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Über seine Motive gibt es noch immer nur Spekulationen, dennoch könnte dem amerikanischen Soldaten die Todesstrafe drohen.
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Gardemaß, gewellte Mähne, effektvolle Pausen zwischen den sorgfältig gedrechselten Sätzen: John Henry Browne ist ein oft engagierter Star-Anwalt. Der zwei Meter große Advokat aus Seattle kümmert sich nun um einen Mandanten, der die Nation in tiefe Ratlosigkeit stürzt. Robert Bales hat in Afghanistan 17 Menschen getötet, soll sie getötet haben, sagt sein Verteidiger, auf die Unschuldsvermutung verweisend. Bisher kann niemand auch nur im Ansatz erklären, was den Sergeant zu seiner Wahnsinnstat trieb.
Kaum hatte das Pentagon die Identität des 38-Jährigen preisgegeben, druckten US-Magazine auch schon die ersten Geschichten über das Leben des Amokläufers. Bales fing nach dem Studium als Investmentbanker an, wobei er zumindest einen Kunden massiv zu dessen Nachteil beriet. Ein Pensionist namens Gary Liebscher verlor fast sein gesamtes Vermögen, verklagte den Broker und bekam recht. Ein Richter verurteilte Bales wegen Betrugs zur Zahlung von 1,4 Millionen Dollar. Bis heute, sagt Liebscher, habe er davon nicht einen Cent gesehen.
Überhaupt waren es pekuniäre Achterbahnfahrten, die die Berufsbiografie des mutmaßlichen Amokschützen maßgeblich prägten. 2000 gründete er eine Investmentfirma. Mit dem Platzen der Dotcom-Blase zerplatzte auch der Traum vom Reichtum. Im November 2001, zwei Monate nach dem Terrorschock des 11. September, meldete sich Bales zur Armee. Angesichts der patriotischen Welle, die damals durchs Land rollte, war es ein Entschluss, wie ihn viele junge Amerikaner fassten. In seinem Fall aber könnte die persönliche Finanzmisere eine wichtige Rolle gespielt haben - die Infanterie als Rettungsanker. Es folgten drei Kriegseinsätze im Irak.
Währenddessen schwebte die Gefahr des privaten Bankrotts offenbar wie ein Damoklesschwert über seiner Familie. Mit seiner Frau Karilyn hat Bales zwei Kinder. Das Einfamilienhaus in Lake Tapps, nicht weit von Seattle, sollte in diesem Frühjahr verkauft werden, auf Wunsch seiner Gattin, die nicht wusste, wie sie sonst über die Runden kommen sollte.
Die Karriere beim Militär lief auch nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte. Bales rechnete fest mit einer Beförderung, und auf der Wunschliste der Länder, in die er gern verlegt worden wäre, rangierte Deutschland vor Italien. Mit der Beförderung wurde es nichts, statt nach Europa wurde er im Dezember nach Afghanistan abkommandiert. Eine Kopfverletzung, die Bales im Irak erlitt, sei nicht ernst genommen worden, glauben wiederum Kriegsveteranen.
Nach einer Version soll der Unteroffizier betrunken gewesen sein, als er das Blutbad anrichtete. Nach einer zweiten wollte er sich für eine kurz zuvor detonierte Bombe am Straßenrand rächen, nach einer dritten ließen ihn Eheprobleme ausrasten. Browne, der Advokat, spricht von Gerüchten, von allzu schnellen Schlüssen. Am Freitag wurde Bales in den USA wegen 17-fachen Mordes angeklagt. (Frank Herrmann aus Washington/DER STANDARD, 24.3.2012)
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Das Verbrechen, dass dieser Soldat verübt hat, verüben täglich alle Bomber und Raketenwerfer, alle die, die vom Krioeg profitieren und ihn befehlen begehen täglich Massenmord, manche durch Befehl, andere durch Knopfdruck. All jene gehen aber frei herum, Böse sind jetzt alle auf einen, den der Wahnsinn verrückt gemacht hat und der entsprechend handelte.
