Neue Parteien: Angst vor der Revolte

Kommentar | Walter Müller, 23. März 2012, 19:09

Die sich aufbauende "Internet-Revolte" könnte bei der Nationalratswahl 2013 jedenfalls einiges in Bewegung setzen

Sie sollten gewarnt sein. Was sich da im Internet zusammenbraut, könnte womöglich tektonische Verschiebungen in der politischen Landschaft auslösen und müsste eigentlich in den Zentralen der etablierten Parteien die Alarmglocken läuten lassen. Die bevorstehende Gründung der "Online Partei Österreichs" ist ein Anfang. Es gibt aber längst auch Bemühungen, die dutzenden "Wutbürger"-Plattformen und politischen Internetinitiativen, die allesamt die Forderung nach Reformen und mehr direkter Demokratie eint, zu einer neuen Partei zu formen.

Die Initiatoren sprechen von 15 bis 20 Prozent, die sie erreichen wollen, um das Parteiensystem wirklich erschüttern zu können. Auch wenn dies völlig illusorisch ist: Politikwissenschafter billigen ihnen zumindest ein hohes Potenzial zu. Den Parlamentsparteien geht die Revolutionsstimmung in der virtuellen Welt an der Hinterseite vorbei, auch weil sie - mit wenigen Ausnahmen - von der Macht der "social media" und von der Breitenwirkung von Internetplattformen keine Ahnung haben. Ihnen fehlt der Zugang. Und wenn sie einen suchen - Stichwort: Facebook-Freunde des Kanzlers - wird es peinlich. Die sich aufbauende "Internet-Revolte" könnte bei der Nationalratswahl 2013 jedenfalls einiges in Bewegung setzen. Sie könnte sich aber auch - weil sich die zahlreichen Interessen nicht auf einen Nenner bringen lassen - wieder im virtuellen Raum verlaufen. (Walter Müller, DER STANDARD, 24./25.3.2012)

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Wutbürger kann man nur auf sich selbst sein!

Wer hat denn den Gleichstand gewählt?
Und wer beschwert sich jetzt darüber?
Die ollen Protestwähler!
Hatte man jetzt etwas davon, oder von den 27 Leuten die unnütz im Rathaus sitzen, obwohl Wien die lebenswerteste Stadt der Welt WAR?
Jetzt ist alles teurer geworden dafür sind die Radwege breiter am Gürtel als die Fussgängerwege!
Lauter Unsinn!
Den FPÖBZÖFIKFPKlern steckt man nach wie vor Subventionen hinein und der Bürger zahlt es brav mit seiner Arbeitsleistung!
Sehr fair!

der stereoptypische österreicher raunzt zwar bei jeder gelegenheit über die politik und die agierenden personen...

...macht aber dennoch seine kreuzchen dort wo er es schon immer gemacht hat!

Erst wenn es so richtig, aber so richtig weh tut, beginnt er seine meinung zu ändern.

Have a nice day!

Die Wahlenthaltung wird steigen .
Denn ,
wen soll man wählen ,
wenn die zukunftsentscheidenden Handlungen
alternativlos sind .

Die Grundsätzliche Änderungen verlangen
werden sofort medial in ein Radikales Eck denunziert
und die den Weg über die Instanzen gehen
werden von der Bürokratie und den Experten/Technokraten weichgekocht

Öffentlich wird noch nicht wahrgenommen ,
wie sehr Freiheitsrechte abgebaut werden ,
wie die Interessen der Menschen
sich von den Vorgaben der Macht entfernen
und vermutlich aus diesem Grund die Überwachung der Bevölkerung radikal zunimmt .

speziell der fpö und der övp gehört mal ein denkzettel verpasst.

Also ich persönlich habe einen Denkzettel in Richtung ROT-GRÜN auf meiner Liste ganz oben gereiht!

Am meisten ärgern Sie die

indem Sie KPÖ wählen. Ehrlich!

...

es geht einfach nicht an, dass die "komissionen" alle muell produzieren und den zweck zu dem sie gegruendet wurden allesamt ablehnen. es gefaehrdet die buerger. die waehlen einfach andere.

Es würde schon reichen, wenn die alte Generation abdankt!

