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Nein, an einen Rücktritt habe er "keinen Augenblick lang gedacht". Ungarns Staatspräsident Pál Schmitt, mit schweren Plagiatsvorwürfen konfrontiert, gab sich am Mittwoch in Seoul, am Rande eines Südkorea-Besuches, selbstsicherer denn je. Denn eine Expertenkommission der Budapester Semmelweis-Universität für Medizinwissenschaften (Sote) hatte ihm zwar attestiert, weite Teile seiner Dissertation aus dem Jahre 1992 abgeschrieben zu haben, ihn aber von jedem eigenen Verschulden freigesprochen. Die Doktorväter hätten die "fachlichen Mängel" in der Arbeit übersehen und ihn so im Glauben belassen, korrekt zu handeln.
In Deutschland musste ihm Vorjahr der populäre Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zurücktreten, nachdem bekannt geworden war, dass er zahlreiche Passagen in seiner Doktorarbeit von anderen abgekupfert hatte. Im Falle Schmitts bestätigte die Sote-Kommission, dass 197 von 215 Seiten der Dissertation auf "textidentischen Übersetzungen" von Werken des bulgarischen Sportwissenschaftlers Nikolaj Georgijew und des Hamburger Soziologen Klaus Heinemann beruhten, das heißt plagiiert wurden.
Aufgedeckt hatten die Affäre Journalisten der Wochenzeitung HVG. Sie hatten die Quellenwerke ausfindig gemacht und die entsprechenden Passagen miteinander verglichen. Doch Schmitt ist ein treuer Erfüllungsgehilfe des rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Der ehemalige Olympia-Fechter und langjährige kommunistische Sportfunktionär unterzeichnete über 360 Gesetze der Regierung.Das Internet-Portal Origo berichtete, welch immensem Erwartungsdruck von oben die Sote-Kommission ausgesetzt war. Sote-Rektor Tivadar Tulassay soll demnach Orbán persönlich vorgejammert haben, wie er den Ruf der einst renommierten Medizinuniversität bewahren könne, ohne zugleich das Ansehen Schmitts zu opfern. Die hohe Politik half schließlich der " Kreativität" der Kommission bei der Lösung des Dilemmas auf die Sprünge: Ihr Mitglied Miklós Tóth, der Dekan der sportwissenschaftichen Fakultät, wurde inmitten des Untersuchungsverfahrens als Vizepräsident in das Ungarische Olympische Komitee kooptiert. (DER STANDARD, 29.3.2012)
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Hr. Schmidt war ein hervorragender Sportler, sogar olympischer Goldmedaillengewinner. Das Thema seiner Dissertation war ebenfalls aus dem Sport.
Bitte schön, wer ist in der Lage, ihm abzusprechen, dass er vom Sport etwas versteht. Mir kommt das Märchen von Lilliputh im Sinn, wo die Zwergen den Goliath abschnüren wollten.
Wenn jemand den Inhalt etwas umformatiert, gilt die Plagiat nicht mehr. In Zukunft werden die Doktorkandidaten besser aufpassen. Füher gab es auch sehr viele solche Fälle (um die 80% aller Dissertationen sogar), nur es war nicht leicht das zu entdecken. Im Internetzeitalter kann aber jeder bis zu den Knochen seziert werden. Die Freiheit wird durch das ständige Beobachtet-Werden abgelöst.
Da schummeln alle. Wenn sie richtige Wissenschftler wären, würden sie nicht in Politik gehen, sondern würden sie in ihrem Fach arbeiten. Der ung. Präsident soll sich gar nicht schämen, er ist in einer guten Gesellschaft.
als es darum ging, der Dissertation von Johannes "Gio" Hahn den minimalen Anschein von Rechtmäßigkeit zu attestieren, "Sie entspreche zwar nicht den heutigen anerkannten Grundsätzen der Wissenschaftlichkeit und..., aber..."
In Deutschland purzeln reihenweise die Doktortitel von Politikern (Gutenberg und ich glaube schon 4 FDP-Politker) und wir können uns von diesem Land, obwohl nicht perfekt, eine Scheibe in Bezug auf politische Hygenie abschneiden.
Nur net übertreiben! Immerhin hat Deutschland jetzt einen Präsidenten, der in wilder Ehe lebt und dessen langjährige Freundin nun die First Lady spielt. Was hätten Sie denn geschrieben, wenn dies in Österreich bei einem ÖVP-Politiker der Fall gewesen wäre?
Seiner Meinung nach sind 200 Seiten von 215 abgeschrieben dh. übersetzt aus dem Französischen und aud dem Deutschen (vom Stil und von der Formulierung her ist auch festzustellen wo der französische bzw der deusche Teil beginnt.)
http://index.hu/belfold/2... yik_tagja/
"Bitte, Herr Richter, ich kann nix für die vielen Autodiebstähle! Die Polizei hat mich ja nie erwischt, wie hätte ich da ahnen können, dass das nicht ok ist?"
PS: Auch auf KHG und das Nicht-Zahlen von Steuern umlegbar.
eine Wahlkabinenrevolution gegeben hat, die Viktor Orbán und seiner Regierung die Vollmacht gibt, einen Dieb geistigen Eigentums als Präsident zu halten.
Damit wird jeder ungarische Titel abgewertet und Ungarn zum Zielpunkt für Satiriker.
P. Schmitt hat bislang alle Gesetzesbeschlüsse unterzeichnet und wird dies auch in Zukunft tun.
Hier zeigt wieder die ungarische Regierung, dass sie sich nicht an die einfachsten Regeln in Europa hält. Das ist kein Zufall, sondern beabsicht. Wenn Schmitt von demokratischen Staaten nicht eingeladen wird, dann kann das in Orbanistan zur weiteren Aufschaukelung des Nationalismus verwendet werden.
Ungarn hat dank Viktor Orbán einen Plagiator als Präsidenten. Geistiges Eigentum darf in Ungarn gestohlen werden.
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