Muslimen-Präsident: Islamfeindlichkeit "wie eine Krankheit"

25. März 2012, 09:41
  • Der Islam wurde vor hundert Jahren in Österreich als Religion anerkannt.
    foto: apa/gindl

    Der Islam wurde vor hundert Jahren in Österreich als Religion anerkannt.

  • "Die Mehrheitsgesellschaft weiß nicht, dass die Muslime seit 100 Jahren hier zu Hause sind", sagt Sanac.
    foto: apa/fohringer

    "Die Mehrheitsgesellschaft weiß nicht, dass die Muslime seit 100 Jahren hier zu Hause sind", sagt Sanac.

  • In Österreich leben ca. 600.000 Moslems.
    vergrößern 500x671
    grafik: apa

    In Österreich leben ca. 600.000 Moslems.

Fuat Sanac will das Islamgesetz reformieren und eine Ausbildung der Imame in Österreich

Wien - Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) hat anlässlich der 100-jährigen Anerkennung ihrer Religion in Österreich drei Wünsche. "Das einfachste ist das Jubiläum, zweitens das Islamgesetz Neu, das dritte Anliegen ist die Ausbildung der Imame in Österreich", sagt Präsident Fuat Sanac im Interview mit der APA. Islamfeindlichkeit vergleicht er mit einer Krankheit, Jugendvereine hält er an, auf Deutsch zu kommunizieren.

"Der Islam ist seit 100 Jahren hier", begründet Sanac die Notwendigkeit einer islamisch-theologischen Fakultät. Dies sei auch in anderen Ländern, wie Deutschland längst geschehen. Konkrete Gespräche und Vorbereitungen gebe es dazu, seit der IGGiÖ-Präsident seinen Antrittsbesuch bei Bundespräsident Heinz Fischer absolviert hat. "Der politische Wille ist da." Die Finanzierung könnte auch teilweise oder zur Gänze die Glaubensgemeinschaft übernehmen. Allerdings würde dies Kritik an mangelnder Transparenz nähren, gibt Sanac zu bedenken.

Islamgesetz modernisieren

Wie erst kürzlich das Israelitengesetz für die jüdische Gemeinde soll auch das Islamgesetz modernisiert werden, das jetzige sei "nicht mehr zeitgemäß". Konkret heißt das, dass etwa die Vertretung durch die IGGiÖ, Schulwesen, Kindergärten aber auch Feiertage und Lebensmittelbestimmungen definiert werden. "Wir wollen etwas Rechtliches in der Hand haben", erhofft sich der Muslime-Präsident.

Durch das Jubiläum erhofft sich Sanac wachsendes Bewusstsein in der Bevölkerung, dass der Islam bereits seit langem Bestandteil der österreichischen Gesellschaft ist. "Die Mehrheitsgesellschaft weiß nicht, dass die Muslime seit 100 Jahren hier zu Hause sind." Aber auch umgekehrt meint er: "Es ist mir sehr wichtig, dass den Muslimen wirklich bewusst wird, dass sie hier zu Hause sind. Wenn sich jemand zu Hause fühlt, dann hat er oder sie ein Heimatgefühl."

"Über Muslime und nicht den Islam sprechen"

Sanac hält die Muslime in Österreich aber auch an, ihre "Hausaufgaben" zu machen. "Von beiden Seiten gibt es natürlich Aufgaben, die erfüllt werden müssen", meint er, die Gespräche mit Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) würden gut verlaufen. In einem Jahr sollen die sieben eingerichteten Arbeitsgruppen ihre Berichte abliefern. "Wichtig ist, dass wir nicht mehr über den Islam, sondern über Muslime sprechen. Wenn wir nicht über die Menschen sprechen, dann können wir auch kein Problem lösen."

Sorgen macht sich Sanac über die Islamfeindlichkeit - vor allem angesichts der 100-jährigen Anerkennung in Österreich. "Die Menschen waren damals toleranter als jetzt", meint er, Nationalismus und Nationalsozialismus hätten die Völker leider zu sehr geprägt. "Das ist wie eine Krankheit", so Sanac, der zwischen Nationalismus und Patriotismus unterscheidet. Mit "Islamophobie" habe die teilweise herrschende Islamfeindlichkeit nichts zu tun. "Österreich ist ein multikulturelles Land, aber einige wollen das nicht wahrnehmen."