Ja, der gehört ebenso bestraft und therapiert, aber bitte nicht vergessen: das sind Auswüchse von Kriegen, die ganz andere Leute zu verantworten haben.
Ohne diesen Krieg hätte es weder das Massaker gegeben, noch wäre dieser Massenmörder verrückt geworden.
vergessen wir nicht die medien, selbst jene, die sich bis zu einem gewissen grad bemühen, kritisch zu bleiben, wie das vorliegende, unser standard.
"bis zu einem gewissen grad" ist zu wenig. der betrugstitel "arabischer frühling" darf nicht mehr angewendet, die wahren interessen an diesem krieg nicht mehr verschwiegen werden.
und wir alle haben uns bewusst zu machen, dass auch wir kriegsverantwortlich sind, solange wir nicht mit aktivem widerstand beginnen und unser möglichstes tun, die finanzindustrie (FI) zu entmachten, zu demokratisieren, zu humanisieren und wieder zu unserer finanzverwaltung zu machen.
BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN für alle.
der raub durch lohn-geld-und kriegsterror der FI muss von derselben zurückgezahlt werden.
Der Arme! Wenn er großes Pech hat könnte am Schluss sogar eine Versetzung in den Ruhestand stehen .... oder eine Verlegung in eine andere Afghanische Stadt ....
… da müssen die Amerikaner jetzt ggf. einen eigenen Mann schnell dem Henker überantworten, bevor dieser möglicherweise seine Erinnerung wieder erlangt. Es gibt allerhand Gründe die gegen eine Einzeltäterschaft sprechen, aber noch mehr Gründe, wegen der Staatsräson und des Imageproblems welches sich ergeben würde, diesen mann auch nachhaltig „mundtot“ zu machen.
Ist ohnehin schon pervers genug die Situation und der mordsbedingte Stress wird sicher noch weitere Menschen in Afghanistan ausrasten lassen … beidseits … Ende des Tötens noch lange nicht in Sicht …
http://qpress.de/2012/03/1... ivilisten/
Macht viel Unterschied!
Wenn es ein Einzeltäter war, dann ist es damit abgeschlossen.
Wenn es eine Gruppe war und dies ist sehr wahrscheinlich, dann war es u.U. von oben befohlen und zeigt die "Menschenfreundlichkeit" der GIs den Afghanen gegenüber!
Klar, den Koalitionstruppen wird 'befohlen' Frauen und Kinder zu ermorden.....
Wo sind sie denn eigentlich angrennt?
Uebrigens, einen offensichtlich rechtswidrigen Befehl darf ein Soldat nicht nur nicht ausfuehren, er hat diesen auch an hoeherer Stelle anzuzeigen! Nur so zur Info.....
ich kann nicht beurteilen, ob es ein einzelner oder eine gruppe war, aber ausgerechnet chinesische medien als verlässliche quellen zu zitieren ist an dummheit wirklich kaum zu überbieten...
da könnten sie sich ja gleich auf die kronen-zeitung berufen, die ist genauso eine "zuverlässige" quelle!
Zunächst einmal haben zahlreiche Dorfbewohner ausgesagt, dass ihnen nach einem Bombenanschlag von den US-Truppen eine Vergeltung angekündugt wurde.
Dann haben ebanfalls zahlreiche Dorfbewohner ausgesagt, dass eine Gruppe von US-Soldaten randalierend durch das Dorf gezogen sei.
Der angebliche Einzeltäter kann sich an nichts erinnern weil er möglicherweise mit einer Partydroge als Sündenbock präpariert wurde. Wahrscheinlich war er bei seinen Kumpanen unbeliebt.
Es ist auch kaum glaubhaft, dass ein Einzelner ohne entsprechende Befehle einfach nachts aus dem bewachten Lager gehen kann.
Da wird zwecks Vertuschung ein gemeinschaftliches Kriegsverbrechen zur Einzeltat eines Irren manipuliert.
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