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Der Frühling kommt als Mangosalat
Mitten in der Verkehrshölle des Wiener Karlsplatzes, im Schanigarten eines kleinen vietnamesischen Restaurants: Wenn man es am wenigsten erwartet, schießt einem der Frühling in die Glieder. Der Botenstoff hört in diesem Fall auf den simplen Namen Mangosalat, kommt aus der Küche von Frau Nguyen Thi Hong Thuy und ist auf durchdringende Weise wunderbar.
Roten Chili sollte man halt mögen, der ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Komposition aus fester Mango, Gurke und Karotte (alles in feine Streifen geschnitten), der mittels vietnamesischer Minze und Basilikum sowie einem Dressing aus Fischsauce, Zucker, reichlich Zitrone und wenig Knoblauch aber so was von auf die Sprünge geholfen wird.
Bummvolles Restaurant
Ein paar gedämpfte Garnelen sind auch dabei, zart und saftig - dabei bräuchte es die gar nicht: Wie das knackige Obst und Gemüse mit dem geilen, vom Umami-Geschmack der Fischsauce unterfütterten Spiel zwischen Süße und Säure umschmeichelt und vom Chili hinterrücks befeuert wird - das ist es.
Eine ganz andere Frage ist natürlich, wie Frau Nguyen es schafft, ein bummvolles Restaurant grandios zu bekochen und bei ihren sporadischen Besuchen im Gastraum dennoch stets wie frisch aus dem Ei gepellt auszusehen, mit makelloser Frisur, Make-up, langem Seidenkleid und überhaupt. (corti, DER STANDARD, 24.03.2012)
Vietthao, Friedrichstraße 2, 1010 Wien, Tel.: 01/585 20 31
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War vorgestern im Vietthao. Wartezeiten waren ganz normal, die Bedienung war sehr nett, und das Essen auch hervorragend, zu absolut normalen Preisen. Ist sicher ein Lokal, welches ich wieder besuchen werde, da man es sich auch im täglichen Leben und nicht nur zu besonderen Anlässen leisten kann.
Fischsuppe - sehr pikant und schärflich (super bei dem kalten Wetter!), gedämpfter Heilbutt (gut, mit viel Ingwer), als Nachspeise Reismehlbällchen in Kokosmilch. Diese ein bisschen gewöhnungsbedürftig - meine Mutter fand sie "interessant", ich fand die Mischung Kokos-Ingwer-leicht scharf-ganz leicht salzig-brennheiß irgendwie schräg aber sehr leiwand. Gute Weinkarte!
Ja hat sich gebessert, der Artikel im Standard hat ja zu einem solchen Run auf das Lokal geführt das war nicht zu bewältigen, ich bin dort sehr oft Gast und sowohl zu Mittag als auch Abends gibt es normale Wartezeiten. Es wird alles frisch zubereitet, das kann man dann nicht binnen weniger Minuten zum Tisch bringen. Was ganz toll schmeckt ist das vietnamesische Festmahl das man ab 6 Personen bestellen kann, es wird von Frau Nguyen zusammengestellt, das ist köstlich!
Wieso schmeckt der Frühling so?
Das ist eingeflogene Ware, ob Winter, Frühling Herbst oder Sommer.
Beim letzten Vietnamesen den Sie lobten, begeisterten Sie sich über dasselbe in Grün: Papayasalat.
Sie sollten sich etwas weiterentwickeln.
Umami-Geschmack wird definiert als "Fleischig-Kräftig". Er ist diametral dem Fischgeschmack entgegen gesetzt! Deswegen wurde er zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Japan entdeckt, weil er sich deutlichst vom allgegenwärtigen Fischgeschmack abgehoben hat...
...interessant, mein Posting umfasst 40 (vierzig!) Wörter, davon sind ca. 50 Prozent grammatische Partikel, und trotzdem sind manche Leute nicht in der Lage sowas sinnerfassend zu lesen. Aber das ist ja wohl naturgesetzlich, auf Sachen, die man nicht versteht mit Postings zu antworten, die keinerlei Beziehung zum Thema haben. Aber dafür wird man, ganz nach Art der Internet-Proleten, geduzt.
Glaube nicht automatisch Dein Bildungsstandard wäre höher als der der Anderen, das kann nicht nur peinlich werden sondern verhindert auch dass Du dich weiterbildest. Beantworte mir diese Fragen: Hast Du Fischsauce - ich meine die schwarze fermentierte - schon probiert? Kennst Du Umami - Geschmack nur aus der Literatur? Wie Frau Holle schon angemerkt hat: Fischsauce schmeckt nicht wie die meisten in Österreich erhältlichen Fischsorten. Erfasse dies ;-) und antworte ohne unnötige Polemik.
erstens: das mit dem vorwurf, nicht "sinnerfassend lesen" zu können, ist mittlerweile so originell wie der chinesische reissack, das chinesische fahrrad oder anderer thread-schwachsinn.
und zweitens: das grundproblem liegt, fürchte ich, darin, dass sie nicht wissen, was fischsauce ist, und ihr umami-wissen auch nur aus wikipedia stammt. damit ist es ihnen natürlich nicht möglich, verständnis zu erlangen. macht nichts, passiert uns allen mal. auf diesen individuellen mangel ihrerseits aber mit aggressiver schnippigkeit zu reagieren, ist definitiv unangebracht.
...die Sache mit dem "nicht sinnerfassend lesen können" und dem Reissackel oder dem Fahrrad in China ist folgender: Ersteres ist jederzeit überprüfbar!
Dass Sie in der Fischsauce Umami-Geschmack feststellen, ist Ihr Privatvergnügen. Der Wikipedia-Hinweis ist das Angeben einer neutralen Quelle - und sowas wird unter intelligenten Menschen durchaus geschätzt. Die Haltung "wenn i a Biachl siach hab i schon g'fressen" ist mir bekannt. Mit dem persönlichen Geschmack ist es aber wie mit der persönlichen Kosmologie. Der allerschönste Sonnenaufgang ist trotzdem ein astronomischer Irrtum. Schauen Sie ganz einfach in Wikipedia nach. Die Sonne rührt sich relativ zur Erde keinen Milimeter.
Ansonsten mag ich mit Ignoranten net wirklich diskutieren...
Wiki: "Außer Glutaminsäure zeigen auch 5'-Ribonukleotide wie 5'-Inosinat (enthalten vor allem in Fleisch), 5'-Guanylat (enthalten vor allem in Pflanzen) und 5'-Adenylat (enthalten vor allem in Fisch und Schalentieren) einen Umami-Geschmack."
aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Umami
Da Du ja anscheinend Deinen eigenen "Beweis" nicht gelesen hast. Die Wikipedia zitiert Yamaguchi, S. & Ninomiya, K. (2000): Umami and Food Palatability. In: Journal of Nutrition
selbiges Journal: "fish sauces currently
produced in Southeast Asia, which have high glutamate contents." siehe: http://jn.nutrition.org/content/1... 8337c37a3f
http://www.epochtimes.de/812125_da... umami.html
"Bei den Fischen und Meeresfrüchten sind die Stars des Umami Sardinen, Thunfisch, Kabeljau, Tintenfisch, Shrimps und Muscheln, als uraltes Würzmittel nutzt die Fischsauce den Effekt."
http://de.wikipedia.org/wiki/Umami
"Außer Glutaminsäure zeigen auch 5'-Ribonukleotide wie 5'-Inosinat (enthalten vor allem in Fleisch), 5'-Guanylat (enthalten vor allem in Pflanzen) und 5'-Adenylat (enthalten vor allem in Fisch und Schalentieren) einen Umami-Geschmack."
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