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Der burgenländische Gold-Prachthase beißt ins Gras.
Jetzt ist es fix: Laut einem Bericht des "WirtschaftsBlatt" darf das burgenländische Unternehmen Hauswirth seinen in Goldfolie gewickelten Schokolade-Hasen mit rot-weiß-roter Schleife weder produzieren noch vertreiben. Das Oberste Gerichtshof (OGH) in Wienentschied, dass beim Prachthasen Verwechslungsgefahr mit dem Goldhasen der Schweizer Firma Lindt & Sprüngli besteht. Das Urteil ist rechtskräftig.
Noch im Frühjahr vergangenen Jahres schien eine Lösung in dem seit dem Jahr 2004 andauernden Streit greifbar nah. Damals hatte Hauswirth seinem Konkurrenten einen Vergleich angeboten. Als Bedingung für einen Vergleich hatte Lindt & Sprüngli verlangt, dass Hauswirth das erstinstanzliche Urteil des Handelsgerichts nicht bekämpft. Außerdem sollte Hauswirth die Prozesskosten ersetzen. Zusätzlich erhob der Schweizer Konzern die Forderung, dass der Farbton der Folie beim Hasen der Firma Hauswirth "erheblich" geändert werde. Einem "verkäuflichen" Goldton könne man zustimmen, erklärte das burgenländische Unternehmen damals. Es müsse aber "ein schönes, warmes Gold" sein. Auch für das Mascherl, das der Hase um den Hals trägt, hatte Lindt & Sprüngli eine Änderung der Farbe verlangt. "An der rot-weiß-roten Masche führt kein Weg vorbei", meinte das burgenländische Unternehmen damals aber dazu.
Einen EU-weiten Markenschutz für das Schokoladetier, wie es die Schweizer wollten, lehnte ein EU-Gericht im vergangenen Dezember ab. Lindt & Sprüngli hatte 2004 und 2005 beim EU-Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) die Form seiner Goldhasen und Rentiere aus Schokolade sowie das rote Halsband mit Glöckchen EU-weit schützen wollen. Das HABM hatte diese Anmeldung für eine Gemeinschaftsmarke abgelehnt.
Die letzte OGH-Entscheidung nannte Hauswirth-Geschäftsführer Roman Hauswirth ein "Worst-Case-Szenario", meinte aber: "Eine unangenehme Entscheidung ist besser als keine." Für ihn sei es "tragisch, dass es so ausgegangen ist", die Entscheidung des OGH könne er nicht nachvollziehen bzw. verstehen.
Hohe Verfahrenskosten
Auf die burgenländische Firma kommen nun Verfahrenskosten der Klagspartei in der Höhe von 56.000 Euro zu. Außerdem erwarten Hauswirth entweder Schadenersatzforderungen oder die Nachzahlung von Lizenzgebühren, erklärte er. Von Lindt & Sprüngli hieß es gegenüber dem "WirtschaftsBlatt", man sei "nicht bestrebt, Hauswirth zu vernichten, will aber keine Plagiate am Markt".
Das heurige Ostergeschäft ist von dem Urteil nicht beeinflusst, denn "das ist de facto gelaufen", sagt Hauswirth. Für 2013 erhofft sich der Geschäftsführer, dass ein neu gekleideter Prachthase in den Regalen steht. (APA/red, derStandard.at, 26.3.2012)
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mit Schokoladeinhalt?
Ich denke, das gibt kein Problem, die Kinder wirds freuen, denn es regt die Fantasie an und einen Markenschutz auf Alles wird doch in einem Produkt nicht umsetzbar sein.
Wer nicht weiß, was ein Wolpertinger ist, der schaut halt in Wikipedia nach. Man kann in Österreich auch Raurackl oder Hirschbockbirkfuchsauergams dazu sagen. Oder, wie es die Grimm-Brüder schon beschrieben, Kreißl.
