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vergrößern 600x447Hernalser Hauptstraße 31: Eher keine noble Gegend Wiens.
Von der Hausverwaltung hat sie das Okay, die Gebietsbetreuung unterstützt die Aktion auch - jetzt hofft TU-Studentin Katharina Fohringer nur noch, dass ihr nicht noch "irgendeine Wiener Magistratsabteilung" einen Strich durch die Rechnung macht. Die Rechnung, die lautet nämlich so: Zwei Wochen lang lässt Fohringer im Mai fremde Menschen in ihrer Atelier-Wohnung im Erdgeschoß in der Hernalser Hauptstraße 31 wohnen - kostenlos, als Kunstaktion und als Experiment für ihre Diplomarbeit.
Alternativen
Die Studentin will mit ihrer "Intervention" nämlich aufzeigen, was aus freistehenden Erdgeschoßlokalen im dicht verbauten Gebiet so alles gemacht werden könnte - anstatt diese Flächen wiederholt nur mit Wirtschaftsbetrieben der Sparten Handel und Dienstleistungen zu bespielen (Wohnen ist dort normalerweise nicht erlaubt, das Kunstprojekt ermöglicht die Ausnahme). Handlungsräume sollen so generiert und "potenzielle nachhaltige Wirkungen experimentell ausgelotet" werden - durchaus auch in Zusammenhang mit den laufenden Erdgeschoß-Experimenten für die Seestadt Aspern, wie Fohringer im Gespräch mit derStandard.at betont: Dort solle ja "Urbanität geschaffen werden, wo noch gar keine ist" - in der dicht verbauten Hernalser Hauptstraße wäre sie eben schon da.
Dazu gehört auch der Verkehr: Die untere Hernalser Hauptstraße ist eine Einbahnstraße stadteinwärts, wochentags brausen hier praktisch immer Kraftfahrzeuge vorbei. Die wenig noble Gegend - Spielhöllen und "Erotikcenter" gehören dort zum Stadtbild - könnte das Vergnügen, im Erdgeschoß zu wohnen, zu einem zweifelhaften werden lassen.
Bewerbungen bis 16. April
Von 12. bis 26. Mai sollen die ProbewohnerInnen jedenfalls mitsamt ihren persönlichen Dingen in das Erdgeschoßlokal einziehen, so lautet der Plan. Bewerben kann man sich noch bis 16. April, per E-Mail und mit "kurzem Statement, Gedanken und Vorstellungen zum Thema 'Wohnen im Erdgeschoß'". Am liebsten, so Fohringer, wären ihr Menschen, "die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen".
Ein paar haben sich schon gemeldet, beispielsweise ein Student, der auf dem Land aufgewachsen ist, erzählt die Diplomandin. Er vermisst in der Großstadt die grundsätzliche Zugänglichkeit der Häuser über Terrassentüren. Falls es für ihn also nichts wird mit dem Probewohnen in Hernals, dann könnte immerhin die Seestadt Aspern eine Option sein. (map, derStandard.at, 27.3.2012)
Service
Bewerbungen bis 16. April an KFCT_werkraum@gmx.at (samt "kurzem Statement, Gedanken und Vorstellungen" - siehe oben). Weitere Informationen dazu gibt es unter kulturnetz-hernals.at oder auch unter kfctwerkraum.wordpress.com.
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Handlungsräume sollen so generiert und "potenzielle nachhaltige Wirkungen experimentell ausgelotet" werden
wie ich dieses geschwurbel in meiner zeit an der tu gehasst habe...
und dann sitzen sie in einem architekturbüro als unterbezahlte zeichenknechte und verzweifeln am korrekten durchdetailieren eines attikaanschlusses :-)
was will man sich auch anderes von unterbezahlten zeichenknechten erwarten während dem studium noch voller elan schmeißt man sie in das mahlwerk der ökonomie- und was dann passiert beschreibt j. ruskin ja so schön:
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.
:D
Wohne derzeit in einer Erdgeschosswohnung (Altbau, hofseitig). Das ist alles andere als ein Vergnügen. Kein Sonnenlicht und damit verbunden feuchte Wände... im Frühling, Herbst und Winter immer sehr kalt... nur im Sommer ist es angenehm kühl (dafür zeigt sich halt die Sonne nicht). Wenn man die Heizkosten bedenkt sind viele Erdgeschosswohnungen auch nicht gerade günstig bzw. oft sogar teurer...
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