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Osnabrück/Berlin - Die hohen Benzinpreise lassen einem Zeitungsbericht zufolge die Mitfahrgelegenheiten in Deutschland boomen. Im Februar habe allein der Online-Vermittler mitfahrgelegenheiten.de 30 Prozent mehr Besucher auf seiner Seite registriert als im Vorjahresmonat, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Donnerstag. Die Zahl der Angebote liege mit 650.000 aktuell zehn Prozent höher als vor einem Jahr.
"Pro Monat werden derzeit rund eine Million Mitfahrer vermittelt - mehr als je zuvor", sagte der Sprecher des Online-Portals, Simon Baumann, der Zeitung. Der Zuwachs im vergangenen Jahr sei auffällig stark gewesen. "Offenbar ist bei den Spritpreisen inzwischen eine Schwelle erreicht, die das Interesse an Mitfahrgelegenheiten überproportional stark steigen lässt", sagte Baumann.
Immer mehr Berufstätige
Mitfahren sei zu einem Massenverkehrsmittel geworden. Nachdem anfangs vor allem Studenten und Auszubildende die Angebote genutzt hätten, seien die Nutzer in der Mehrzahl inzwischen Berufstätige, die wöchentlich über längere Strecken zu ihrem Arbeitsplatz pendelten. Wer zwei Mitfahrer im Auto mitnehme, habe die Benzinkosten wieder drin.
Viele Deutsche schränken sich wegen der gestiegenen Kosten bei Auto- oder Zugfahren und Flügen überhaupt ein, ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Forsa-Umfrage. Jeder vierte Bürger (24 Prozent) hat demzufolge m vergangenen Jahr aus Kostengründen auf Fahrten und Flüge verzichtet. Die anderen 76 Prozent hätten sich durch die höheren Sprit- und Ticketpreise in ihrem Mobilitätsverhalten nicht beeinflussen lassen. Urlaubsreisen wurden in der Frage ausdrücklich ausgenommen. Das Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene hatte die Studie in Auftrag gegeben.
41 Prozent verzichten auf Einkaufsfahrten
Gut die Hälfte derjenigen, die seltener unterwegs waren, verzichteten auf Wege zu Freizeitaktivitäten. Fast ebenso viele ließen Besuche von Verwandten und Bekannten ausfallen. 41 Prozent sparten sich nach eigenen Angaben Einkaufsfahrten. 20 Prozent sahen von Arztbesuchen ab und 19 Prozent von Behördengängen.
Die Antworten zeigten, dass aus den steigenden Mobilitätskosten ein soziales Problem erwachse, "dass wir schleunigst angehen sollten", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, in Berlin. Zentraler Baustein sei dabei ein attraktiver öffentlicher Verkehr. Er mache die Bürger unabhängiger vom Ölpreis, meinte Flege. Zwar werde auch der öffentliche Verkehr mit steigenden Energiepreisen teurer, aber in geringerem Maße als das Autofahren.
Forsa befragte vom 24. Jänner bis 1. März 3.212 Deutsche ab 18 Jahren. In der Allianz pro Schiene sind Umwelt- und Fahrgastverbände, Gewerkschaften, Verkehrsclubs und Berufsorganisationen der Bahnbranche organisiert. (APA, 22.3.2012)
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Da gibt's z.B. noch die Handelsvertreter mit ihren feinen Anzügen und teuren Limousinen (Audi hat da nach BMW die höchste Unsympathenquote, Mercedes fahren heute eher Rentner). Die meinen natürlich, sie hätten "eingebaute" Vorfahrt und ihr Termin wäre wichtiger als die Strassenverkehrsordnung oder ein paar Menschenleben.
Oder die Familienkutschen, wo entweder ein labiler Papi seinen Minderwertigkeitskomplex durch Gas und Bremse auslebt, oder die Mutter am Steuer sitzt, die anscheinend meint, was für ihren Kinderwagen im Supermarkt gilt, gilt auch für ihr Auto auf der Strasse.
(Man beachte aber: KEIN Staatsunternehmen wie die ÖBB!)
Und darf der Automobilindustrie keine Konkurrenz machen.
Also setzt man dort treudumm auf das "Konzept", das wenige teure Tickets besser als viele billige sind.
Und solange die Strecken nur von EINER Gesellschaft betrieben werden, können's das Spielchen auch treiben und die "Kostensituation" und die "böse" Eisenbahner-/Lokführergewerkschaft dafür verantwortlich machen.
Wehe aber wenn auf angeblich "unrentablen" Strecken Privatunternehmen fahren! Da wird das auf einmal rentabel - und für den Kunden häufig günstiger und mit mehr Haltestellen.
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