Falls es je ein Patent darauf gegeben hat, oder ein Urheberrecht auf den/die/einen Namen, der längste dieser Namen ist es seit 22 Jahren nicht mehr urheberrechtlich geschützt. Alle anderen sind noch viel älter.
neben dem mist, dass hauswirth, obwohl sie den hasen zuerst so produziert haben, das nun nicht mehr dürfen (schon klar - patent nicht eingereicht), fällt mir nochwas komisch auf:
lindt wollte auch die rot-weiss-rote schleife verhindern, obwohl die bei ihrem hasen ganz rot ist?
rot-weiss-rot ist ja wohl nicht patentierbar, das sind die österreichischen farben!
ganz abgesehen davon, dass zwischen ganz rot und rot-weiss-rot doch ein erheblicher unterschied besteht!
also: gehts sch... lindt!
cool die postings hier von den ganzen moralisten, die nicht checken, dass alle firmen verkaufen wollen und keine besser ist als die andere. dieser österreichische hersteller (lindt wird übrigens auch in gloggnitz produziert, wo ich gerne hinfahre vor ostern, weil günstig und großes angebot und gratisleckereien) hat halt abgekupfert, meine güte, als wie wenn das so schlimm wäre. mich wundert der streit zwar und ich hätte als lindt-verantwortlicher die einfach lassen, aber so oder so, hier eine moral reinzuinterpretieren mitsamt dieser empörung, ist unverhältnismäßig und naiv, aber man kennt ja dieses klientel mitsamt ihrem hang zum theater und übertreibung und hren schuldkomplexen, ja nix falsches zu tun
Nein, habens nicht, bzw konnte keinen von beidem schlüssig beweisen wer vorher am markt war: "Weder Lindt noch Hauswirth konnten datierte Bilder ihrer Hasen aus den behaupteten Einführungsjahren (1952 bzw. 1962) vorlegen. Datierte Lindt-Hasen Bilder stammen aus 1970, die beklagte Partei legt das Foto eines Messestandes (ANUGA 1982) vor, auf dem, etwas undeutlich, auch ein Hauswirth-Hase abgebildet sein soll."
http://www.castelligasse.at/Werbetech... nrecht.htm ungefähr in der mitte
cooles ergebnis. der lindthase ist einfach der beste... lindtschokolade hat dieses gewisse etwas, dass eben so genial schmeckt, wo eine milka nur süß schmeckt. bravo! werde zukünftig wieder mehr lindtprodukte kaufen, es ist einfach die beste schokolade, zusammen mit der frey vom spar
und kaufe meiner meinung nach sehr gezielt ein. ich würde mich allerdings nicht gourmet nennen, wenn ich lindt oder ähnliche massenprodukte bejauchze.
das sagt aber nicht aus, dass das niemand kaufen sollte - die geschmäcker und besonders deren entstehung sind ja sehr verschieden.
übrigens ziehe ich bachhalmschoko jedem zotter vor - auch wieder subjektiv und zuwenig für einen gourmet, der ein sachkundiger genießer sein sollte...
Ich würde sagen dass es sich bei einem Gourmet um jemanden handelt der über die Qualität von Produkten bescheid weiß und wo er eine gewisse Qualität herbekommt, egal ob im Supermarkt oder im exclusiven Delikatessenshop.
Zotter zum Beispiel, um bei der Schokolade zu bleiben, bietet auch eine ganz spezielle Palette von Geschmäckern an, wird aber "trotzdem" in Supermärkten verkauft.
Jack Wolfskin ist ein deutsches Unternehmen, das waren die schon selbst.
Der absurde Anfang war allerdings, dass sie gegen die deutsche Zeitung "taz" (die tageszeitung) wegen ihres Tatzenlogos vorgingen, das die Zeitung schon länger verwendet, als es Jack Wolfskin überhaupt gibt. Jack Wolfskin hatte damit sogar Erfolg.
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