Jugendvereine sollen auf Deutsch kommunizieren

Seinerseits ruft Sanac junge Muslime auf, sich zu integrieren, vor allem die Mitglieder des neu eingerichteten Jugendrats. "Ich habe dieses Team gefragt: Habt ihr bemerkt, dass wir Deutsch sprechen, wenn wir alle zusammen sind?" Grund sei, dass die Mitglieder aus unterschiedlichen Regionen kämen. "Im Internet sehe ich, nur Türkisch und Arabisch. Ab jetzt will ich es nur mehr auf Deutsch sehen", so der Präsident.

Auch Kurz will Imame-Ausbildung reformieren

Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz sagte anlässlich des Jubiläums, dass er "Radikalisierungstendenzen" entgegenwirken will. Wie Sanac, fordert auch Kurz, dass heimische Imame langfristig nur mehr in Österreich ausgebildet werden. Diese sollen auch nur mehr in deutscher Sprache predigen. Kurz kritisiert, dass in Österreich tätige Imame zumeist in der Türkei ausgebildet würden und somit weisungsgebundene Beamte der türkischen Regierung seien. "Wichtig ist, dass vorgelebt wird, Muslim und Österreicher zu sein", meint der Staatssekretär. 

"Dialogforum Islam"

Eine Versachlichung der Debatte soll das von Kurz eingerichtete und kürzlich gestartete "Dialogforum Islam" bringen. In sieben Arbeitsgruppen werden ein Jahr lang Themen wie Integration, Imame-Ausbildung und Schulwesen gemeinsam mit Experten diskutiert. Die am Ende verfassten Berichte sollen den einzelnen zuständigen Ressorts übergeben werden. Auch Frage einer anstehenden Modernisierung des Islamgesetzes von 1912 schwinge dabei immer mit.

Kurz will auch Vorurteilen über den Islam entgegenwirken. "Derzeit gibt es noch sehr viele Mythen." Und auch dabei nimmt er auch die Muslime selbst in die Pflicht. So würden bereits kleine Aktionen, wie Tage der offenen Tür in Moscheen beitragen. (APA, 25.3.2012)

Kommentar posten
Posting 76 bis 125 von 478
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

nein der kommt und killt uns ungläubigen. also nicht nur probleme im jenseits. aber sie haben recht: die zeugen wüten nicht für ihren gott. sie missionieren halt wie die irren.

mir kann diese lustfeindliche partie jedenfalls auch gestohlen bleiben. ich hab früher als kindergärtnerin gearbeitet und mir taten die kinder von zeugen immer ziemlich leid. die moslems haben ihre kinder beim nikolaus dabei sein lassen, auch im advent, bei geburtstagfeiern und alles...die zeugen nicht. die kinder wurden immer mehr zu aussenseitern. zumindest haben die meisten eltern (nach einigen diskussionen mit mir) eingesehen, dass es verschmerzbar ist, wenn das kind beim laternenfest dabei sein darf....

Den Leidensdruck den Religion auf viele Menschen ausübt wird bei solchen Diskussionen oft ignoriert.
Es ist bitter wenn man an etwas Glaubt und dieser Glaube verhindert dass man je Glücklich sein kann, da dessen Vorschriften gegen die eigenen Bedürfnisse steht

stimmt. noch schlimmer wird es, wenn man das auch kinder aufzwingt.

also eine mutmaßliche geisteshaltung als "krankheit" zu bezeichnen

hat was vom vokabular einer bereits vergangen geglaubten verbrecherischen ideologie, welche da eben durchaus von "schädlingen" am "gesunden körper des volkes" gesprochen hat, die man "ausrotten" müsse. also die assoziation andersdenkender mit krankhaftigkeit hat durchaus was faschistisches an sich.

He talks the talk, but does he walk the walk?

Er sagt die richtigen Dinge und weiß was Sache ist, also wünsche ich ihm alles Gute und hoffe, er kann das umsetzen was er sich vorgenommen hat.

"Kritik ist eine Krankheit", hältst du für das "richtige Ding"?

das sagt er nicht. warum lügen sie?

Er bezieht es auf das Nazierbe in Österreich

"Die Menschen waren damals toleranter als jetzt", meint er, Nationalismus und Nationalsozialismus hätten die Völker leider zu sehr geprägt. "Das ist wie eine Krankheit", so Sanac.

Weiters heißt es: Mit "Islamophobie" habe die teilweise herrschende Islamfeindlichkeit nichts zu tun. "Österreich ist ein multikulturelles Land, aber einige wollen das nicht wahrnehmen."

