Jahrhundertealte Handschrift zu Wilhelm Tell im Netz

22. März 2012, 15:29

Schweizer Forscher stellen älteste Sagenversion ins Internet - Schrift entstand in den Jahren 1470 bis 1474

Freiburg - Die älteste bekannte Version der Sage um Wilhelm Tell ist demnächst im Internet nachzulesen. Forscher der virtuellen Handschriftenbibliothek an der Universität im eidgenössischen Freiburg haben das "Weiße Buch von Sarnen" digitalisiert. Die Schrift wurde in den Jahren 1470 bis 1474 vom Obwaldner Landschreiber Hans Schriber verfasst, wie die Universität am Donnerstag mitteilte. Es enthält Abschriften von Urkunden, daneben aber auch die älteste überlieferte Darstellung der eidgenössischen Befreiungsgeschichte.

Tyrannische Habsburger Vögte

Erwähnt werden etwa die Besiedelung von Schwyz und Unterwalden sowie die tyrannische Unterdrückung von Zentralschweizer Regionen durch die Habsburger Vögte. Auch Stauffachers Verschwörung und die Taten Tells samt Apfelschuss, Flucht und Ermordung Gesslers sind beschrieben. Die Tell-Sage fand danach Eingang in verschiedene Schweizer Chroniken, so auch in jene von Aegidius Tschudi aus dem 16. Jahrhundert. Tschudis Werk diente unter anderem Friedrich Schiller als Vorlage für sein Drama "Wilhelm Tell" von 1804 - die noch heute berühmteste Fassung des eidgenössischen Befreiungsmythos. (APA/red, derstandard.at, 22.3.2012)

Kommentar posten
11 Postings
der erste link ist super

führt nämlich zur universität freiburg im breisgau ;-)

wenn man ernsthaft dazu forscht, kann man Tschudi als publizistisch bekanntesten Startpunkt hernehmen.
Der sogenannte Tellschuss ist einem Abschauen aus lappländischen Sagas , als man noch Nüsse vom Kopf schoss...

naja...
wenn man denn Geschichte lernen will.

Tell war ein Terrorist, der

der helvetischen Eidgenossenschaft damals den Platz frei schoss.

Wenigsten hatte dieser nicht zum Ziel die Bevölkerung auszutauschen, wie andere staatsgründende Terroristen in jüngerer Zeit.

Lag wohl in der Natur der Sache, weniger invasorisch zu sein.

Tell hat nie existiert und Gessler lebte zu einem anderen Zeitpunkt und war beliebt; wenn wir denn historisch korrekt sein wollen.

Auch die Königsdramen Shakespeares waren zumeist solch fragwürdigen Quellen entnommen... wenn man denn will ist Macbeth wohl das beeindruckendste Drama gewesen... (oder war der Film von Roman Polanski)????? ach was, die Meisten haben eh keine Ahnung und glauben SCHROTT!!!

Max Frisch: Wilhelm Tell für die Schule

ist da sehr empfehlenswert, obwohl auch nicht historisch :-(

ich hätte eher schweizer geschichte für ketzer empfohlen, als anfangspunkt ;-))

Ich glaube, einen Vorabdruck davon vor etwa 45 Jahren in der Zeitschrift "(Schweizer?) Familienfreund" gelesen zu haben

Und zur Gründungsgeschichte der Schweiz der Kommentar meines Großvaters:

Uri, Schwyz und Unterwalde
händ einander's Füdla ghalte

künd leicht woar gwese sein...

Also,...

...ich kann nur das beste über Gessler sagen. Jedesmal wenn wir einander trafen, machte er einen sehr sympathischen Eindruck und plauderte über Gott und die Welt...

Meinst du den Otto oder den Bruno?

Schwer zu sagen, sind sie doch zwillinge...

Ist Bruno nicht der mit dem Leberfleck unter der Nase?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.