Vandalen zerstörten rund 100 Kreuze auf Soldatenfriedhof

24. März 2012, 12:56

Schadenshöhe Gegenstand der Ermittlungen

Innsbruck - Vorerst unbekannte Täter haben auf dem Amraser Soldatenfriedhof in Innsbruck bis zu 100 Grabkreuze zerstört. Nach Angaben der Tiroler Polizei vom Samstag wurde auch ein Altar beschädigt. Die genaue Schadenshöhe war Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Laut Polizei wurden Spuren sichergestellt. Die Ermittlungen laufen wegen schwerer Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe. (APA, 24.3.2012)

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die "diskussionen" hier sind unfassbar. ein friedhof wurde geschändet, nicht mehr und nicht weniger. tragts eure ideologischen grabenkämpfe woanders aus!

Vorerst unbekannte Täter haben auf dem Amraser Soldatenfriedhof in Innsbruck bis zu 100 Grabkreuze zerstört.

Keine Details sind darüber bekannt, ob dabei nicht italienische Gräber betroffen sind!

Dieser Friedhof beherbergt nicht nur österreichische Opfer aus WK 1+2, sondern auch KuK-Österreicher, darunter etliche Italiener!

Im 2. WK sind 20 Italiener gefallen.

( http://denkmalprojekt.org/2012/inns... sterr.html )

Mehr Infos zu diesen Fakten wäre natürlich interessant gewesen.

Außerdem enthält der Friedhof Gedenktafeln zum Tiroler Freiheitskampf (1796-1799).

( http://denkmalprojekt.org/2012/inns... sterr.html )

Das wäre ja so, als wenn in Frankreich jemand die Gräber von Ressistance-Leuten schänden würde ...

Tatsächlich schreibt die Tiroler Tageszeitung, dass zwar Hinweise auf eine alkoholreiche Feier, aber keinerlei politischen Slogans zu finden war.

http://www.tt.com/csp/cms/s... kreuze.csp

Aber all die armen rechten Forumstrolle fühlen sich natürlich wieder politisch verfolgt, kann man auch verstehen - Menschen mit anständiger Gesinnung können sich ja kaum mehr auf die Strasse trauen, es warten schließlich an jeder Ecke PC-Gutmenschterroristen, die einem eins mit der Rassismuskeule überziehen wollen.

Aber keine Sorge, einer der Jugendlichen war sicher schon mal bei einer SJ-Party, das wird sich schon noch ausschlachen lassen.

nicht so ohne ...

... in Innsbruck gibt es auch einen jüdischen Soldatenfriedhof.

Was gäbe es dann für eine Schlagzeile?

Das waren schließlich jüdische Soldaten, die für ihre Heimat Österreich in den 1. Weltkrieg ziehen mussten!

Auf dem israelischen Friedhof werden auch noch der Opfer des NS-Regimes gedacht!

( http://denkmalprojekt.org/2009/inns... rol_oe.htm )

entspricht vollkommen dem herrschenden zeitgeist, ein paar dürre zeilen im linken standard ohne die hysterische aufregung welche bei einer solchen tat in einer muslimischen gedenkstätte ausgebrochen wäre, eine gesellschaft die solche taten ignoriert oder wie hier im forum durch blöde kommentare entschuldigen will ist nicht mehr herr ihrer selbst

"hysterische Aufregung"? das klingt fast so, als fändest dus gut, wenn muslimische Friedhöfe zerstört werden würden.
Die Aufregung kommt daher, wenn man Hass als Motiv vermutet. hier wird aber vermutlich nicht Hass das Motiv sein, sondern eher Besoffenheit und jugendliche Doofheit.
Wenn sich rausstellt, dass tatsächlich Hass das Motiv war (gegen wen eigentlich?) dann wirds den Aufschrei geben.

Mit der selben Berechtigung könnte man sagen, dass es ja nucr quasi ein Scherz gewesen ist, wenn halt ein paar Narrische einen muslimischen Friedhof schänden.

Wer redet von einem Scherz? ich hoffe doch mal niemand, außer dir.
Aber wenn jemand einen "politischen Aufschrei" vermisst, dann muss er sich schon Gedanken machen, woher es denn kommt, dass manche Dinge mehr und manche weniger Empörung hervorrufen.
Und es ist nunmal ein Unterschied, ob die "Friedhöfe des Feines" niedergemacht werden, um Überlegenheit zu zeigen und zu demonstrieren, dass diese Leute nicht mal tot willkommen sind, oder ob jemand einfach aus Fadess einen Friedhof zerstört.
Dass es ekelig ist, einen Friedhof zu zerstören, das muss man nicht betonen, das ist selbstverständlich.
Dass man aber- im Gegensatz zu den Zerstören- nicht findet, dass die Muslime/Juden/etc... unwillkommen oder fremd sind, muss betont werden, leider.

es gibt auch Leute, die Christen (mit Grabkreuzen) als Feinde empfinden. So what?

