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Der Papst in Kuba.
Ciao Havanna. Heute noch Kurzbesuch beim Máximo Líder und Abschiedsmesse auf dem Platz der Revolution, dann geht's wieder heimwärts in den Vatikan. Drei Tage lang hat Papst Benedikt XVI. Kuba besucht, brav gerierten sich die Medien als verlässliche Hofberichterstatter. Die PR-Abteilung des Vatikans freut sich, die der Regierung in Havanna ebenso.
Kuba machte zur Abwechslung politisch unverfängliche Schlagzeilen, das kurbelt den Tourismus an. Promi-Tourist Benedikt konnte gewissermaßen mit einem Heimspiel rechnen: Jede zweite Kubanerin, jeder zweite Kubaner ist Mitglied der katholischen Kirche. Einen menschenliebenden Sidestep zum neben Kuba gelegenen US-Hochsicherheitsgefängnis Guantanamo machte er auch in seinen Reden nicht. Warum auch. Dort sind vor allem Andersgläubige untergebracht.
Benedikts Mission ist zielgerichtet. Den "geschätzten Einwohnern dieser schönen Insel" versicherte der oberste Hirte auf der päpstlichen Website Vaticanista, dass er die "berechtigten Anliegen und legitimen Wünsche" aller Kubaner im Herzen trage. Er bete für diejenigen, die sich benachteiligt fühlten, die Ausgegrenzten und alle, die an Leib und Seele litten.
In der aktuellen Rangliste von Reporter ohne Grenzen hält Kuba Platz 167, nur zwölf Ränge vom Schlusslicht Eritrea entfernt. Kritische Stimmen werden auf dieser "schönen Insel" seit je mundtot gemacht, kritische Intellektuelle in Gefängnisse verbannt. Dementsprechend vorsorglich wurden auch vor dem Papstbesuch zahlreiche Repräsentanten der kritisch-intellektuellen Szene noch schnell hinter Gitter gebracht. Ob vorübergehend oder langfristig, ist nicht bekannt.
Der Papst hat anderes im Kopf. Ihm liegen vor allem seine kubanischen Glaubensschäfchen am Herzen. In diesem Sinne könnte auch der Ratschlag an die Gebrüder Castro zu verstehen sein, den Karfreitag zum Feiertag umzufunktionieren. In Österreich ist dies übrigens ein ganz normaler Arbeitstag, für Katholiken lediglich ein Fasttag. Nur den Protestanten ist der Kreuzigungstag Christi einer ihrer wenigen hohen Feiertage. Da hat wohl die deutsche Vergangenheit des obersten Hirten zugeschlagen. Denn in Bayern wird an beiderlei christlichen Feiertagen blaugemacht.
"Lieber Fidel, zeig ihm, wo Gott wohnt!", postet ein derStandard.at-Leser. Buena vista in Havanna, schöne Aussichten für das Treffen der beiden betagten Herren jenseits des Social Clubs.
Ansonsten verkauft sich der Papst blendend, und die Medien ziehen mit. Sehr charmant, nahezu bübisch hübsch schaut in den derStandard.at-Ansichtssachen Benedikt XVI. alias Joseph Aloisius Ratzinger mit seinem in Weiß und Gold gehaltenen Sombrero aus. Bilder des Papstes bei seinem Mexiko- und Kubatrip gibt es inzwischen im Überfluss. Keines jedoch zeigt seine Füße. Offen bleibt damit die Frage: Trägt er noch immer dieselbe Marke wie Meryl Streep in dem Film "Der Teufel trägt ..." - eh schon wissen? (Rubina Möhring, derStandard.at, 28.3.2012)
Indische Frauen sind Übergriffen oft schutzlos ausgeliefert, sagt Ranjana Kumari. Rubina Möhring von Reporter ohne Grenzen traf die Ikone der indischen Frauenrechtsbewegung.
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in Cuba ansprechen? Nur weil das Lager auf Cuba ist? Aber es ist doch nicht unter Cubanischer Verwaltung?
Das ist ein US Amerikanisches Thema.
Was die Kath. Kirche von der Behandlung von Kriegsgefangenen hält, lässt sich zB hier nachlesen:
http://salt.claretianpubs.org/sjnews/20... 0607e.html
Da ist die Cubanische Mediengeschichte schon spannender - was hat der Papst zu den Cubanischen Zuständen in Cuba gesagt?
Das fände ich viel interessanter!
ich dachte fidel ist wie che: unsterblich
zum artikel: wieso soll gerade auf kuba dieser papst plötzlich so etwas wie zivilcourage zeigen? jemand, der in seiner eigenen organisation ständig wegschaut, wenn kleine kinder missbraucht werden, macht das beim besuch einer diktatur quasi aus routine... also - alles nach protokoll
zu lassen, möglichst ohne sich von Fakten verwirren zu lassen.
ZB: http://www.tagesschau.de/inland/pa... ch164.html
"Papst Benedikt XVI. hat sich am Abend überraschend mit einer Gruppe von Opfern sexuellen Missbrauchs durch Priester und kirchliche Mitarbeiter getroffen."
Klingt das nach Wegschauen?
Guantanamo ist kein cubanisches Problem sondern eines der USA.
Die dortige Bischofskonferenz hat sehr deutlich für die Beachtung der Genfer Konventionen für Kriegsgefangene Stellung bezogen.
Das Treffen Papst Benedikts sieht nicht nach Wegschauen aus, sondern nach: dem großen Druck ,den vielen Austritten der Katholiken und der Negativpresse e t w a s entgegenzukommen. Es sind sowieso nur einige salbungsvolle Worte, die der Papst dafür findet.
nur eine mögliche und nur eine Interpretation.
Ich kann in den Papst nicht hineinschauen und kenne daher seine innere Motivationslage nicht.
Er erscheint Ihnen nicht glaubwürdig - ich hingegen bin mir nicht sicher, wie glaubwürdig er in diesem Punkt ist, auch wenn ich ihn sonst für sehr glaubwürdig halte.
Sicher kann ich nur sagen, dass es jedenfalls kein Wegschauen, Betroffene zu treffen und genau das wollte ich sagen. - Eben als Antwort auf meinen Vorposter.
dass der papst keine parada an den füßen trägt, hätte google Ihnen schneller enthüllt als Sie "thanks-that-you-googled-that-for-me" sagen können...
http://www.sueddeutsche.de/leben/die... r-1.199741
gern geschehen
"Ansonsten verkauft sich der Papst blendend, und die Medien ziehen mit. Sehr charmant, nahezu bübisch hübsch schaut in den derStandard.at-Ansichtssachen Benedikt XVI. alias Joseph Aloisius Ratzinger mit seinem in Weiß und Gold gehaltenen Sombrero aus."
Und das im Pressefreiheits-Watchdog derselben Zeitung.
*rofl!*
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