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Myeik - Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat aus Krankheitsgründen ihren Wahlkampf abbrechen müssen. Die 66-Jährige kehrte am Sonntag nach Rangun zurück, nachdem sie sich während einer Wahlkampftour im äußersten Süden des Landes mehrfach hatte übergeben müssen, wie ihr Sprecher Kyi Toe der Nachrichtenagentur AFP sagte. Ihr Boot war am Samstag auf dem Weg zur Küstenstadt Myeik mehrere Stunden auf einer Sandbank hängen geblieben.
Suu Kyi sei völlig erschöpft, sagte ihr Arzt Tin Myo Win, der ihr eine Infusion legte. Ihr Sprecher sagte, sie kehre nach Rangun zurück und werde auf Rat ihres Arztes zunächst auf weitere Reisen verzichten. Wie ein AFP-Fotograf berichtete, versammelten sich in der südlichen Küstenstadt Myeik Hunderte Anhänger um das Haus, in dem sich die Friedensnobelpreisträgerin ausruhte.
Nachwahlen am 1. April
Suu Kyi bewirbt sich bei den Nachwahlen am 1. April erstmals um einen Parlamentssitz. Die Regierung von Präsident Thein Sein, die im vergangenen Jahr nach vier Jahrzehnten der Militärherrschaft die regierende Junta ablöste, hat ihr im Fall einer Wahl ein Regierungsamt in Aussicht gestellt. Die Nachwahlen werden von der internationalen Gemeinschaft als wichtiger Test für den Reformwillen der Regierung gesehen.
Unterdessen wurden am Samstag bei zwei Explosionen während eines Golfturniers zwei Menschen verletzt. Die Explosionen ereigneten sich am Morgen auf dem Golfplatz eines Hotels in Tachilek nahe der Grenze zu Thailand, wie ein Sicherheitsbeamter sagte. Das Golfturnier fand anlässlich des anstehenden Tages der Streitkräfte statt, mit dem seit 1945 des Aufstands gegen die japanischen Besatzungskräfte gedacht wird. (APA, 25.3.2012)
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