Politischer Sondermüll der ersten Reihen a la BK, VK, BGF/SPÖ sollte entsorgt werden. Danach sollten die Parteien in Klausur gehen und versuchen, Leute ans Ruder zu bringen, die es gibt, die aber all die Jahre vergrämt wurden. (siehe etwa eine Blaha bei der SPÖ).

ja, die dummen und ungebildeten stellen tatsaechlich einen hohen anteil der waehler.

und vergessen: waehler, die sich kaufen lassen

Politikerwechsel oder Systemwechsel

unsere junge Generation hat ein komplett anderes Selbstverständnis.

Sie brauchen keine Herrschaft mehr, schon gar keine mit analogem Kreuzerl alle paar Jahre.

Klick dir deine Zukunft!

Sie brauchen keine Herrschaft mehr

lol

neu: nimm 5 statt 4

länger in der matte und pension ist auch näher

für die Machtlegitimation

würden auch 10 Jahre reichen.

Das Ködern des lästigen Staatsvolkes ist eh viel zu teuer.

Zeit für Experimente und Spiele ?

Der Trend nach noch mehr sozialen Grausligkeiten wird durch die virtuelle Anonymität noch beschleunigt.
Die konservativen und rechten Parteien unterscheiden sich jetzt schon nicht mehr sehr voneinander, was Gürtel enger schnallen, Privatisierung, Bestrafung, Ausgrenzung, Angstmachen vor Entlassungen bei zuviel Urlaub und Krankheit, Verteidigung der Reichen gegen sozial Schwächere usw. betrifft.
Für letztere wäre es zynisch politische Experimente, wie in Deutschland die "Piraten" zu spielen, wenn grundlegende Bedürfnisse nicht oder immer weniger, dank der Spekulationshaie, realisiert werden können.
Die Entsolidarisierung in der Demokratie ermöglicht es, daß, ganz demokratisch, 2/3 der WählerInnen das restliche Drittel zum Teufel schicken.

na so wie jetzt 1/3 tyrannisiert den rest is nicht besser.

Das Problem sind nicht die Parteien, sondern das Problem sind die aller meisten ...

* Wähler, die sich auch bei der kommenden NR-Wahl wieder nach bekannten Coaching-, Hypno- und Psycho-Methoden einlullen lassen werden - müssen.

* Wähler, die nach Religion, Tradition oder Ständen wählen, ...

* Wähler, die Glauben, dass sie mit ihrer saublöden "Proteststimme" etwas bewirken

* Wähler, deren Bildung von vornherein, jede nachhaltig positive Wahlentscheidung ausschließt ...

* Werbebudgets, die ungleich verteilt, korrupt erworben & viel zu hoch sind

* Werbestrategien, die mit der Macht von Mio-Euro dem dummen Volk aufs Maul geschrieben sind

Solange Kommunikation, Ethik und Nachhaltigkeit keine erzwungene Basiskompetenzen für Wähler sind, wird es keine "korrekten" Wahlen mehr geben.

Wir leben einer paradoxen Diktatur.

Und was schlägst du vor? Ausser jammern.

Ich wähle Grün.

Ich wähle rot - weiß - rot

Da bleibt nur mehr die EU-Austrittspartei übrig, die für ein eigenständiges, unabhängiges Österreich eintritt. Alle anderen Parteien sind ja für die "blaue Fahne mit gelben Sternen".

Das nenne ich Dich doch Kompetenztransfer :-)

7 rote/negative Wertungen und kein einziger, nicht einmal ein sinnloser Kommentar. :-)

Und solche Leute wählen, dann unsere Bundesregierung. Wen wundert das Ergenis noch?

Gute Idee:(

Die "Weiße" Partei ist die Lieblingsprotestpartei der etablierten Parteien. Die nennen das dann "Schadensbegrenzung".

http://derstandard.at/124231702... ss-waehlen

beides führt nur bei nahezu vollbeteiligung zum ziel ansonsten ist es nur für den wähler/nichtwähler eine genugtuung oder auch nicht.

EU-Austrittspartei

Für alle, die von der EU und den Milliardenzahlungen für Griechenland & Co genug haben, wird es bei der nächsten Nationalratswahl eine Alternative geben
=> www.euaustrittspartei.at

PS: Bei der EU-Volksabstimmung 1994 waren damals schon 34% gegen den Beitritt Österreichs. Die Zahl der EU-Gegner ist vermutlich noch deutlich gestiegen.

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