Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Insgesamt schnitt die Hälfte der getesteten Zahnärzte mit "gut" ab.
Wien - Amalgam ist als Füllungsmaterial vor allem aufgrund seines Quecksilberanteils ins Gerede gekommen. Wissenschaftlich belegt ist der Zusammenhang von Amalgamplomben und gesundheitlichen Problemen nicht. Dennoch raten viele Zahnärzte generell zu einem Tausch aller Amalgamfüllungen, stellte sich bei einem Test des Magazins "Konsument" heraus.
Test von 15 Wiener Zahnärzten
Zwei Testpersonen ließen sich von 15 zufällig ausgewählten Wiener Zahnärzten hinsichtlich Amalgamsanierung und Amalgamtausch beraten. Der Großteil der Ärzte informierte zudem vorrangig über privat zu zahlenden Leistungen - etwa Goldinlays oder Kunststofffüllungen.
Der Test zeigte, dass kein einziger Zahnarzt sämtliche vom Gutachter im Vorfeld identifizierten Schädigungen erkannte: Teilweise wurde die Sanierung von zu Testbeginn als gesund eingestuften Zähnen vorgeschlagen, teilweise wurden sanierungsbedürftige Zähne übersehen. Die beiden Testpersonen stießen auf völlig gegensätzliche Diagnosen, die von "alles gesund" bis hin zu "alle Füllungen müssen erneuert werden" reichen. In sieben von 30 Fällen wurde zu einem Tausch aller Amalgamfüllungen geraten - gleich ob diese intakt waren oder nicht.
"Aus medizinischer Sicht müssen intakte Amalgamfüllungen nicht getauscht werden. Dazu kommt, dass eine Quecksilberbelastung vor allem beim Legen und Entfernen der Füllungen auftritt. Beim Ausbohren für die neue Füllung muss darüber hinaus auch immer gesunde Zahnsubstanz entfernt werden", erklärt Angela Tichy, Gesundheitsexpertin beim Verein für Konsumenteninformation (VKI). Immerhin klärte ein Großteil der Ärzte über Vor- und Nachteile der Materialien und über die Kosten auf.
Insgesamt schnitten sieben der 15 getesteten Zahnärzte "gut" ab. Zwei Kollegen wurden als "durchschnittlich" beurteilt. Vier Zahnärzte erhielten nur ein "weniger zufriedenstellend", bei zwei weiteren sei der Test "nicht zufriedenstellend" verlaufen.
Zweitmeinung einholen
Sofern der Zahnarzt zu einer Komplettsanierung rät, ist es sinnvoll, eine Zweitmeinung einzuholen, rät der VKI. Alternativ verwendete Materialien wie Kunststoffe, Gold und Keramik haben gegenüber Amalgam nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Wer sich dennoch für eine Amalgamsanierung oder einen Tausch von Füllungsmaterialien entscheidet, sollte sich über diese Vor- und Nachteile sowie die zu erwartenden Kosten ausreichend informieren. "Hier hat man als Patient auch das Recht auf einen schriftlichen Kostenplan", sagt Tichy.
Kosten berücksichtigen
Füllungen aus Amalgam oder Zement werden von den Krankenkassen bezahlt, Kunststoff-Füllungen hingegen sind nur im Frontzahnbereich eine volle Kassenleistung. Nur wenn Amalgam aus medizinischer Sicht nicht eingesetzt werden darf, werden die Kosten auch im Seitenzahnbereich von den Krankenkassen übernommen. In allen anderen Fällen wird lediglich ein Kostenzuschuss in Höhe von 80 Prozent jenes Tarifes gewährt, der für die entsprechende Zahnfüllung aus Amalgam oder Zement vorgesehen ist. (red, derStandard.at, 28.3.2012)
Zum Thema
Amalgam: Umstrittenes in aller Munde
Nähere Informationen zum Test
Ab dem 29.3. im April-KONSUMENT und ab sofort auf www.konsument.at
Drei Patienten berichten über ihre negativen Erfahrungen mit Zahnimplantaten - Unverträglichkeit führt zu Schmerzen, Hautausschlägen und Müdigkeit
Unverträglichkeiten auf zahnärztliche Werkstoffe sind extrem selten, weiß der Implantologe Gottfried Schmalz
Etwa 30.000 Implantate wurden 2012 in Österreich gesetzt - Verluste sind selten, Komplikationen häufig - Zehn Fragen, die man dem Zahnarzt vor dem Eingriff stellen sollte
Behandlungen sollten in den meisten Fällen kurz vor Beginn der Pubertät starten, betonen Experten bei der Internationalen Kieferorthopädischen Tagung
