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Die ÖBB-Vorteilscard für Journalisten kostet 49,50 Euro. Damit gibt es 50 Prozent Fahrpreisermäßigung und kostenloses Upgrade in die 1. Klasse.
Die Deutsche Bahn schafft per Mitte April ihren Journalistenrabatt für die Bahncard ab, damit fällt dort die damit verbundene Fahrpreisermäßigung von 50 Prozent. Von Korruptionsjägern wie Transparency International wurden die Deutschen dafür schon öffentlich gelobt. In Österreich steht die staatliche ÖBB (Österreichische Bundesbahnen) offenbar vor einer ähnlichen Entscheidung. Man sei kurz vor dem Abschluss von Prüfungen in dieser Sache, hieß es am Mittwoch.
"Es ist ein Thema, wir schauen uns das im Konzern an, ob der Presserabatt in Österreich ebenfalls abgeschafft wird", sagte eine Sprecherin der ÖBB. "Wir halten die Entscheidung der Deutschen Bahn für sachlich nachvollziehbar". Aufgrund der neuen strengeren Compliance-Richtlinien "prüfen wird derzeit, ob die Gewährung von Sonderkonditionen für eine kleine Gruppe als Bestechungsversuch gewertet werden kann", so die ÖBB.
Zweifel bei ÖBB
Die Bahn biete etliche Sonderkonditionen, etwa für Familien oder Bundesheer-Angehörige. Mit dem Journalistenrabatt hingegen werde ja dezidiert eine ganze Berufsgruppe begünstigt, hieß es heute. Dass alle Nutzer von Presserabatten auch wirklich Journalisten sind, wird in der ÖBB übrigens arg bezweifelt.
Seit 2003 bietet die ÖBB in Österreich die Journalistenrabatte an. Zuletzt zählte die Bahn nicht weniger als 7.510 Besitzer einer derartigen Vorteilscard Presse. Auch das war ein Grund, sich die Sache näher anzuschauen: "So viele aktive Journalisten gibt es ja gar nicht in Österreich".
Wieviele dieser Presse-Rabatt-Karten tatsächlich regelmäßig genutzt werden, mochte die Bahnsprecherin in Wien heute nicht sagen. Um welche geldwerten Summen es im einzelnen geht, zeigen Details des vergünstigten "Tarifangebot":
Eine Presse-Vorteilscard der ÖBB - erhältlich gegen Vorlage bzw. Übersendung (Scan) eines gültigen Presseausweises - kostet pro Jahr 49,50 Euro (statt 99 Euro Normalpreis). Damit gibt es dann 50 Prozent Fahrpreisermäßigung und kostenloses Upgrade in die 1. Klasse. Gratis ist in dem Journalisten-Vorteilsangebot die Sitzplatzreservierung (sie kostet normalerweise 3 Euro) und auch der Zutritt in die ÖBB-Lounges - mit Gratis-Kaffee, Gratis-Snacks und Gratis-Zeitungen. (APA, 21.3.2012)
was gibt es da gross zu prüfen, laut koruptionsexperten mat es keinen schlanken fuss, sollte also abgeschafft werden, also einfach bei der nächsten verlängerung normalpreis berechnen oder stornieren.
hoffentlich hat die öbb sich einen ordentlichen berater für die prüfung besorgt, ein paar hunderttausender für ein paar a4 seiten müssen da schon drin sein, für so viel verantwortung (die entscheidung ist auch wahnsinnig schwer Ja/Nein).
So kann jede Dienstreise auch von der Firma abrechnet werden. Für Freischaffende bleibt es dann eben so wie für alle Freischaffende, eben keine speziellen Rabatte: Vorteilscard oder ÖCard zum regulären Preis! Welcome to real life!
Es war einfach eine Marketingidee, dass man die Meinungsbildner für sein Produkt gewinnt.
Journalistenrabatte gibt es von Mobilfunkanbietern bis über Hochzeitskleidgeschäften bis hin zu Apotheken.
Die Idee dahinter ist ja nachvollziehbar. Allerdings- jeder Journalist kennt die ÖBB und ihre tollen Dienstleistungsangebote, insofern ist die Abschaffung auch nachvollziehbar.
"anfüttern"
und seitens der journalisten/büroboten/redaktionssekretärinnen/redaktionspreinigungspersonal/ceos etcetc nicht unter "ziemlich abwegige geschenkeannahme"
???
und würden wir volk ohne diese karte noch mehr negatives über unsere von uns allen übersubventionierte öbb lesen und hören???
Wenn jemand mit einer schon verbilligten Vorteilscard ein GRATIS upgrade bekommt, quasi mit dem Preis der 2.Klasse in der 1.fährt, ist das wenig verständlich! Auch dass er dann in die Lounge darf mit seinem 2.Klasse Ticket etc. Besonders ungerecht ist dies ALLEN ÖsterreichCard Besitzern 2.Klasse , die weit mehr Euronen hinblättern. Und wenn man schon das Argument heranzieht " Journalisten sind halt berufsbedingt viel unterwegs" dann sollte man eben genau dieses Argument auch für andere Berufsgruppen geltend machen können zb. Musiker, Vertreter, Künstler, Schauspieler.......
Könnte mir das bitt mal jemand erklären?
http://derstandard.at/133177986... Pruefstand
Naja, wer sich nicht traut, was "Böses" bzw. Kritisches über die ÖBB zu schreiben, nur weil er oder sie eine ermäßigte Vorteilscard hat, sollte sich überlegen, ob der Beruf überhaupt passt. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass die ÖBB sich allen Ernstes die Mühe machen, bei jedem Journalisten, der was Kritisches über sie schreibt, nachzuforschen, ob der eine Vorteilscard hat.
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