Diese Soldatenfriedhöfe ..

... beherbergen so manche Überraschung.

Eine flotte Internetrecherche hat ergeben, daß in Innsbruck auch etliche gefallene Italiener (1.WK) und auch Österreicher jüdischen Glaubens (1. WK) dort begraben wurden.

So schwarz/weis, wie manche hier glauben würden, sind so alte Friedhöfe nicht wirklich.

Es gibt auch einen israelischen Soldatenfriedhof, wo die jüdischen Opfer aus beiden Weltkriegen namentlich erwähnt werden. Als Soldaten im 1. WK und als zivile Opfer im 2. WK.

woher wissen sie dass es besoffenheit war und nicht hass und verhetzung?, übrigens bin ich für gar keine schändung von begräbnistätten gleich welcher art weil man den toten ihre ruhe lässt, dasselbe gilt auch für ehrengräber, das motiv einer schändung entschuldigt nicht die tat

Ich wäre...

generell für die Abschaffung von Friedhöfen. Einem Toten ist es meiner Meinung egal was nach seinem Tod mit ihm geschieht. Es hat sich auch noch keiner über eine Ruhestörung beschwert.

niemand weiß es, darum geht es. Warum sollte man wegen ein paar Besoffenen Betroffenheit heucheln?
Bei einem muslimischen Friedhof ist halt der Verdacht nahe, dass es aus Hass geschieht, zumal bei solchen Schändungen, die auch schon in Österreich passiert sind, es immer auch einschlägige Botschaften aufgesprayt gibt.
Der Punkt ist, dass es hier einfach nahe liegt, dass es einfach eine bsoffene Gschicht war. Zumal es soweit ich weiß keine Gruppe irgendwelche ideologischer, religiöser oder sonsteiner Vereinigung gibt, die es sich zum Hobby machen, Soldatenfriedhöfe zu schänden. Was man halt leider von muslimischen und jüdischen Friedhöfen nicht sagen kann.

Um ihr naives Weltbild sind sie aber auch nicht zu beneiden.

sagt der Oberkatholik im Forum.

Wer hat das denn hier entschuldigt?
Und solange man die Motive nicht kennt (die man bei Friedhofsverwüstungen von jüdischen oder muslimischen Friedhöfen meist sehr wohl kennt) über wen soll man sich denn aufregen?
Wenn ein paar betrunkene Jugendliche den Friedhof verwüstet haben, weil er halt grad da war, dann kann man nicht viel dazu sagen.
Wenn irgendwelche Nazis einen jüdischen Friedhof verwüsten, um ihre "Feinde" zu demütigen, dann ist das einfach eine andere Größenordnug.

Dass es kein denkender Mensch ok findet, dass Friedhöfe zerstört werden, ist so selbstverständlich, muss man dafür keine Pressekonferenzen abhalten muss, oder?
Sprich, solange nicht klar ist, wer und warum das passiert ist, kann man nicht empört reagieren.

na das sagt ja eh schon alles: die jugendlichen waren halt bsoffen und der friedhof halt da....

wieviel bsoffene jugendliche haben schon leut halb oder ganz erschlagen, weil die halt zufällig da waren?
mehr als sie vermutlich wissen.

Leute die sowas machen verbrennen auch Bücher...

Soldaten

sind Mörder.

.. na zum Glück...

... sind die daheimgebliebenen Freiwilligen bei der SS und in den KZs keine Mörder gewesen ...

So gesehen waren auch die alliierten Soldaten Mörder, und haben uns "leider" die Freiheit gebracht ...

Was für ein Weltbild ...

Anna Purna mordet gerade die Intelligenz.

SoldatInnen sind MörderInnen!

mein großvater

war holzknecht in der steiermark, ist wenige tage vor kriegsende und androhung erschossen zu werden zum volkssturm eingezogen worden. ein paar tage später wurde er im semmeringgebiet tödlich verwundet...mörder sind machthaber die menschen in kriege schicken

Gab Studien wonach ein großer Teil der Soldaten früher bewusst daneben gezielt haben

ist zwar prinzipiell auch richtig, aber im Normalfall sind sie auch meist arme Burschen, die keine andere Wahl hatten. Ich glaube nicht, dass es sehr viele Soldaten gab, die das wirklich gerne gemacht haben. Und gerade auf solchen Soldatenfriedhöfen findest du viele Kinder, die zu jung waren, zu entscheiden, was sie tun. Mein Großvater (der das zum Glück überlebt hat) war 15, als er einberufen wurde.
Lies die Geburtsdaten auf dem nächsten Soldatenfriedhof bei dir in der Nähe, da kommt dir das heulen.

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