Jobangst grassiert in Österreich

16. Juni 2003, 10:58
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Umfrage: Acht von zehn beurteilen Arbeitsmarkt "negativ" - Frauen zuversichtlicher als Männer

Wien - Acht von zehn Personen schätzen die derzeitige Situation am Arbeitsmarkt als "negativ" ein. Lediglich 7,5 Prozent der Befragten bewerten die aktuelle Job-Lage als "gut" oder "sehr gut", wie aus einer Umfrage des Internet-Marktforschers Marketagent.com in Kooperation mit dem Online-Arbeitsvermittler Jobfinder.at hervorging. Auf einer 5-stufigen Skala nach dem Schulnotensystem beurteilten die Befragten die derzeitige Lage am Arbeitsmarkt mit der Note 4,02. Noch düsterer sehen Arbeitslose ihre berufliche Zukunft und gaben die Durchschnittsnote 4,34.

Die Studie zeigte auch geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Beurteilung. Während 37 Prozent der Männer die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt "gar nicht gut" sehen, sind es bei den Frauen nur 22,8 Prozent. Nur jeder Zehnte der Befragten vertritt die Ansicht, dass "sich der Jobmarkt im Vergleich zum Vorjahr erholt hat".

Kurzfristig, also innerhalb der nächsten sechs Monate, erwarten sich 21 Prozent der Befragten eine "eher verbesserte Stimmung", von einer Verschlechterung gehen lediglich 6 Prozent aus. Deutlicher Optimismus keimt erst bei langfristigen Prognosen auf: So rechnen rund 56 Prozent der 578 befragten Personen mit einer "Besserung der Lage in den nächsten zwei bis drei Jahren".(APA)

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