Gerichtsverfahren live im britischen TV

28. März 2012, 17:59

Öffentlichkeit solle die komplexen Verfahren besser verstehen

London - Ein Gesetz soll demnächst Live-Fernsehen von Gerichtsprozessen erlauben, berichtet der Guardian. Die Öffentlichkeit solle die komplexen Verfahren besser verstehen, argumentiert die Regierung. (prie, DER STANDARD; Printausgabe, 29.3.2012)

Mit welchen Argumenten wurde das eigentlich in den meisten Ländern verboten?

Ablenkung? Kann ich bei einem Rudel Pressefotografen ja noch verstehen aber bei einem Gerichtskamaramann nicht so ganz.

Oder ist man der Meinung, dass sich die Zeugen dann nicht alles sagen trauen?

Auch in Österreich

wurde noch in den 1960ern während der Verhandlung fotografiert und gefilmt. Dann wurde das verboten.
Klar: So mancher "lustiger" Richter oder Staatsanwalt will nicht, dass die Öffentlichkeit mit eigenen Augen sieht, wie absurd oder dilettantisch es mitunter im Gerichtssaal zugeht. Und ein Bericht aus zweiter Hand ist da leider weniger effektiv.
Beim Tierschützerprozess - was immer man auch von den Aktivisten halten mag - wäre es zu einem weitaus größeren öffentlichen Aufschrei gekommen, wenn man gewisse Wortwechsel quasi live hätte erleben können. Der Dokumentarfilm zu diesem Thema war zwar teils sehr erschütternd über die Vorgänge im Gerichtssaal, konnte aber leider nur mit animierten Zeichnungen arbeiten.
Daher: Zurück in die 1960er!

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