven Jihad gegen "Ungläubige". Ihre Antwort auf deeskalierende Schritte zu kontrollieren und zu koordinieren, das ist Herkulesarbeit.
Umso wichtiger ist es, dass in Istanbul die Opposition einen neuerlichen Anlauf unternimmt, an einem Strang zu ziehen. Sie muss sich auch auf ein Ziel einigen, das heißt, unter anderem unmissverständlich kommunizieren, ob auch sie sich mit dem Annan-Plan identifiziert – und die bewaffneten Rebellen in Syrien davon überzeugen will. (Gudrun Harrer, DER STANDARD, 29.3.2012)
Karsais Verhandlungen mit den Taliban vermitteln eindrücklich das Scheitern der USA
Vom Sieg des Reformers Hassan Rohani profitiert das ganze System
Hassan Rohani verdankt den iranischen Frauen und Jungen den Wahlsieg
Auch Österreichs Golan-Mission ist ein Opfer der Schwäche der Rebellen
Das Wenige, was in Libyen an Staat vorhanden ist, wird von Milizen zerschlagen
... ist genau so naiv wie der UNO-Generalsekretär, wenn sie meint, die Gruppen der syrischen Rebellen hat irgend eine Chance auf langfristige Einigung.
Den Joker haben China und Russland; lassen sie Assad fallen, fällt Assad. Was danach kommt, weiß keiner, die Vorbilder Ägypten und Lybien lassen derzeit nichts Gutes hoffen. Aber die Zeit wird es zeigen.
gudrun harrer ist vorsichtig geworden. propagandabegriffe wie "arabischer frühling", "freiheitskämpfer" und "demokratie-bewegung" kommen praktisch nicht mehr vor. damit geht sie an die grenze des für eine(n) österreichische(n) journalisti(e)n möglichen.
denn österreich ist wie schon zur zeit des vietnamkriegs gottesfürchtiger als der papst. soll heissen: amerikanischer als das fundamentalistische
amerika, geldgläubiger als die geldsüchtige FI (finanzindustrie), die durch diesen aktuellen krieg das zur zeit schnellste mögliche geld lukriert und alle medien, deren sponsor sie ist, zur diesbezüglich dienlichen propaganda zwingt.
gudrun harrer verdient in diesem zusammenhang bereits einigen respekt. und auch der standard.
http://www.youtube.com/watch?v=uGo6Rbvvh2Q
Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll.
keine Zukunft mehr. Der Staat wird nach dem Assad-Regime in verschiedenste Einflussbereiche zerfallen. Ethnische und religöse Konflikte, Einmischung von Nachbarn usw.
Diese lang andauernde Destabiliserung wird auf die ganze Region übergreifen.
Ursache dafür ist die Unfähigkeit und Untätigkeit der UNO, des Westens, der arabischen Staaten und auch Russlands und Chinas.
Sie haben natuerlich vollkommen Recht (..obwohl, es zu SAGEN, P.U.-Politisch UNkorrekt- ist).
Die WEITERE Frage Ihrer Analyse waere dann die:
W E M nuetzt der bevorstehende Zerfall des syrischen Staates (28 Mio. Bevoelkerung) eigentlich am meisten ??
- Oder ist das eine Frage, die man NICHT stellen soll...
..(und einige adepten) von anfang an alle demonstranten und unzufriedene als "terroristen" bezeichnet hat ist man jetzt in dem dilemma keine unterscheidungen mehr treffen zu können. von anfang an war es ja die strategie des regimes alle in den "terroristentopf" zu schmeißen! und je länger die gewalt andauert desto mehr einfluss bekommen die radikalen, das war immer so und das wird immer so bleiben, leider.
... ob jetzt die Regierung an der Macht ist oder die Opposition an die Macht kommt. Ändern wird sich so oder so nichts, über kurz oder lang stellen sich die alten Zustände wieder ein. Einen Vorteil hat die Regierungsseite allerdings: Man weiß schon, was man hat.
http://www.sueddeutsche.de/politik/e... -1.1320124
Secretary-General urges Syria to implement Annan peace plan
http://www.unmultimedia.org/radio/eng... eace-plan/
Will he pull the snipers and the tanks and the helicopters from the cities and towns? Does that mean he will release all the political prisoners?" Monajed said. "We've all seen these promises before, lots and lots of empty promises."
http://www.latimes.com/news/nati... 6349.story
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