"Damas de Blanco" möchten den Papst sehen

Ansichtssache | 26. März 2012, 14:55

Nach der Festnahme Dutzender ihrer Mitglieder hat die kubanische Oppositionsgruppe "Damas de Blanco" ("Damen in Weiß") erklärt,  zu den Papstmessen in Kuba gehen zu wollen. Papst Benedikt XVI. besucht die kommunistisch regierte Karibikinsel vom 26. bis zum 28. März. Ein Treffen mit regimekritischen Gruppen wie den "Damas de Blanco" ist nicht geplant.

"Wir werden versuchen hinzugehen, koste es, was es wolle", sagte die Leiterin der Gruppe, Berta Soler, nach ihrer Freilassung am Montagabend (Ortszeit). Sie und über 70 weitere Frauen waren am Sonntag von Sicherheitskräften in Havanna und anderen Städten daran gehindert worden, nach dem Kirchgang ihre traditionellen Protestaktionen abzuhalten, mit denen sie gegen politische Unfreiheit und für die Freilassung der politischen Häftlinge demonstrieren. Bis zum Montag waren nach Angaben der Aktivistin Berta Soler alle wieder auf freiem Fuß. Soler kritisierte die Verhinderung ihrer Protestmärsche. "Wir werden das nicht akzeptieren", sagte sie. Ihre Gruppe habe das Recht, ihre Meinungen zum Ausdruck zu bringen und sich frei zu bewegen. (APA, derStandard.at, 26.3.2012)

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Aktivistin Belkis Cantillo begrüßte in ihrer Wohnung Journalisten. Laut ihr wurde den "Damas" den Besuch der Messfeier mit Papst Benedikt XVI. verboten.

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Die "Damas de Blanco" würden daher zu den Messen mit Papst Benedikt XVI. am 26. März in Santiago de Cuba und am 28. März in Havanna gehen.

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Die "Damas" hatten sich 2003 nach der Festnahme und Verurteilung von 75 Dissidenten gegründet.

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Seitdem veranstalten die weiß gekleideten Frauen jeden Sonntag nach dem Gottesdienst in der Kirche Santa Rita einen friedlichen Protestmarsch, um unter anderem die Freilassung der politischen Häftlinge zu fordern.

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Eine Aktivistin zeigt das Bild einer politisch Gefangenen während der Protestaktion bei der Kirche von Santa Rita in Havana.

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