Das sind vollkommen richtige Aussagen. Muslimische Bevölkerungen gehörten in Bosnien-Herzegowina zur Monarchie und hatten unter den katholischen Kaisern immer völlige Religionsfreiheit. Österreich und Europa generell sind multikulturelle Staaten, das ist ein Reizthema für Nazis und rechtsextreme Populisten.

Ich kann darin nichts Böses erkennen, das so zu sagen.

Ein paar Dinge:

1. Bosnien war recht kurz Teil der Habsburgermonarchie, begonnen hat es 1878, bestätigt wurde es 1903 bzw. 1908, mit dem Ende des ersten Weltkrieges war's schon wieder vorbei! Die Herrscher davor waren Osmanen
2.Toleranz war kein gesellschaftlicher Wert: In Wien wimmelte es von Zuwanderern aus allen Ecken und Enden der Monarchie, sie wurden nicht gut behandelt, sondern haben in tiefem Elend gelebt, bis es ihnen gelang, sich hinaufzuarbeiten
3. Der Nationalismus war ein Kind des 19. Jahrhunderts, er sollte Angehörigen eines Sprachgebietes ein Selbstbestimmungsrecht geben.
4. Der Nationalsozialismus hat "die Völker" nicht geprägt - er war vor allem eine Erscheinungsform des Kapitalismus - schauen Sie sich die damaligen Produktionsformen an

wie kannst du sowas schreiben? Ich versteh das nicht. Als wäre es ein Zitat, dabei steht schon in der Artikel-Überschrift was er wirklich gesagt hat.

Arzt mit richtiger Diagnose ist Krankheit?

Wenn Herr Sanac meint, wir sollen über Muslime und nicht über den Islam sprechen, will er von der Realität ablenken. Die zeigt uns nämlich wo die Krankheit liegt:

Algerien, Marokko, Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien, Somalia, Nigeria, Jemen, Jordanien, etc., etc. sind die kranken, infizierten Länder.

Auch die Symptome sind deutlich erkennbar: Globaler Herrschaftsanspruch, Unterdrückung der Andersgläubigen, Unterdrückung der Frauen, brutale Bestrafung von Apostaten, Verfolgung von Homosexuellen, Parasitäres Verhalten innerhalb der Wohlstandgesellschaft …

Wer dieses Virus erkennt, soll krank sein?

Vor einem neuen Islamgesetz, würde ich die Atib, Milli Görüs, und andere Staaten im Staate, auf Verfassungskonformität prüfen.

viele Probleme

es gibt dabei doch probleme

1. viele wollen sich nicht integrieren und sind intollerant unserer Kultur gegenüber.

somit lehnen sie kategorisch ab deutsch zu sprechen

den nikolaus in unseren kindergärten zu akzeptieren

sie selbst nicht bis auf wenige die mit guten beispiel voran gehen mit bürgern aus österreich zu komunizieren.

2. der radikale Islam
es wird nicht lange dauern bis " Toulouse" auch bei uns ist.

es wird nicht geschaut wer in sogenannten ausbildungscamps die unter den namen "Koran Schulen" laufen,

offiziell die leute nach Ägyptern oder Tunesien sowie in die Türkei fliegen , von dort mit einem Bus in den Iran reisen und als terrorkämpfer ausgebildet werden.

prost und mahlzeit kann man nur sagen

kein Kommentar

Wer diese Aussagen des Herr Präs. nicht versteht, versteht eh nichts mehr.

wir wollen keine religionen mehr, so schauts aus

für manche ist schwulsein eine krankheit. für andere die kritik einer religion, oder beides. gemeinsam ist ihnen, ungeliebten tatsachen keine überzeugenden argumente entgegensetzen zu können.

Diejenigen, die die eigene Ideologie ablehnen, für geisteskrank halten - das sagt alles. Klarer kann nicht mehr ausgedrückt werden, dass es sich um ein totalitäres System handelt.

Islamfeindlichkeit "wie eine Krankheit"

Sir William Muir ; britischer Kolonialpolitiker, Orientalist, Missionswissenschaftler, einer der bedeutendsten
britischen Islamwissenschaftler des 19. Jahrhunderts

... „Mohammeds Schwert und der Koran sind die tödlichsten Feinde der Zivilisation, der Wahrheit und der
Freiheit, die die Menschheit bisher erlebt hat.“...

sicher sinnvoll, wie alles aus dem 19 Jhd lässt sich das sicher 1zu1 auf heute umlegen - ganz schlau...

