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Eine Hühnersuppe war schon immer die beste Medizin. Angesichts der Tonnen an Antibiotika, die in die Tiermast gestopft werden, könnte sich dafür bald der wissenschaftliche Nachweis erbringen lassen. Österreichs Fleischbranche muss sich künftig jedoch nicht nur Sarkasmus gefallen lassen, sondern vor allem bohrende Fragen.
Wie kann es sein, dass die Probleme rund um den starken Einsatz von Medikamenten in der Nutztierhaltung jahrelang schöngeredet wurden? Warum braucht es erst internationale Labors, um einzelne riskante Bakterien auch in österreichischen Lebensmitteln offenzulegen? Und wieso wollen viele immer noch nicht wahrhaben, dass mit einem Hendl zum Kilopreis von oft gerade einmal drei Euro im Supermarkt etwas im Argen liegt?
Die österreichische Landwirtschaft pflegt es meisterhaft, sich hinter der Fassade der heilen Welt zu verstecken. We- he dem, der an den idyllischen kleinbäuerlichen Strukturen zweifelt. Keiner will eine ganze Branche an den Pranger stellen. Werden Schwachstellen aber systematisch verleugnet, müssen die Alarmglocken schrillen.
Der bestehende Fleischbedarf lässt sich nur mit Massentierhaltung decken, das gilt auch für den Biomarkt, anderes zu glauben, ist naiv. Sauer macht die Scheinheiligkeit. Statt süße Schweine vor die Kamera zu holen, gehören Produktionsabläufe mit ihren Nebenwirkungen transparent gemacht. Kunden haben ein Recht auf die Wahrheit. (Verena Kainrath, DER STANDARD, 23.3.2012)
Auf dem Land fehlen adäquate Arbeitsplätze, vielen droht die Abwanderung an die Speckgürtel der Städte
Was die Arbeitgeber der Metaller für die Herbstlohnrunde fordern, hört sich vernünftig an. Vor allem für viele Unternehmer
Dass Schlecker gelingt, woran Adeg, Zielpunkt und andere kleine Kaufleute scheiterten, ist zu bezweifeln
Will man Wachstum nicht abwürgen, gehören dafür auch gesetzliche Spielräume geschaffen
Die gesetzliche Regelung der Ladenöffnung ist von Ausnahmen durchlöchert
Missstände in der Textilindustrie auf die alleinige Macht der Konsumenten zu schieben, ist zu billig
Jetzt hat es also auch Österreichs Handel begriffen. Frauen bekommen Kinder und handeln sich damit finanzielle Nachteile ein
Mittelfristig wird dem Handel der Nachwuchs ausgehen
wollen keine wahrheit, kunden wollen billige lebensmittel (die allermeisten jedenfalls).
und dieser bedarf wird perfekt über die fleischindustrie abgedeckt.
die turbomasthendln schmecken zwar scheisse, aber mit genügend gewürz geht´s schon irgendwie, dann schmeckts halt nach irgendwas aber nicht nach hendln.
die einen Stall nur von youtube, und einen Bauern nur aus ATV kennen....
aber in der stadtwohnung zwei sittiche, einen hund und 3 katzen halten...
und zu faul und geizig um 'richtige' lebensmittel zu kaufen, weil dann vielleicht ein Cafe latte oder Szigeti eingespart werden muss...
ach ja und immer fesch zum asiaten essen gehen...
Seit zehntausenden Jahren nutzte der Homo Sapiens die Kraft des Feuers, um seine Lebensmittel schmackhafter, verdaulicher und keimfrei zu machen.
Dann aber, im Jahre 2012, ging dieses Wissen irgendwie verloren und die ganze (Medien)Welt erkrankte an Hühnerfleisch.
***
Eine lächerliche Aufregung.
Apropos Wahrheit: So gut der Artikel an sich auch ist, muss ich doch die Kritik anbringen, dass es beim Fleischkonsum - bzw. bei der wesentlich sinnvolleren Alternative der vegetarischen Ernährung - keinsesfalls nur um das "Transparentmachen von Nebenwirkungen" geht, sondern dass man sich zuallerst einmal das unermeßliche und vor allem unnotwendige Tierleid vor Augen führen sollte!
Und was das "Bio-Fleisch" betrifft: Selbstverständlich geht es nicht nur darum, dass das Fleisch aus konventioneller "Produktion" druch Bio-Produkte ersetzt wird, sondern dass es v.a. auch zu einer Verringerung des Fleischkonsums kommt!
Qualität und Transparenz pochen. Korrekt.
Aber wer sagt, dass kleinere, intrinsisch transparente Einheiten die Fleischversorgung nicht schaffen würden?
Sorry, das schein der Papagaiologie zu entspringen.
Noch nie habe ich eine Simulation gesehen, welche das bestätigt (aber zugegeben auch nicht widerlegt).
Natürlich NICHT, wenn wir vom Rind nur das Filet, vom Schwein nur den Schinken und von Huhn nur die Brust essen.
… mit der lieben österreichischen Eigenschaft des Verdrängens und Buckelns.
Ohne diese gezielte Blindheit und Ignoranz könnte sich es die Landwirtschaft nicht auf Dauer leisten heile Welt zu spielen.
Und, ja, natürlich: Machen es auch andere Hesellschaften so. Bei uns scheint es nur besonders hartnäckig und verraunzt zu sein.
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