Wiens "Eis-Greißler" plant zweiten Standort

  • Take-away-Konzept: Das jetzige Lokal in der Rotenturmstraße hat gerade einmal 18 Quadratmeter.
    foto: apa/anja lampert

    Take-away-Konzept: Das jetzige Lokal in der Rotenturmstraße hat gerade einmal 18 Quadratmeter.

Bio-Milchbauern wollen neben dem kleinen Geschäft in der Rotenturmstraße eine weitere Filiale eröffnen

Wien - Sommerzeit heißt Schlangestehen - zumindest für die Kundschaft des "Eis-Greißlers" in der Wiener Innenstadt: Der kleine Store mit Bio-Gefrorenem hat sich seit seiner Eröffnung vor einem Jahr zu einem Hotspot oder besser Coldspot der urbanen Stanitzl-Liebhaber gemausert. Nun könnte bald ein zweites Geschäft dazukommen. Die Betreiber, ein Milchbauern-Ehepaar aus dem niederösterreichischen Krumbach, halten nämlich derzeit Ausschau nach einem weiteren Standort.

"Wir sind aktiv auf der Suche", sagte Chef-Greißler Georg Blochberger. Bisher sei die Expansion aber am Geld, unter anderem an "Ablösesummen, die sich kein Mensch leisten kann", gescheitert. Man habe jedenfalls keine große Eile mit der Dependance, die zwischen 30 und 50 Quadratmeter groß sein soll. Das jetzige, im Retro-Stil gehaltene Lokal in der Rotenturmstraße hat gerade einmal 18 Quadratmeter.

Take-away in zentraler Lage

Der Nebenerwerbs-Eismacher kann sich vorstellen, auch die zweite Filiale in der City anzusiedeln. Die Mariahilfer Straße sei aber ebenfalls interessant - denn: "Irgendwo in einem Hinterhof sehen wir uns nicht." Wie bisher will man rein auf das Take-away-Konzept setzen. Eiscoups und Sitzgelegenheiten wird es also weiterhin nicht geben.

Das Gefrorene wird ausschließlich unter Verwendung der eigenen Bio-Milch zubereitet, versichern die Blochbergers. Folgerichtig bezeichnet der Eissalon-Besitzer seine 35 Kühe als "Mitarbeiterinnen". Trotz des großen Erfolgs - an heißen Sommertagen muss man beim Eis-Greißler mitunter eine Viertelstunde anstehen - muss für die Erzeugung keine Fremdmilch zugekauft werden. "Das geht sich locker aus", betonte der Betreiber.

Kooperation mit Zotter

Von Anfang an setzte die Greißlerei neben Klassikern auf ausgefallene Sorten wie Holunderblüte, Mohn oder gar Ziegenkäse. Für heuer kündigte Blochberger etwa Rhabarber an. Außerdem gibt es seit kurzem eine Kooperation mit dem steirischen Chocolatier Josef Zotter, dessen Schokolade in einschlägigen Geschmacksrichtungen verarbeitet werden soll. (APA, 27.3.2012)

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