Die erste Zahngeneration legt den Grundstein für Essenzielles wie Kauen, Gesundheit im Mund und Sprachentwicklung
Deutsche Forscher konnten nun nachweisen, dass mit einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ein erhöhtes Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten einhergeht
Zahnfleischbluten ist ein ernstes Symptom, das gern verharmlost wird - Besonders oft sind Schwangere betroffen
Dem Zahnfleisch wird immer noch zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet - Expertentipps für eine gesunde Gingiva
Bleibt eine Parodontitis unbehandelt, können Knochenschwund und Zahnverlust die Folge sein - Herzinfarkte löst die Infektionskrankheit nicht aus
In der Steiermark sind 64 Prozent der Schulanfänger kariesfrei. Vor rund 20 Jahren waren es nur 27 Prozent
Karies ist eine Infektionskrankheit, die beinahe 100 Prozent der westlichen Bevölkerung betrifft - Experte plädiert für zahnärztliche Untersuchung im Mutter-Kind-Pass
Kariesraten sinken - Hälfte der 34- bis 44-Jährigen hat Parodontitis
Besonders nikotinfreie Snus-Produkte sind schädlich für die Zähne, da sie Stärke und andere Kohlehydrate enthalten
"Verbessert deutlich die Präzision der Passform" - Erspart Patienten unangenehme Begleiterscheinungen
Ergebnisse einer Langzeitstudie: Zahnimplantate weisen eine hohe Zuverlässigkeit mit einer geringen Komplikationsrate auf
Bakterien im Mund begünstigen Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen
Der Patient sitzt beim Zahnarzt, ist voll zugespritzt, der Bohrer surrt und der Schmerz setzt ein - "Gibt's nicht", meint der Zahnarzt
Menschen mit Behinderung haben ein hohes Risiko an Karies und Parodontitis zu erkranken
Wurzelkanalbehandlung besser als Implantat - Kann den Zahn bei guter Mundhygiene und adäquater Versorgung ein Leben lang erhalten
Die nachkommenden zweiten Zähne sind besonders empfindlich - Weihnachtliche Süßigkeiten genießt man wenn möglich als Nachspeise
Zahnmedizinische Eingriffe für Herzpatienten problematisch - Endokarditis-Prophylaxe vor Zahnbehandlung empfohlen
"Sichere Nadeln" seien im Mund nicht anwendbar - Die Behandlung müsse dann entweder in Vollnarkose oder ohne Narkose erfolgen
Mangelhaftes Putzen führt bereits bei Kleinkindern zu Karies - Abendliches Fläschchen und Dauerstillen schaden den Zähnen
Mit Urlaub kann man Leiden nicht davonfahren
Analyse einzelner Bakterienarten reicht nicht aus, um Erfolg bei der Behandlung von Parodontitis beurteilen zu können
Bohrer solche Temperaturen entstehen. Selbst die dann frei werdenden Mengen sind gering.
In Wahrheit gibt es für "Amalgam-Beschwerden" (Kopfweh, Kreuzweh, Müdigkeit) eine EINZIGE Ursache: nämlich das Streben der Zahnärzte nach Luxus-Villen ;-) Deswegen reden einige Zahnärzte den Patienten ein, sie müssten alle Amalgam Füllungen entfernen lassen. Das ist durchaus hilfreich, aber nur für das Bankkonto des Zahnmediziners der für die neuen Füllungen kräftig abca$ht.
Der Nutzeffekt für Patienten ist null. Hin und wieder berichten Patienten über Placebo-Effekte. Naja wer so viel dem Zahnarzt schenkt, MUSS sich ja irgendeinen Effekt einreden.
Allen anderen rate ich, um das Geld SELBST einen Urlaub oä zu machen. DAS wirkt GARANTIERT BESSER!!!
was bei Ärzten aller Fachrichtungen normal ist, ist bei Zahnärzten ganz besonders häufig: Geht man als Patient zu zwei zahnärzten, so hat man garantiert zwei komplett verschiedene Diagnosen und ebenso Therapievorschläge. Geht man zu einem dritten Zahnarzt, kommt eine weitere Diagnose und Therapie dazu. Von alles ok, bis alles komplett sanierungsbedürftig ist alles da.
Wie schön. Als Patient hat man dann die Wahl der angenehmeren / schmerzärmeren / kostengünstigeren Therapie.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.