Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
New York - Er war das seit langem wohl am ausgiebigsten durchdeklinierte Thema an der Wall Street: "Warum ich Goldman Sachs verlasse", der öffentlichkeitswirksame und sattsam bekannte Artikel des abtrünnigen Goldman-Bankers Greg Smith in der "New York Times".
"Um das Problem auf den Punkt zu bringen: Die Interessen der Kunden sind zweitrangig, so wie die Firma arbeitet und beim Geldverdienen tickt", schrieb Smith, der nach etwa zwölf Jahren bei den Goldmännern Mitte März seinen letzten Tag hatte. Einer seiner saftigen Sätze, das viel Wasser auf den Mühlen der ohnehin sehr zahlreichen Kritiker war und ist: "Ganz ehrlich gesagt, das Umfeld ist heutzutage so vergiftet und zerstörerisch wie ich es noch nie gesehen habe."
Smiths Abrechnung mit der berühmt-berüchtigten Investmentbank liefert der Wall Street aber immer noch neue Nahrung und offenbar auch viel zum Lachen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters gehört haben will, lassen die Goldmänner nach dem Brandbrief des Firmenveterans nun neuerdings interne E-Mails durchforsten - nach dem Wort „Muppet" und anderen Hinweisen, ob sich Mitarbeiter abschätzig über Kunden geäußert haben könnten.
Ernst genommene Sorgen
Bankchef Lloyd Blankfein hat demnach in einer Telefonkonferenz erklärt, die Maßnahme sei als Teil der Antwort auf Smiths Artikel zu verstehen. Man versuche herauszufinden, inwieweit Smiths Vorwürfe zutreffen könnten, so Blankfein. Ein Goldman-Sprecher bestätigte am Donnerstag im "Wall Street Journal" die E-Mail-Scans. "Wir nehmen die Sorgen unserer Mitarbeiter ernst, deshalb sind wir Mr. Smiths Einlassungen auf den Grund gegangen".
Hintergrund ist Smiths Aussage, wonach hochrangige Goldman-Manager über unwillige Kunden mit dem Spitznamen "Muppet" gesprochen haben sollen. Wer denkt da nicht an Kermit, den charmanten Frosch? Wohl jene, denen auch die britische Bedeutung "Depp" geläufig ist.
Auch die Nachricht von der Jagd auf Kermit den Frosch machte nun an der Wall Street die Runde, und die Fachwelt zerreißt sich einmal mehr das Maul. Das "Dealbook" der "New York Times" etwa malte sich in einem E-Mail-Dialog aus, wie leicht man nun als Goldman-Mitarbeiter erwischt werden könnte: Banker 1: "Ich arbeite an der Übernahme von Kentucky Equine Research durch das Massachusetts Institute of Technology". Banker 2: "Ah, der KER-MIT-Deal".
Auf der Suche nach...
Auch bei Twitter widmete man sich genüsslich dem Thema. Die Firma "sollte nach Bert, Ernie, Elmo, Snuffy & Miss Piggy scannen. Wenn sie denken, es geht um das Wort ,Muppet‘, haben sie es nicht begriffen", twitterte ein Joshua Rosner. "Goldman-Offizielle suchen auch nach ,Fraggle‘, ,Schlumpf‘ und ,Teletubbie‘, nur um sicher zu gehen, schrieb ein anderer.
Ob weitere Muppet-Mails Goldman-intern Konsequenzen zeitigen, ist nicht bekannt. William Cohan, Autor eines kritischen Buches über Goldman ("Money and Power"), sagte am Donnerstag Bloomberg TV: "Ich möchte im Moment nicht derjenige sein, der das Wort ,Muppets‘ in einer E-Mail verwendet hat". (red, derStandard, 23.3.2012)
Ein Ex-Goldman-Sachs-Händler gestand ein, ein nicht genehmigten Terminhandel über 8,3 Milliarden Dollar getätigt zu haben
Der US-Amerikaner schnappt sich Millionen Anteilsscheine. Er hat der Bank einst ausgeholfen, jetzt wird das honoriert
Goldman Sachs ist offenbar auf der Suche nach Wegen, weiterhin in riskante Unternehmensauf- und Verkäufe zu investieren
Die US-Investmentbank erwartet für 2013 mehr Börsengänge und rechnet mit einer höheren Zahl an Übernahmen
Löhne und Boni stiegen 2012 nur um sechs Prozent auf knapp 13 Milliarden Dollar
…Die Profite von "Gold-in-the-Socks" werden wieder zunehmen, wie auch die Aktie weiter steigt.
Warum ist G&S wie eine Teflon-Pfanne?
Ganz einfach! Wenn man zwar selbst nichts Sinnvolles produziert, aber 63 Mrd $ für alle anderen bewegt und quasi eine Drehtür zwischen FED u.US-Regime spielt, rutscht so ziemlich jeder Dreck ab, auch wenn man sich damit selbst bewirft.
Man wird quasi "too big for jail".
Weiters kann man sicher sein, daß man überall dort die Gesetze nach Gutdünken machen kann wo man drinnensteckt. Oder man läßt einfach Krieg führen, nachdem man eine kleine Umverteilung jenes Geldes getätigt hat, welches der -nun "irre" - Diktator vor kurzem noch als Partner bei einem anlegte.
Pecunia non olet, Geld stinkt angeblich nicht.
gehören endlich restlos aufgeklärt, außerdem muß endlich ans licht gebracht werden, welche rolle bert in der al kaida spielt:
http://nerdkore.com/uncategor... rt-is-evil
die politik sollte das endlich ernst nehmen und für vollständige transparenz sorgen.
Es gibt da ja wirklich noch viel aufzuklären. Zum Beispiel in der Sesamstrasse: „Lasst Ernie und Bert heiraten“
5.500 Amerikaner stimmen für eine Petition, die sie für eine Homo-Ehe der beiden Puppen stark macht.
http://www.faz.net/aktuell/g... 09940.html
Das würde ein Erdbeben in der Al Kaida auslösen.
Wow, das sind ja richtig vertrauensbildende Aktionen im Mitarbeiterkreis... Einfach mal alle internen Mails scannen.
Und dann machen wir ein lustiges Mitarbeiter-Seminar, um die Moral wieder zu heben.
Ich würde just for Fun jetzt lauter Muppet Mails verschicken... Und wenn die IT so gut ist wie die zwischenmenschliche Kompetenz dort - am besten gleich noch die Mail Header manipulieren: Datum, To und From ;)
Sie haben ja ein hübsches rosa-Ponyland-Bild von solchen Instituten - dort ist es selbstverständlich, dass die Personalabteilung Blogs, Zeitungsartikel,... nach Material durchforstet, das die Firma im falschen Licht dastehen lassen könnte. Und für die Mitarbeiter ist es auch Alltag, dass ein Kollege wegen eines Fehltritts noch am selben Tag von der Sicherheitsabteilung hinausbegleitet wird.
Es liegt wohl auch an dieser Atmosphäre, dass die Leute jegliches Gespür für normale menschliche Umgangsformen verlieren.
nur für den fall, daß sich mal jemand persönlich bedanken will, bei unseren systemsoldaten, sollten wir anfangen ihnen gesichter zu geben:
loyd blankfein:
http://cdn0.wn.com/pd/36/9a/... grande.jpg
verdienst: lapidare 18.000.-- usd pro stunde.
69 millionen dollar im jahr
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.