Flughafen Wien: Stranded Costs

Kommentar | Andreas Schnauder, 21. März 2012, 18:00
  • Sind die Assoziationen, die derzeit in VP-unfreundlichen Journalistenkreisen kursieren, vielleicht etwas zu voreilig? - Screenshot aus dem Schärdinger-TV-Spot "Bei meiner Ehr' ...".
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    Sind die Assoziationen, die derzeit in VP-unfreundlichen Journalistenkreisen kursieren, vielleicht etwas zu voreilig? - Screenshot aus dem Schärdinger-TV-Spot "Bei meiner Ehr' ...".

Bei den Aktionären wird gespart, bei den früheren Vorständen nicht

Bei den Aktionären wird gespart, bei den früheren Vorständen nicht. Trotz eklatanter Fehlleistungen beim Bau des Terminals Skylink erhielt Ex-Flughafen-Chef Herbert Kaufmann einen mehr als goldenen Handshake: Abfertigung, "Abgangsentschädigung", Urlaubsersatzleistung und Beratervertrag summieren sich auf 1,2 Millionen Euro. Bei Ex-Vorstandsmitglied Gerhard Schmid ist das Unternehmen vergleichsweise sparsam und macht "nur" knapp eine Million locker.

Das Beispiel zeigt wieder einmal, wie weich unfähige Manager fallen. Das ist umso ärgerlicher, als am Flughafen die Länder Wien und Niederösterreich das Sagen haben. Entgegen aller vernichtender Kritik am Missmanagement durch den Rechnungshof stellten sich die Landesfürsten auf den Standpunkt, ein Rausschmiss hätte dienstrechtlich nicht gehalten. Einen Versuch wäre es wert gewesen. Doch an einer echten Aufarbeitung hatten die beiden Länder wegen eigener Unfähigkeit kein Interesse.

Es darf davon ausgegangen werden, dass der Skylink den Flughafen noch länger beschäftigen wird, auch wenn der neue Vorstand jetzt Jubelstimmung verbreitet. Die überhöhten Errichtungskosten und Betriebsausgaben wird das Unternehmen wohl nie hereinspielen, weshalb eine umfassende Abschreibung des Skylinks als Stranded Costs angemessen gewesen wäre. Fragt sich nur, ob der Konzern der bilanziellen Bereinigung überhaupt gewachsen ist. (Andreas Schnauder, DER STANDARD, 22.3.2012)

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12 Postings
lieber herr sch.

wenn schon wirtschaft dann richtig:

es gibt keine "stranded costs" sondern richtigerweise nur:

stranded assets

bei costen spricht man von "sunk costs"

und wenn sie ein milliarden asset wie den flughafen wegen des neuen "fingers" skylink abschreiben wollen.. na dann gute nacht mit der "wirtschaftszeitung" st an da rd

1. Stranded costs ist ein Begriff, der häufig verwendet wird, AUCH als synonym für "sunk costs".
2. Wenn die Kosten nicht hereinkommen, dann erfolgt so oder so eine Abschreibung...

wo bleibt die "verantwortung" des

aufsichtsrates? diese honorigen persönlichkeiten haben diese verträge doch gebilligt.

Vorstände laßen sich nicht so leicht feuern.

Aber Mitarbeiter die dafür sorgen das der Flughafen überhaupt funktioniert,die kann man natürlich einsparen.

stranded investments

habe ich auch getaetigt. In Goa am Strand in den Sand gesetzt. Bezahlt hat bisher niemand meine 150.000,00 Euro Rechnung

http://www.youtube.com/watch?v=KEmFH6R-vhU

Dafuer gibts auch kleine Rache bis das Geld auf meinem Konto landet.

http://www.youtube.com/watch?v=WQEzn1PZ7oI

und internes

Indian Police Terror training 1
http://www.youtube.com/watch?v=OLYilGEo2Zw

Indian Police Terror training 2
http://www.youtube.com/watch?v=j0YYXktkkLY

http://www.youtube.com/watch?v=mcFhqf6d79c

einfach nur widerlich.
leistungsträger halt.

leistungsträge

Nur den Gabmann haben's fallen lassen wie eine heißte Kartoffel

den beiden roten Ex-Chefs haben sie weiche Pölster geschenkt (der Aufsichtsrat), den schwarzen Gabmann haben's einen Tritt gegeben. Hat er etwa gar den Erwin beleidigt???
Im übrigen finde ich "Stranded Costs" reichlich übertrieben. Der Flughafen hat ein Monopol und kann sich's richten, der wird auch die Abschreibungen locker verdauen, sind ja zu einem guten Teil auch schon vorgenommen worden. Versteh nicht ganz, was uns Herr Schnauder erzählen will: Steht der Flughafen vor der Pleite? Da kann ich nur lachen, siehe oben ...

Der Gabmann war ein Pröll-Intimus. Ein MMn absoluter Kotzbrocken der Sonderklasse, da gibts einige nette Gschichtln um den guten Herren (Profil-Archiv durchsuchen). Nur hat er halt den Erwin mit seiner Leistung am Flughafen blamiert, und das kommt in NÖ gar nicht gut an. So auf der Basis: "Don't fail me again, Fleetcommander!".

"... der Flughafen hat ein Monopol ..."

Traummännlein! Bauen sie einfach einen Flughafen!

Was da politisch abgelaufen ist, das stinkt - eigentlich durchaus aber auch bis St. Plöten - oder?

Was zum Teufel wollen sie eigentlich ausdrücken?

T.L.

Dass ich Schnauders Kommentar für sehr konstruiert halte

"Fragt sich nur, ob der Konzern der bilanziellen Bereinigung überhaupt gewachsen ist": Der Flughafen setzt die Gebühren für die Airlines fest, und wird schon nicht verhungern. So einfach können die ja auch nicht ausweichen, wohin auch?
Und natürlich stinkt der Skandal bis St. Pölten - der Domany war ja ein Pröll-Mann und ist das Hauptübel beim Skylink gewesen.
Manager fallen weich, schreibt Schnauder: Mich wundert eben, dass der Gabmann so einfach fallen gelassen worden ist. Ist selten :-)

Wenn die AUA langfristig auf eine Lokal-Fluglinie reduziert wird,

dann wird der Skylink wohl zur längsten Abstellkammer Niederösterreichs werden. Da kann derr Flughafen noch so sehr ein "Monopol" haben.

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