Na, wenn das ein vollkommen harmloser "Kolonialpolitiker" behauptet....

Das sind dann wohl die Symptome der Krankheit

"einer der bedeutendsten britischen Islamwissenschaftler des 19. Jahrhunderts "

Gut, dass sie einen so aktuellen Experten zitieren! Noch dazu einen absolut neutralen (((-;

traummännlein

bis aus einem zwanzigjährigen koma erwacht oder willst einfach nicht sehen, dass seit gut 10+ jahren so gut wie alle terroranschläge weltweit von deiner friedensreligion im nahmen allahs gemacht werden ??

Tja, ich kenne keine Friedensreligion...Tut mir leid, dass ich nicht das bin, was sie glauben, kritisieren zu müssen!

"einen so aktuellen Experten"

William Muir ist zusammen mit dem Altösterreicher Ignaz Goldziher (Budapest) immer noch eine absolute Autorität auf dem Gebiet der Islamforschung.
Beide sind Wissenschaftler durch und durch, also den erreichbaren Fakten verpflichtet und nichts Anderem (Im modernen, förderungsabhängigen Universitätsbetrieb gilt diese an und sich selbstverständliche Prämisse nicht mehr).
"Neutral" ist keine wissenschaftl. Dimension.

Ist doch nur ein Beispiel dafür, dass die Islamkritik weder neu, noch eine österreichische Besonderheit ist. Übrigens wurde auch die Kritik an der katholischen Kirche zur gleichen Zeit mit scharfen Worten geführt. Hat uns allen gutgetan...Kritik ist nun mal keine Krankheit sondern ein Zeichen, dass wir in einer aufgeklärten Gesellschaft leben.

Aber der Hintergrund der kritik ist ein anderer! Es wäre etwas anderes, würde man einen muslimischen Islamkritiker aus dem 19. Jh. zitieren...

edward said: "orientalism"

...

es gibt schon unterschiede zwischen katholiken und islamischen leute hier: die islamischen leute waren (ich schreibe waren, auch weil ich nationalsozialismus nicht vorschub leiste) die leistungstraeger voellig unbelohnt, waehrend die katholiken unzaehlige straftaten begehen - in krisen rueckt die situation zusammen - ich wuerde es aber nicht zelebrieren... gegenueber der verdeckten und wirkenden morde ist ein terrorist ein wuzzikleiner tropen auf dem heissen stein...

Menschen, die den Islam nicht mögen, als krank zu bezeichnen, also das ist schon ein starkes Stück. In Afghanistan hat man einen deutschen Staatsbürger , der sich eine andere Religion ausgesucht hat, auch als Geisteskranken bezeichnet. Treten Sie zurück.

Lesen wäre sinnvoll

Er sagt:

"Nationalismus und Nationalsozialismus hätten die Völker leider zu sehr geprägt. "Das ist wie eine Krankheit", so Sanac,..."

Er bezieht das auf das Nazierbe und das ist vollkommen richtig. Menschen, die den Islam nicht mögen werden nicht als "krank" bezeichnet, Nazis aber schon.
Und dagegen kann man nun wirklich nichts einwenden.

nicht mögen?
Lesen Sie richtig,er sprach von "Islamfeindlichkeit".
Entweder Sie verdrehen absichtlich oder Sie sind der führende erstplatzierte in der Pisastudie wo sinnerfassendes Lesen ein Fremdwort ist.

...

ich seh keinen unterschied zu uns...

...

hinzu kommt noch die kostenlose arbeit die man in der aufdeckung und rueckfuehrung der gruende leisten muss, aus ueberlebensdauergruenden (es sind nazistrukturen, wir lehnen das ab)... und wenn sie meinen sie wuerden eine diagnose erhlaten irren sie sich zb gehen sie zu einem gerichtsgutachterarzt und sagen sie wollen ein antirauchermediekament und weil sie ueber seine naziwitze nicht lachen koennen gehen sie mit einer diagnose depression, die auch noch ungueltig ist, weil in 3 min entstanden - sowas ist institutionalisierter nationalsozilaismus - es ist aber nur ein kleines und wertloses beispiel im vergleich zu den institutionalisierten uebergriffen...

Metternich lebt?!

