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Gerald Matt tritt als Direktor der Kunsthalle Wien zurück. Matt habe heute, Freitag, um die Auflösung seines Vertrages als Direktor der Kulturinstitution gebeten, teilte Thomas Häusle für den Vorstand des Vereins Kunsthalle in einer Aussendung mit. "Der Vorstand stimmt mit größtem Bedauern einer einvernehmlichen Auflösung des Vertrages von Dr. Matt zu", heißt es.
Laut Häusle begründet Matt seinen Schritt damit, dass er der in der neu gegründeten GmbH anvisierten Trennung zwischen kaufmännischer und künstlerischer Leitung und damit einer Einschränkung seiner bisherigen vertraglichen Kompetenz der Gesamtleitung des Hauses auf eine rein künstlerische Verantwortung nicht zustimmen könne.
Vom Provisorium zur Marke
Präsident Häusle und Vizepräsident Menz bedankten sich "für die vielen Jahre einer gemeinsamen und erfolgreichen Tätigkeit und für die herausragenden Leistungen, die Dr. Matt für die Kunsthalle Wien erbrachte". Matt habe aus dem Provisorium am Karlsplatz ein international führendes Haus für zeitgenössische Kunst gemacht und künstlerische Schrittmacherdienste für Wien geleistet. Matt habe die Kunsthalle Wien zu einer international angesehenen Marke gemacht.
Erfreut über den Rücktritt zeigt sich der Kultursprecher der Grünen Wien, Klaus Werner-Lobo. "Die Grünen Wien haben bereits vor Monaten auf die Umstrukturierung der Kusnthalle Wien und den Abschied ihres Direktors gesetzt. Matt hat die Kunsthalle und ihre Belegschaft wie sein Privateigentum behandelt und öffentliche Ressourcen für private Interessen missbraucht", übte Werner-Lobo einmal mehr heftige Kritik.
"Ich nehme die Entscheidung Gerald Matts, seine Arbeit in der Kunsthalle zu beenden, zur Kenntnis", sagte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny zum Rückzug des langjährigen Geschäftsführers. "Nunmehr geht es darum, die erfolgreiche Arbeit der Kunsthalle in neuer personeller Zusammensetzung und in neuer Organisationsform fortzusetzen." (APA, 23.3.2012)
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er hat mächtige und vor allem viele feinde gehabt, innerhalb und außerhalb. ob zu recht kann ich nicht durchschauen.
diesem druck jedenfalls kann niemand standhalten, ohne zu zerbrechen. gut für ihn, dass er seine konsequenzen gezogen hat. mir tut es leid, weil er ein sehr spannendes ausstellungsprogramm mit internationalem anspruch geboten hat.
wenn sie das bedürfnis eines bürgers, vom politisch bestelltem führungspersonal (und sei es noch so dandyesk und kulturell) ordentliche gebarung und anständigem umgang mit mitarbeitern zu erwarten, für spießig halten, dann ist das eben so.
ich bekenne mich also mutig zum spießertum.
in der Geschäftsführung (dieser Ausdruck ist in diesem Zusammenhang fast schon ein Hohn)
In der Personalführung: noch schlimmer!
Im Kuratorischen: ja mei, vllt. war das Programm zu vielen Vorgaben ("international!", Besucherzahlen) untergeordnet;
Die Ausstellungen waren ja meistens teuer zusammengekarrtes, aber unmotiviert aufgearbeitetes Material zu eben irgendwelchen Themen ("Weltraum"..oje)
Überdurchnittlich war er im kassieren,
im "andere für sich arbeiten lassen" und in der Selbstherrlichkeit.
Sicher auch als Paradiesvogel: um diesen Matt ist es wirklich etwas schade.
Mit seinem Gehalt wäre es allerdings fast schon eine Leistung, n i c h t zu schillern.
Also hören´s doch mit diesem zynischen Unterdurchnittlichkeitsgeschwafel auf.
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