Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Öffis statt private PS.
Ich wusste es: Früher oder später wird mir mein führerscheinloses Dasein zum Verhängnis. In Amerika bin ich ein Mensch zweiter Klasse. In New York, der Stadt der Fußgänger, sieht man über diesen Makel noch hinweg. Doch sobald ich mich herauswage aus dem Big Apple, gelte ich schlichtweg als Invalide.
Die Entscheidung - getroffen eher aus Gleichgültigkeit und Faulheit -, den Führerschein nicht zu machen, betrachten viele Amerikaner mit Argwohn. Es muss sich ganz eindeutig um eine besondere Störung handeln, die es mir nicht erlaubt, mich hinter das Steuer zu setzen. Offenbar stelle ich eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Oder ich stamme aus einem privilegierten Haushalt, in dem mir immer ein Chauffeur zur Seite gestellt wurde. Und dann wäre da noch die Allzweck-Interpretation: So sind sie halt, die Europäer, diese Snobs, die diese hehre Fortbewegungsmethode nicht zu würdigen wissen.
Doch seit geraumer Zeit bin ich nicht mehr allein. Seit ein paar Jahren macht sich eine Trendwende bemerkbar, vor allem bei jungen Amerikanern. Während in den 80er-Jahren noch 80 Prozent aller 18-Jährigen den Führerschein machten, waren es 2008 nur mehr 65 Prozent. In der Autoindustrie schrillen die Alarmglocken. Wer keinen Führerschein macht, wird auch kein Auto kaufen. Wohin wird das führen?
Ein Stück Amerika am Sterben
Der Jungamerikaner kann sich das Auto, das Benzin, die Versicherung nicht leisten - oder will es sich nicht leisten, weil man in der Stadt leben will, einem die öffentlichen Verkehrsmittel genügen und man die Umwelt schonen möchte. Die Autoren Todd und Victoria Buchholz interpretieren das anders. Die führerscheinlose Gesellschaft sei nichts weiter als eine Generation von Kindern, die den Hintern nicht hochkriegen. Eine Generation von Nesthockern, die lieber auf Facebook über ihre triste Arbeitssituation lamentieren, als die Straßen unsicher zu machen.
Amerikanischer Abenteuergeist ade. Lakonisch stellen die Autoren fest, dass mit der neuen Gleichgültigkeit gegenüber dem Führerschein ein Stück Amerika vom Aussterben bedroht sei. In Zukunft wird es keine Rebellen mehr geben, die sich danach sehnen, den Wind in den Haaren zu spüren, Altes zurückzulassen, um Neues zu erobern, keine verschrobene "Thelma & Louise"-Romantik von Freiheit und Unabhängigkeit mehr.
Vielleicht ist es langsam Zeit, meine Komfortzone des Fußgängers zu erweitern. Diesen Sommern wird der Führerschein gemacht. Dann werden wir ja sehen, ob ich tatsächlich eine Gefahr für die Allgemeinheit bin. (Solmaz Khorsand, derStandard.at, 29.3.2012)
Das Massaker in einem Sikh-Tempel bringt Amerikas Neonazis in die Schlagzeilen
Sheldon Adelson versucht Obamas jüdische Wahlklientel zur Vernunft zu bringen
Schwarze Frauen entdecken den Afro neu und lösen eine Kulturdebatte aus
Anne-Marie Slaughter verärgert Frauen mit einem provokanten Artikel über feministische Mythen
Zum ersten Mal untersuchen Staatsanwälte Einschüchterungsversuche bei Missbrauchsopfern in New Yorks ultraorthodoxer jüdischer Community
auto ausgegeben. damit hatte ich dann jederzeit die möglichkeit freunde zu treffen (telefon hatte ich nicht). 2012 hat mein neffe keinen führerschein aber pc, handy & co. und was macht er damit ? er hält kontakt zu seinen freunden und nach möglichkeit treffen sie sich dann mal wirklich physisch...
Aber außerhalb wird`s schon verdammt mühsam, alles rückt immer mehr an den Stadtrand, nach 20h ist es ziemlich vorbei mit ÖFF. Vermeide viele Autofahrten, erledige sehr viel zu Fuß oder mit Zug, aber ohne Auto komm ich in der Provinz keinesfalls durch!
den konzernchefs droht der rückfall unter die armutsgrenze:
http://www.welt.de/wirtschaf... -Euro.html
http://www.auto-motor-und-sport.de/news/geha... 93504.html
wohne am Land, arbeite in der Stadt.
20.000 km pro Jahr auf der Strecke, alles mit Öffis.
Geht alles, is nur eine Sache der Einstellung.
Hab zwar den Führerschein, aber der is nur noch ein Relikt.
Mir wär ne Karre viel zu teuer, da weiß ich besseres mit der Kohle anzufangen...
Wenn Punkt 1 gegeben ist, muss Punkt 2 nicht unbedingt erfüllt sein, eher sogar im Gegenteil. Ich kann ab etwa 5:00 Uhr früh in die Arbeit fahren und bis 22:15 Uhr dort bleiben. Ist alles innerhalb der Öffizeiten (Zug). Mit dem Rad gibt es keine Einschränkung.
Alle können das natürlich nicht tun, ist mir schon klar, aber ein Großteil, derjenigen, die sich aussuchen könnten, tun es eben nicht und bleiben beim Auto, DAS ist das Problem.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.