In einem Beitrag, den der Zensor inzwischen gelöscht hat (hat der Sanac nachgeholfen? Weit haben´s unsere Medien schon gebracht!), habe ich mich begründet zu meiner Religionsfeindlichkeit im Allgemeinen und zu meiner Islamfeindlichkeit im Besonderen bekannt.
Dazu habe ich sogar eine Reihe zustimmender Kommentare erhalten, für die ich mich herzlich bedanke.
Jetzt bin ich gespannt, ob, und wenn, wie lange, dieser Beitrag stehen darf.
Metternich, meinte ich, wäre eigentlich längst vorbei!

Was die Zensis nicht begreifen, ist, dass Probleme nicht verschwinden, nur weil man sie nicht aussprechen darf.

Probleme verschwinden aber auch nicht, wenn sie in den Foren hier ausgesprochen werden.
Mir kommt vor als würden einige hier die Bedeutung ihrer Postings sehr überschätzen.
Ich denke was in diesen Foren gesagt wird hat vernachlässigbare Auswirkungen.
Trotzdem würde ich selbst die Zensur liberaler handhaben.

Wenn Probleme in Foren (oder woanders) ausgesprochen werden, besteht die Möglichkeit, zu antworten. So können Irrtümer richtiggestellt und Probleme von einem anderen Blickwinkel beleuchtet werden. Zensur verhindert den Gedankenaustausch und zementiert Vorurteile.

das einzige Problem damit ist, dass meinem Eindruck nach hier kaum jemand mal seine Ansichten ändert.
Es gibt Diskussionen, und praktisch alles ist nachher so wie zuvor.
Die Leuten kommen mit ihren fixen Ansichten, und gehen damit wieder.

genau so ist es.

Das Problem ist weder der Islam noch die Islamfeindlichkeit.

Das Problem ist die Doppelmoral einiger, die die hiesige Kirche wegen jedem Sch... begeistert kritisieren oder verhöhnen, und andererseits vor Achtung vor dem Islam in die Knien gehen, und so Banalitäten wie Frauenunterdrückung völlig ignorieren.

Entweder haben wir Grundrechte oder wir billigen den Religionen einen Sonderstatus außerhalb der Grundrechte. Aber so geht das nicht.

..wenn man sich die Foren so anschaut, haben wir Katholiken genauso viele "Feinde" wie die Moslems.

Der Unterschied: Wir halten Katholikenfeidlichkeit nicht mehr für eine Krankheit und haben uns an die Bilder vom kiffenden Jesus und der breitbeinigen Jungfrau Maria gewöhnt. Gott ist ja unserem Glauben nach allmächtig, also ist er auch mächtig genug, um Gotteslästerung selbst zu bestrafen. Wer glaubt, Gott/Allah (ist eh der gleiche) als Mensch verteidigen zu müssen, hat zu wenig Gottvertrauen.

Ich weiß nicht, Mohammedkarrikaturen und Islamwitze sind ja nur ein Teil. Der Teil nämlich, den man als Moslem halt aushalten muss - obs einem passt oder nicht!
Die andere Seite ist jene Islamfeindlichkeit, die sich eben nicht gegen die Religion richtet, sondern gegen deren Anhänger (oft einfach als "islamkritik" getarnte Xenophobie)!

Das Problem ist...

...dass aus lauter Angst, als Xenophobiker dargestellt zu werden, fundierte Kritik am Islam überhaupt nicht stattfindet.

In der katholischen Kirche werden Frauen zweifellos diskriminiert. Insofern ist die Kritik berechtigt, die dauernd veröffentlicht wird. Aber was ist das bitte gegenüber dem Frauenbild im Islam! Im Grund dürfte man mit der islamischen Gemeinschaft überhaupt nicht ernsthaft reden, solange sie das nicht an die Verfassung anpasst!.

Im Grunde dürfte man mit ihnen nicht diskutieren, bis sie akzeptieren, dass es nicht nur schwarz und weiß guibt...

Das geht den Katholiken, Juden, Zeugen Jehovas usw. aber nicht anders. Nicht nur in Foren wird man von Andersgläubigen und Atheisten offen beschimpft oder lächerlich gemacht. Wer die Privatsache Religion öffentlich kundtut, muß auch mit der Kritik leben können, die er damit erntet.

dann müssen die Kritiker auch damit leben, dass man sie kritisiert. Aber die können meistens nur austeilen, aber nicht einstecken.

Wer Kritik an XY als Krankheit bezeichnet, ist genau so einer: Er kann zwar austeilen, aber nicht einstecken.

Kommentar posten
Posting 76 bis 125 von 478
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.