Fast ein Drittel der Firmen verbietet privates Surfen

26. März 2012, 12:41
  • Wer was im Büro darf, sollte Gegenstand einer Betriebsvereinbarung sein.
    foto: apa/dpa/büttn

    Wer was im Büro darf, sollte Gegenstand einer Betriebsvereinbarung sein.

59 Prozent der deutschen Unternehmen gestatten die private Nutzung - Größere Betriebe sind strenger bei der Regelung

Die meisten deutschen Unternehmen (59 Prozent) lassen zu, dass Mitarbeiter am Arbeitsplatz privat das Internet nutzen. Sie gestatten beispielsweise, private E-Mails abzurufen oder Nachrichtenseiten zu besuchen. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage, die der Hightech-Verband Bitkom unter 800 IT-Verantwortlichen durchfühen ließ. Knapp ein Drittel der Firmen (30 Prozent) verbietet dagegen privates Surfen komplett, 11 Prozent haben gar keine Regelung.

Bitkom rät Unternehmen, dem hier flexibel zu agieren und die private Nutzung im Rahmen einer Betriebsvereinbarung zu regeln. Grund sei die zunehmende Verschmelzung von Berufs- und Privatleben. "Ein kategorisches Surf-Verbot am Arbeitsplatz sollte auf gut begründete Sonderfälle beschränkt sein", so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder in einer Ausseundung. Bitkom zufolge nutzen zwei Drittel der Mitarbeiter das Internet während der Arbeitszeit für private Zwecke.

Jedes vierte Unternehmen erlaubt die private Internetnutzung unter Auflagen, entweder durch technische Filter oder Einschränkungen für bestimmte Online-Dienste. So haben Arbeitgeber die Möglichkeit, einzelne Internetdienste wie soziale Netzwerke zu sperren, um private Online-Aktivitäten im Rahmen zu halten. Mit Filtern innerhalb der Firmen-IT können bestimmte, nicht berufsbezogene Inhalte blockiert werden.

Große Unternehmen handhaben die private Internetnutzung strenger als kleine. Firmen mit einem Umsatz über 50 Millionen Euro erlauben das private Surfen nur zu 13 Prozent ohne Einschränkungen, 56 Prozent untersagen es komplett. Jede zweite Firma (49 Prozent) mit einem Umsatz unter einer Million Euro gestattet das Surfen uneingeschränkt, nur 26 Prozent sprechen ein vollständiges Verbot aus. (red, derStandard.at, 26.3.2012)

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15 Postings

ich surfe ja nicht privat, ich recherchiere! ;)

Facebook Sperre würde Intelligenz erhöhen.

So muß man das auch sehen.

Lächerlich!

Surfen zu verbieten ist genauso sinnlos wie privates kopieren, telefonieren, sprechen mit Kollegen etc. Das kann nur Leuten einfallen, die Macht bruachen um ein Team zu führen. Und dann das ganze noch "flexibel mit Betriebsvereinbarung" lösen wollen, zeigt schon aus welcher ewiggestrigen Ecke das Thema kommt. Wann werden diese unnötigen Gewerkschaften endlich verjagt und durch inteligente Interessenvertreter ersetzt?

Aber dann lautstark jammern...

dass sich die Belegschaft nicht mehr mit der Firma identifiziert.

Ab wieviel % Privatnutzung Internet identifizieren sie sich mit ihrem Unternehmen.

100%, 90% ... ?
Das dürfte die Korrelation der Woche sein.

Find ich richtig so.

Ein Vergleich: Was sagt denn der Chef, wenn man 20 Minuten in einem Buch liest? Oder die Winterreifen wechselt? Man bekommt ja schließlich dafür bezahlt! Surfen in festgelegten Pausen ist was anderes.

Lieber Franz,

es gibt glaube ich eine Gartner-Studie die belegt, daß private Internetnutzung zu erlauben in Summe höhere Produktivität für die Fa. bringt.

So lang meine Leistung passt, soll er froh sein, dass ich mir den Kopf durch ein bisserl im Inet sürfen frei mache.

Ohne die Möglichkeit im Internet zu surfen, würde ich einfach kündigen, nur kann sich das mein Chef nicht leisten :-)
Außerdem frage ich mich, warum es niemand kritisiert, dass Raucher 10 mal am Tag für 5 Minuten eine rauchen gehen, oder sich Kaffeetrinker in der Küche zum Kaffeetrinken treffen; aja, das ist wohl was anderes...

sie rauchen nicht, sie trinken keinen kaffee,

wie überleben sie? - indem sie sich bilder im netz "davon" ansehen??

Indem ich online die LeMonde, Financial Times, das Dagbladet und den Standard lese, da hab ich soviel zu tun, dass ich gar nicht mehr rauchen muss :)

Wirst nach Leistung oder nach Stunden bezahlt?

Einem aufgeklärten Chef ist das vollkommen egal

solange die Arbeit in einer angemessenen Zeit und in akzeptabler Qualität erledigt wird. Dafür verrechnet der Angestellte auch nichts, wenn ihm in der Freizeit beruflich verwertbare Ideen kommen. Nur ewiggestrige Zwangsneurotiker versuchen, die Gehirne durch Micromanagement unter der Knute zu halten.

Naja nicht jeder arbeitet zB im Sales, Projektmanagment oder als Programmierer wo es meist vereinbarte Ziele gibt. Überwachung fördert sicher nicht die Arbeitsmotivation. Gerade in größeren Unternehmen kann es aber gerade auf Sachbearbeiterebene zB im Rechnungswesen, Personal oder im Einkauf schnell ausarten. Hab ich selbst mal erlebt, dass eine Abteilung dauernd geraunzt hat, dass die Arbeit nicht schaffbar ist. Zweimal wurde der Personalbestand erweitert und es hat sich nichts geändert. Dann hat sich eine Teilzeitmitarbeiterin beschwert, dass sie nichts zu tun bekommt. So wurde mal die Abteilung evaluiert und es stellte sich heraus, dass in den letzten Jahren die Mitarbeiterzahl, bei gleichzeitig geringerem Arbeitsaufwand, erhöht wurde.

Lieber Franz, der Personalleiter hat angerufen. Du sollst bei ihm vorbeischauen.

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