Bures will Entschädigungen bei Zugverspätungen ausweiten

Pünktlichkeit soll online abrufbar sein

Wien - Verkehrsministerin Doris Bures will die Rechte von Bahnkunden ausbauen. Gab es bisher erst bei einer Verspätung von zehn Prozent eine Entschädigung, soll sie nun schon bei fünf Prozent greifen. Die Regel soll nicht nur - wie bisher - für die ÖBB, sondern dann für alle Bahnanbieter gelten, berichtet die Tageszeitung "Österreich" (Donnerstag-Ausgabe). Ein Zeithorizont wurde nicht genannt.

Die Regelung derzeit: Wenn mehr als zehn Prozent der Züge auf der jeweiligen Strecke unpünktlich sind, müssen zehn Prozent der Jahreskarte refundiert werden. Die Rückzahlung erfolgt als Gutschrift auf die nächste Jahreskarte oder als Gutschein. Tun muss der Bahnkunde dafür nichts, außer das Einverständnis zum Pünktlichkeits-Programm zu geben. Die Refundierung erfolgte am Jahresende automatisch. Laut Bures sollen sich die Bahnkunden künftig die Pünktlichkeit auf ihrer Strecke auch im Internet ansehen können. (APA, 22.3.2012)

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