Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Uraufführung von "Getränk Hoffnung": Die Bankangestellte (Alexandra Henkel) trinkt dem Kunden (Dietmar König) gleich zu Beginn des Beratergesprächs etwas vor.
Wien - Ein Stück zur Stunde - und doch wieder nicht: Die Sorgenfalten heutiger Erwerbstätiger, deren Einkommen auf unklare Versprechungen hin im Schlund einer Bank landen, vertiefen sich zusehends. Kauf dir heute Fondsanleihen, damit du es in dreißig Jahren besser hast? Wer weiß. Der junge deutsche Autor David Lindemann (geboren 1977) hat in seinem Stück Getränk Hoffnung das Verhältnis Bank/Kunde unter die Lupe genommen. Nun im Vestibül des Burgtheaters uraufgeführt, dreht das Stück die vertrauensbildenden Maßnahmen heutiger Geldinstitute ins Groteske.
Zum Beispiel findet das Beratergespräch nicht in, sondern auf einer Bank statt, wo die Bankberaterin (Alexandra Henkel mit Korkenzieherlocken) allfällige Anspannungen mit einem kühlen Bier vertreiben hilft. Die Sonne scheint, und so zieht sie sich aus und gönnt auch ihrem Kunden eine ordentliche Portion Sonnencreme. Eine gespenstische Dimension erhält diese außerordentliche Fürsorglichkeit, als bekannt wird, dass die Bank auch das Auto des Kunden (Dietmar König mit Dauerwelle) zum Service gebracht und sogar dessen Kinder vom Kindergarten abgeholt hat. Michael Schachermaiers Inszenierung streicht die absurden Handlungsmanöver hervor. Und hier ist es nun an der Zeit zu verraten, dass besagter Kunde den Nachnamen Bond trägt und auch im Dienste Ihrer Majestät (des eigentlichen Kunden) unterwegs ist. Gleich zu Beginn des Stücks bekommt er ein neues Dienstfahrzeug ausgehändigt. In seinem Kampf als Versuchsobjekt für das Vertrauen geht mindestens ein Zahn zu Bruch.
Noch mehr: Das verschachtelte Stück, von dem Schachermaier auf Hinweis des Autors den Epilog gekürzt hat ("Wenn man optimistisch genug ist, kann man hier aufhören"), verliert zunehmend den Boden unter den Füßen. Immer abstruser werden die Schauplätze, vertrackter die Gespräche zwischen den Bankern (Marcus Kiepe als Analyst) und Herrn Bond. Die vielen Ideen, die das Stück bündeln will, fallen ihm schließlich auseinander. (Margarete Affenzeller, DER STANDARD, 27.3.2012)
Bis 4. 4.
Martin Kusej entreißt mit der Trilogie "In Agonie" des Kroaten Miroslav Krleza ein Schlüsselwerk zum Verständnis des Ersten Weltkriegs dem Vergessen - Der Regisseur über die Modernität des Festwochen-Projekts
Nicht nur von Pappe: Der Burgtheater-Spielplan 2013/14
Mezzostar Cecilia Bartoli in "Norma" bei den Pfingstfestspielen in Salzburg
Johan Simons verzichtet auf Vertragsverlängerung
Peter Turrini gibt den Menschen, die um ihre Existenz kämpfen, eine Plattform. In "Aus Liebe" dürfen sie ihre Wut und ihre Ängste artikulieren.
Performancefestival zeigt überwiegend Österreich-Premieren
Richard Wagners "Walküre" an der Wiener Staatsoper mit Simon O'Neill, Camilla Nylund und Nina Stemme
Uraufführung von Julya Rabinowichs Asylwerberdrama "Tagfinsternis" durch Filmregisseur Markus Schleinzer
Pfiffig: "Der Revisor" von Nikolai Gogol ist in einer Neuübersetzung an den Kammerspielen in Linz zu sehen
Das Volkstheater in den Bezirken bringt "Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)" an einem Abend
Wagners "Rheingold" an der Wiener Staatsoper. Franz Welser-Möst ließ ebenso prägnant wie packend musizieren
Georg Friedrich Händels Dramma per musica "Orlando" - Der ganze bunte Abend kommt nicht über ein paar sympathische Momente hinaus
Wojtek Klemms Interpretation von Sartres "Die schmutzigen Hände" enttäuscht in Graz als unentschlossener Abend mit Längen
Der neue Scala-Chef könnte möglicherweise bereits am 23. Mai bekanntgegeben werden
Der Gewinner des Retzhofer Dramapreises Ferdinand Schmalz im Gespräch mit seinem Vorgänger, Ewald Palmetshofer
Der Ukrainer gewann mit seinem Stück "Hohe Auflösung - Ein Objektleben für fünf Schauspieler" den internationalen Wettbewerb "Über Grenzen sprechen"
Das Stück von Autorin und Regisseurin Isabella Feimer bleibt unausgegoren
Sturminger folgt 2014 auf Barbara Bissmeier - In Perchtoldsdorf hat der Regisseur bereits dreimal inszeniert
TBA21 im Wiener Augarten: An Kaler zeigt Teil zwei von "On Orientations"
Uraufführung von Peter Androschs "Opernmaschine" im Linzer Musiktheater
Vitalspritze für Kleists "Michael Kohlhaas" im Rahmen der Jungen Burg im Vestibül
Das Wiener Haus verzichtete auf Teilnahme - Suche nach Namen für Auszeichnung läuft
Als Plädoyer für die Kraft der Umwälzung hat Dimiter Gotscheff Heiner Müllers Stück inszeniert
Luk Percevals "Hamlet" zu Gast in St. Pölten
Diktatur des Fitnesswahns: Juli Zehs "Corpus Delicti" im Theater Drachengasse
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.