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vergrößern 700x548Das Leben in Südkalifornien - ein Traum: Tony Curtis und Claudia Cardinale in Alexander Mackendricks letztem Film "Don't Make Waves" (1967).
Wien - Ein Mann will nach oben. Sein Geschäft ist die Kommunikation. Seinen Klienten - Entertainer, Sternchen, Klubbesitzer - vermittelt er gegen Geld Medienpräsenz. Den Journalisten muss er dafür auch anderweitig zu Diensten sein. Der Zweck, sein Aufstieg aus dem kleinen Büro mit Wohnhinterzimmer zu Geld und Glamour, heiligt alle Mittel. Aber ein mächtiger Kolumnist, dessen In-trige der wendige PR-Agent noch nicht zum gewünschten Erfolg führen konnte, droht ihn nun fallen zu lassen.
Im nachtschwarzen New York entspinnt sich ein unbarmherziger
Gesellschaftskrimi mit Starbesetzung: Tony Curtis mit und gegen Burt Lancaster,
eine kleine Rufschädigung mit großen Folgen, ein innerfamiliärer Machtkampf, der
auf Ersatzschauplätzen und von Mittelsleuten ausgetragen werden muss. Der
PR-Mann Sidney Falco (Curtis) wird durch diese Geschichte getrieben. Er passt
sich dem Verlauf jedoch auch fortwährend geschmeidig an, selbst aus größten
Demütigungen vermag er umgehend wieder Kapital zu schlagen.
The Sweet Smell of Success (Dein Schicksal in meiner Hand) war die erste Produktion, die der Schotte Alexander Mackendrick 1957 in den USA realisierte. In Großbritannien hatte er sich zuvor schon einen Namen als Spezialist für hintergründige, böse Komödien gemacht. Heute noch verbindet man ihn vor allem mit den Ladykillers (1955) und mit den West-Londoner Ealing Studios, die damals eine Blütezeit erlebten.
Trockene Schotten
Ebendort landete der 1912 geborene und zunächst als Werbegrafiker ausgebildete Mackendrick nach seinem Kriegsdienst in einer Propagandaeinheit. Sein Regiedebüt 1949 hieß Whisky Galore! (Freut euch des Lebens), ein Schelmenstück auf den Äußeren Hebriden anno 1943. Eine verschworene Dorfgemeinschaft, die wegen des kriegsbedingt versiegten Whiskynachschubs in tiefe Depression verfallen ist, schöpft neue Hoffnung, als vor der Küste das Frachtschiff S.S. Cabinet Minister auf Grund läuft: Auf dem nunmehr schräg im Wasser liegenden Kahn lagern tausende Gebinde. Allerdings werden diese von einem übereifrigen Home-Guard-Captain quasi in Geiselhaft genommen - kreativer Widerstand ist da gefragt.
Mackendricks Talent für die Inszenierung kauziger Figurenensembles ist schon erkennbar. Sein zweiter Spielfilm, die fein gesponnene Satire The Man in the White Suit (1951), setzt außerdem auf einen jungen Star: Alec Guinness geht als Industriechemiker gleich zu Anfang in Deckung. Die Welt ist nicht reif für seinen unzerstörbaren, schmutzabweisenden Anzug. Als Komödienstoff taugt das aber allemal. Mit seinem dritten Film, Mandy (1952), eröffnet sich Mackendrick ein anderes Feld, noch zwei weitere Erzählungen werden mit kindlichen Einzelgängern sympathisieren.
Nachdem die kalifornische Strandkomödienturbulenz Don't Make Waves 1967 floppte, führte Alexander Mackendrick nie mehr Regie, stattdessen unterrichtete er am California Institute of the Arts. Das Filmmuseum zeigt alle neun Spielfilme des 1993 verstorbenen Regisseurs. (Isabella Reicher, DER STANDARD, 29.3.2012)
Bis 11. April
Vortrag des britischen Mackendrick-Spezialisten Paul Cronin heute, Donnerstag, 20.45
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Eine umfangreiche link-Sammlung zum 100. Geburtstag:
http://www.thestickingplace.com/film/film... roduction/
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