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Wien - Tumore können sich im Laufe einer mehrwöchigen Strahlentherapiebehandlung nicht nur "räumlich" in Lage und Volumen, sondern auch "biologisch" verändern. Im neuen Christian-Doppler-Labor für Medizinische Strahlenforschung für die Radioonkologie unter der Leitung von Dietmar Georg werden an der MedUni Wien Wege gesucht, diese Veränderungen sichtbar zu machen, um so die Radiotherapie individuell auf die PatientInnen abstimmen zu können. Am Montag wurde das CD-Labor in Wien offiziell eröffnet.
Ziel ist es, eine Hard- und Software zu entwickeln, bei der während der Bestrahlung ein Monitoring in Echtzeit stattfindet und anatomische bzw. biologische Veränderungen berücksichtigt werden. Denn während der Therapie kommt es zu einer Tumor- und Organbewegung, die der ersten Bestandsaufnahme durch die Computertomographie zu Behandlungsbeginn nicht mehr entspricht: "Jedes Therapiekonzept sollte daher die räumlichen und zeitlichen Veränderungen, die ein Tumor während der Strahlentherapie durchmacht, berücksichtigen", erläuterte Georg.
Übertragung
Die gesammelten Forschungsergebnisse sollen künftig auch auf die Ionentherapie übertragen werden. Ionenstrahlung ermöglicht durch ihre besondere Energieabgabe am Ende der Reichweite eine bessere Schonung des gesunden Gewebes als die Photonenstrahlung, zu der die in der konventionellen Radiotherapie eingesetzte Röntgenstrahlung zählt. In einigen Ländern wie beispielsweise Japan, den USA, Deutschland oder Italien werden bereits Wasserstoff- und/oder Kohlenstoffkerne klinisch erprobt. "Doch es gibt weitere potenziell interessante Ionen wie etwa Helium oder Sauerstoff", so Georg.
Als Projektpartner des auf sieben Jahre eingerichteten CD-Labors fungieren das derzeit in Bau befindliche Wiener Neustädter Krebsforschungs- und Behandlungszentrum MedAustron, die Technische Universität Dresden sowie die Unternehmen Elektra und Siemens. (red)
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Ich habe meinen Onkel und meine Tante verloren, weil sie an den Folgen von Verbrennungen der zu weit streuenden Strahlentherapie gestorben sind (nicht am Krebs!). Möglichkeiten für zielgenauere Strahlentherapie hätte es in Deutschland gegeben, Wartezeit: 1 Jahr aufwärts.
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