Britische Regierung sagt "Binge Drinking" den Kampf an

23. März 2012, 13:59

Komasaufen gilt als eine der Hauptursachen für gewaltsame Ausschreitungen - Alkohol soll teurer werden

London - Die britische Regierung hat dem berühmt-berüchtigten "Binge Drinking" den Kampf angesagt. Premierminister David Cameron stellte am Freitag in London eine Reihe von Maßnahmen vor, mit denen vor allem Jugendliche davon abgehalten werden sollen, sich immer wieder hemmungslos zu betrinken. Unter anderem soll es einen Mindestpreis für Alkohol in Geschäften geben. Dadurch soll die weit verbreitete Sitte unterbunden werden, dass Jugendliche vor dem Ausgehen am Wochenende zunächst zu Hause billigen Alkohol konsumieren.

Ursache für Gewalt

"Komasaufen" gilt als eine der Hauptursachen für gewaltsame Auseinandersetzungen und Ausschreitungen in Großbritannien. In den Krankenhäusern des Königreichs werden jährlich rund 1,2 Millionen Einlieferungen wegen "Binge Drinking" gezählt. Die Kosten des Gesundheitssystems für Behandlungen von übermäßigem Alkoholkonsum liegen Schätzungen zufolge jährlich bei etwa 2,7 Milliarden Pfund.

"Binge Drinking ist kein Einzelfall. Es steht für die Hälfte des in unserem Land getrunkenen Alkohols", sagte Cameron. "Die Kriminalität und die Gewalt, die dadurch ausgelöst werden, binden Ressourcen in unseren Krankenhäusern, führen zu Chaos auf unseren Straßen und zu Angst in unseren Gemeinden." Der Regierungschef kündigte einen Mindestpreis von etwa 40 Pence (etwa 50 Cent) pro Alkoholeinheit an. Eine Flasche Bier mit drei Einheiten Alkohol würde im Geschäft demzufolge mindestens 1,20 Pfund kosten - derzeit sind es etwa 0,75 Pfund. (APA, 23.3.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 39
1 2
"Komasaufen" ist so ein unerträgliches Unwort!

Kann man bitte Artikel zu dem Thema ohne diese dümmliche Wortkonstruktion verfassen???

Typisch marktorientierter Ansatz

Eher wird versucht, den Trinkern einfach mehr Geld aus der Tasche zu ziehen umd die besagten 2,7 Mrd aufrechnen zu können.

Auf die Idee, dass Alkoholkonsum primär auf den Preis des Produktes zurückgeht, kann auch nur jemand kommen, der sich mit ein paar markigen Massnahmen die Wiederwahl sichern will.

A.konsum geht natürlich nicht "primär auf den Preis des Produktes zurück". Dann müssten ja alle Wasser trinken. ABER: A.konsum wird vom Preis mit beeinflusst. Und das ist ausreichend wiss. belegt.

Also in meinem Freundeskreis haben wir eine andere Methode entwickelt, um dem jugendlichen Komasaufen Einhalt zu gebieten. Wir als alte und erfahrene Trinker konsumieren einfach soviel wie wir nur können, dann bleibt nicht mehr so viel für die Jugendlichen übrig, deswiteren ist der Wirt auch mehr mit uns beschäftig und hat somit weniger Zeit für die Ausschank von Alk an die jungen Leute.
Ich finde, dass ist ein sehr sozialer Lösungsansatz von uns!

haben sie schon um eu-förderung angesucht?

Wie kann man nur glauben, dass Alkohol generell das Problem ist?
Meiner Meinung nach sind das die sozialen Umstände, die Lebensbedingungen und andere Einflussfaktoren, die Menschen zum Saufen bringen.

Und weil in diesem Forum so oft behauptet wurde: "Zuerst das Rauchen und dann der Alk, usw..."
Jemand der ein Krügerl Bier trinkt beeinträchtigt sicher nicht in diesem Ausmaß die Luftqualität anderer, wie es das Rauchen macht.

Also mich persönlich

stört die Kotze im Lokal viel mehr, als der Rauch.

Beim Rauch tut man halt lüften. *fg

Es is ja völlig normal, dass man sich nach 3,4 Bier völlig anspeibt...

Bei dem Gebräu

das die Engländer Bier nennen - ja vielleicht bei guten bayrischen oder österr. Bier sicher nicht

Immer wieder erstaunlich für mich das z.B. Cannabis fanatisch verteufelt und verboten ist und Alkohol auch eine desdruktive Droge frei zu haben ist .... ich versehe diese Logik nicht ???

Stimmt irgendwie entweder beides verbieten

oder nix.

Von mir aus auch Koks etc. freigeben, aber dann halt mit Konsequenzen a la Behandlungen aus Sucht müssen selbst bezahlt werden (egal aus welcher Sucht halt)

Koma -> Randalieren?

["Komasaufen" gilt als eine der Hauptursachen für gewaltsame Auseinandersetzungen und Ausschreitungen in Großbritannien.]

Also irgendwie ist dieses Wort von der Presse schon so abgelutscht, dass sie selber nicht mehr weiß was es bedeutet. Wie soll bitte ein komatöser Säufer noch randalieren???? Das ist ja alles aus dem Zusammenhang gerissen!

Selbst beim Sturztrunk von 2 Flaschen 80% Stroh-Rum ...

bleibt Ihnen noch genügend Zeit, um bis zum Knock-Out etliches Unheil anzurichten. Ich finde es im übrigen auch besser, von "binge drinking" zu sprechen.

wenn man so extrem trinkt, ist die spanne zwischen nüchternheit und knockout so gering, dass wenig schaden entstehen kann.

wenn man sich allerdings nicht ganz so schnell in nirvana schießt, bleibt viel mehr zeit zum auszucken.

Da haben die Briten uns was voraus, denn solche nützlichen Teuerungen gibts bei uns wohl erst, wenn ALLE EU-Staaten es haben und möglicherweise nicht mal dann sofort....

Die Briten haben es mit hohen Zigarettenpreisen und

einer langsamen Änderung in der Raucherkultur plus Rauchverbot geschafft, die Anzahl der Raucher sehr stark zu reduzieren. Bin gespannt, wie das mit dem hohen Alkoholkonsum ausgeht. Auch hier scheint mir die Trinkkultur das Hauptproblem zu sein.

Dass das geht ....

hat Gorbatschow in der Sowjetunion vorgemacht. Da war ein dramatischer Rückgang in der Sterblichkeit insgesamt (wg. reduzierter Verfügbarkeit von Alk). Mit Jelzin hat sich die Sache dann wieder nach oben eingepegelt (im wörtlichen Sinne).

Tja davor haben die Raucher seit Jahren gewarnt. Jetzt gehts mit der nächsten Stufe los...

So solls auch sein!

achtung, liebes faultier,

auch übermässig langes schlafen wird demnächst abgeschafft

Glaube ich nicht, weil ich niemanden damit schädige! :-)

ja,

ich habs euch gesagt.

und parallel dazu wird schon am fettigen essen gearbeitet...

nach den Rauchern

sind die Biertrinker dran ... Bierpreis +60% ... hollodaro ...

Die Briten sind die ärgsten Trinker.

Das ist bereits weltweit anerkannt. Selbst die Frauen saufen, wie ich es sonst selten erlebt habe...

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 39
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.